{"id":7,"date":"2008-07-13T18:38:50","date_gmt":"2008-07-13T16:38:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/Homepage\/blog2\/?page_id=7"},"modified":"2008-07-14T11:31:13","modified_gmt":"2008-07-14T09:31:13","slug":"es-traf-mich-unvorbereitet-wie-ein-hammerschlag","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/Homepage\/blog2\/es-traf-mich-unvorbereitet-wie-ein-hammerschlag\/","title":{"rendered":"Es traf mich unvorbereitet wie ein Hammerschlag"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Angstzust\u00e4nde, der Panikattacken, der Verunsicherung, \u00fcberfiel mich auch noch zus\u00e4tzlich eine tiefe Trauer. Ich fiel in ein sogenanntes schwarzes Loch und sah keinen Ausweg aus dem, was mich da erfasst hatte.<br \/>\nIch dachte nicht mehr an \u201cLeben\u201d, an meine Kinder, die ich zu begleiten zu erziehen hatte, an die Zukunft, sondern an den Tod, der mir gedanklich n\u00e4her als irgend etwas anderes war.<br \/>\nJetzt war pl\u00f6tzlich etwas anderes dran, Alter, Vergehen und Tod. Dieser Impuls war ungeheuer stark. Ich bereitete mich innerlich auf denTod vor und konnte mich dem nicht entziehen.<br \/>\nEs war mir eine f\u00fcrchterliche Last mich mit meinen Kindern, mit Jugend \u00fcberhaupt zu befassen. Das war einfach nicht dran, dar\u00fcber war ich gedanklich irgendwie weit hinaus.<br \/>\nDiese Gef\u00fchle hatten, wie alles was ich da erlebte eine ungeheure Eigendynamik. Ich konnte mich dem nicht entziehen. \u201cEs\u201c zwang mich dazu gerade dies zu denken und nichts anderes.<br \/>\nIch wollte nur und ausschlie\u00dflich mich, meine eigenen Gef\u00fchle und Bed\u00fcrfnisse wahrnehmen.<br \/>\nAuch noch die Bed\u00fcrfnisse meines Mannes und die meiner Kinder zu ber\u00fccksichtigen war ein zu gro\u00dfer Spagat f\u00fcr mich.<br \/>\nIch brauchte ganz einfach nur meine Ruhe&#8230;..Was nicht funktionierte bei zwei sehr fordernden, lebhaften Kindern.<br \/>\nAll dies war klimakterisches Programm , wie ich heute wei\u00df und es traf mich unvorbereitet wie ein Hammerschlag.<br \/>\nZwar hatte ich vom Herbst an psychotherapeutische Unterst\u00fctzung, aber auch meine damalige Psychotherapeutin wollte nicht so recht zur Kenntniss nehmen, dass dies, was ich da erlebt hatte vermutlich zu den Wechseljahren geh\u00f6rte. Ich sprach das Thema vorsichtig, sch\u00fcchtern an . &#8212;- Sie fegte es mit der Bemerkung beiseite, dies sei erst in etwa zehn Jahren bei mir dran, also \u201cMitte F\u00fcnfzig\u201d.<br \/>\nDamit war ich plattgeb\u00fcgelt, in dieser Richtung ging es also nicht weiter. Sie hatte mich in dem Thema, das mir am meisten am Herzen lag voll ausgebremst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Angstzust\u00e4nde, der Panikattacken, der Verunsicherung, \u00fcberfiel mich auch noch zus\u00e4tzlich eine tiefe Trauer. Ich fiel in ein sogenanntes schwarzes Loch und sah keinen Ausweg aus dem, was mich da erfasst hatte. Ich dachte nicht mehr an \u201cLeben\u201d, an meine Kinder, die ich zu begleiten zu erziehen hatte, an die Zukunft, sondern an den Tod, der mir gedanklich n\u00e4her als irgend etwas anderes war. Jetzt war pl\u00f6tzlich etwas anderes dran, Alter, Vergehen und Tod. Dieser Impuls war ungeheuer stark. Ich bereitete mich innerlich auf denTod vor und konnte mich dem nicht entziehen. Es war mir eine f\u00fcrchterliche Last mich mit meinen Kindern, mit Jugend \u00fcberhaupt zu befassen. Das war einfach nicht dran, dar\u00fcber war ich gedanklich irgendwie weit hinaus. Diese Gef\u00fchle hatten, wie alles was ich da erlebte eine ungeheure Eigendynamik. Ich konnte mich dem nicht entziehen. \u201cEs\u201c zwang mich dazu gerade dies zu denken und nichts anderes. Ich wollte nur und ausschlie\u00dflich mich, meine eigenen Gef\u00fchle und Bed\u00fcrfnisse wahrnehmen. Auch noch die Bed\u00fcrfnisse meines Mannes und die meiner Kinder zu ber\u00fccksichtigen war ein zu gro\u00dfer Spagat f\u00fcr mich. Ich brauchte ganz einfach nur meine Ruhe&#8230;..Was nicht funktionierte bei zwei sehr fordernden, lebhaften Kindern. All dies war klimakterisches Programm , wie ich heute wei\u00df und es traf mich unvorbereitet wie ein Hammerschlag. Zwar hatte ich vom Herbst an psychotherapeutische Unterst\u00fctzung, aber auch meine damalige Psychotherapeutin wollte nicht so recht zur Kenntniss nehmen, dass dies, was ich da erlebt hatte vermutlich zu den Wechseljahren geh\u00f6rte. Ich sprach das Thema vorsichtig, sch\u00fcchtern an . &#8212;- Sie fegte es mit der Bemerkung beiseite, dies sei erst in etwa zehn Jahren bei mir dran, also \u201cMitte F\u00fcnfzig\u201d. Damit war ich plattgeb\u00fcgelt, in dieser Richtung ging es also nicht weiter. 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