{"id":24,"date":"2008-07-13T18:50:10","date_gmt":"2008-07-13T16:50:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/Homepage\/blog2\/?page_id=24"},"modified":"2008-07-14T11:41:24","modified_gmt":"2008-07-14T09:41:24","slug":"missverstandnisse","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/Homepage\/blog2\/missverstandnisse\/","title":{"rendered":"Missverst\u00e4ndnisse?!?"},"content":{"rendered":"<p>In der Zeit, als ich ausschliesslich mit meinem K\u00f6rper besch\u00e4ftigt war und damit mich zu fragen, welche Gr\u00fcnde wohl hinter meinen Schwei\u00dfattacken stecken k\u00f6nnten und hinter meiner ungeheuren Traurigkeit, zeigte sich mein Mann seinerseits irritiert dar\u00fcber, dass ich nicht die geringste Lust auf K\u00f6rperkontakt, welcher Art auch immer hatte. Schon die leichteste Ber\u00fchrung fand ich mehr als \u00fcberfl\u00fcssig.<br \/>\nNat\u00fcrlich h\u00e4tte ich mir denken k\u00f6nnen, dass er diese meine Abneigung nicht verstehen w\u00fcrde, dass mein Bed\u00fcrfnis nach Ruhe zu Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchren w\u00fcrde. Jedoch blieb mir keine andere Wahl.<br \/>\nMein Mann zeigte sich beleidigt und verschnupft \u00fcber meine vermeintliche Ablehnung und um so mehr als mein misslicher Zustand anhielt. Ich hoffte vergeblich auf Verst\u00e4ndnis. Er nahm mein Verhalten mehr als pers\u00f6nlich.<br \/>\nSehr gerne h\u00e4tte ich mit ihm dar\u00fcber gesprochen, und Missverst\u00e4ndnisse ausger\u00e4umt, jedoch war er das Gegenteil von gespr\u00e4chsbereit.<br \/>\nSeinerzeit war ich sehr betroffen und auch sehr verzweifelt, denn es ist kein Spa\u00df k\u00f6rperlich gebeutelt zu werden und gleichzeitig Gefahr zu laufen, die Zuneigung seines Partners zu verlieren.<br \/>\nNat\u00fcrlich haben wir zwei bis drei Jahre sp\u00e4ter, denn so lange hat es gedauert, bis wir langsam wieder zueinander fanden, versucht \u00fcber die trennenden Dinge zu sprechen^. Aber auch da war es nicht leicht meinem Mann meine Empfindungen klar zu machen. Das (auch nur vor\u00fcbergehende )Wegfallen von K\u00f6rperlichkeit und Sex scheinen M\u00e4nner als direkten Angriff auf ihr Selbstverst\u00e4ndnis zu empfinden, was mir bis zu diesem Zeitpunkt jedoch \u00fcberhaupt nicht klar war.<br \/>\nEs scheint f\u00fcr M\u00e4nner sehr problematisch zu sein, sich in die Psyche und K\u00f6rperlichkeit einer Frau hinein zu versetzen. \u00dcbrigens im umgekehrten Fall ist es f\u00fcr uns Frauen sehr oft ebenso schwer. Die Grenzen dessen allerdings, in der M\u00e4nner bereit sind, sich einf\u00fchlen zu wollen oder auch zu k\u00f6nnen, sind trotz allem sehr schnell erreicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Zeit, als ich ausschliesslich mit meinem K\u00f6rper besch\u00e4ftigt war und damit mich zu fragen, welche Gr\u00fcnde wohl hinter meinen Schwei\u00dfattacken stecken k\u00f6nnten und hinter meiner ungeheuren Traurigkeit, zeigte sich mein Mann seinerseits irritiert dar\u00fcber, dass ich nicht die geringste Lust auf K\u00f6rperkontakt, welcher Art auch immer hatte. Schon die leichteste Ber\u00fchrung fand ich mehr als \u00fcberfl\u00fcssig. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte ich mir denken k\u00f6nnen, dass er diese meine Abneigung nicht verstehen w\u00fcrde, dass mein Bed\u00fcrfnis nach Ruhe zu Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchren w\u00fcrde. Jedoch blieb mir keine andere Wahl. Mein Mann zeigte sich beleidigt und verschnupft \u00fcber meine vermeintliche Ablehnung und um so mehr als mein misslicher Zustand anhielt. Ich hoffte vergeblich auf Verst\u00e4ndnis. Er nahm mein Verhalten mehr als pers\u00f6nlich. Sehr gerne h\u00e4tte ich mit ihm dar\u00fcber gesprochen, und Missverst\u00e4ndnisse ausger\u00e4umt, jedoch war er das Gegenteil von gespr\u00e4chsbereit. Seinerzeit war ich sehr betroffen und auch sehr verzweifelt, denn es ist kein Spa\u00df k\u00f6rperlich gebeutelt zu werden und gleichzeitig Gefahr zu laufen, die Zuneigung seines Partners zu verlieren. Nat\u00fcrlich haben wir zwei bis drei Jahre sp\u00e4ter, denn so lange hat es gedauert, bis wir langsam wieder zueinander fanden, versucht \u00fcber die trennenden Dinge zu sprechen^. Aber auch da war es nicht leicht meinem Mann meine Empfindungen klar zu machen. 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