{"id":9,"date":"2008-07-13T18:39:57","date_gmt":"2008-07-13T16:39:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/Homepage\/blog2\/?page_id=9"},"modified":"2008-07-14T11:22:21","modified_gmt":"2008-07-14T09:22:21","slug":"ich-schwitzte-mir-den-rest-meiner-energie-aus-dem-korper","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/Homepage\/blog2\/ich-schwitzte-mir-den-rest-meiner-energie-aus-dem-korper\/","title":{"rendered":"Ich schwitzte mir den Rest meiner Energie aus dem K\u00f6rper"},"content":{"rendered":"<p>Ich schwitzte mir den Rest meiner Energie aus dem K\u00f6rper, hatte grauenhafte Panik, war nur noch ein B\u00fcndel Unsicherheit. Ich war nichts mehr von dem, was ich mal gewesen war und konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. Ich mobilisierte meine letzten Kr\u00e4fte und lie\u00df mich zu Hause von meiner Feldenkraislehrerin behandeln, um aus der tiefen Verunsicherung ein St\u00fcck heraus zu kommen. Gleichzeitig suchte ich mir eine neue Psychotherapeutin, um irgendwie mit dem allem, was ich da erlebt hatte, klar zu kommen, einordnen zu k\u00f6nnen. Es ging ganz langsam im Schneckentempo wieder aufw\u00e4rts und Anfang Januar 2002 konnte ich schon wieder kleine Spazierg\u00e4nge mit meinem Mann unternehmen.<br \/>\nAber was blieb, war eine allgemeine Energielosigkeit, die mich daran hinderte mein Leben so zu f\u00fchren wie ich es gewohnt war.<br \/>\nEs ist heute, drei Jahre nach diesen Ereignissen, immer noch nicht leicht f\u00fcr mich dar\u00fcber nachzudenken, geschweige denn zu schreiben, denn die Zeit war extrem schwierig f\u00fcr mich. Vor allem sie richtig einzuordnen, die richtigen Schl\u00fcsse aus den Erlebnissen zu ziehen.<br \/>\nIch empfand mich so extrem \u201cunten\u201d, so hilflos, so f\u00fcrchterlich meinem K\u00f6rper und seinen Funktionen ausgeliefert, dass es auch heute noch schwer ist f\u00fcr mich dies zu verkraften. Irgendwie musste ich mich langsam damit anfreunden im Klimakterium zu sein und zu akzeptieren, dass es mich brutal erwischt hatte.<br \/>\nObwohl es mir k\u00f6rperlich sehr schwer fiel, disziplinierte ich mich so weit, t\u00e4glich eine kurze Zeit in unserem, seit Monaten vernachl\u00e4ssigten, Garten zu verbringen, um ihn und mich wieder ganz langsam, peu \u00e0 peu, auf Vordermann zu bringen.<br \/>\nEbenfalls im Januar begann ich ganz langsam wieder, allerdings ganz unregelm\u00e4\u00dfig, Hausarbeit zu machen, mich wieder daran zu gew\u00f6hnen.<br \/>\nBis dahin musste meine damals 16j\u00e4hrige Tochter dies tun. Es gab die b\u00f6sesten Auseinandersetzungen wegen ganz banaler Dinge, die entstanden, weil es v\u00f6llig neu f\u00fcr meine Familie war, meine Aufgaben zu \u00fcbernehmen und alles alleine ohne mich zu organisieren.<br \/>\nEs gab ein Chaos, weil es keine Aufgabenteilung in unserer Familie gegeben hatte, weil ich und ausschlie\u00dflich ich diejenige gewesen war, die den Haushalt \u201cgeschmissen\u201d hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich schwitzte mir den Rest meiner Energie aus dem K\u00f6rper, hatte grauenhafte Panik, war nur noch ein B\u00fcndel Unsicherheit. Ich war nichts mehr von dem, was ich mal gewesen war und konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. Ich mobilisierte meine letzten Kr\u00e4fte und lie\u00df mich zu Hause von meiner Feldenkraislehrerin behandeln, um aus der tiefen Verunsicherung ein St\u00fcck heraus zu kommen. Gleichzeitig suchte ich mir eine neue Psychotherapeutin, um irgendwie mit dem allem, was ich da erlebt hatte, klar zu kommen, einordnen zu k\u00f6nnen. Es ging ganz langsam im Schneckentempo wieder aufw\u00e4rts und Anfang Januar 2002 konnte ich schon wieder kleine Spazierg\u00e4nge mit meinem Mann unternehmen. Aber was blieb, war eine allgemeine Energielosigkeit, die mich daran hinderte mein Leben so zu f\u00fchren wie ich es gewohnt war. Es ist heute, drei Jahre nach diesen Ereignissen, immer noch nicht leicht f\u00fcr mich dar\u00fcber nachzudenken, geschweige denn zu schreiben, denn die Zeit war extrem schwierig f\u00fcr mich. Vor allem sie richtig einzuordnen, die richtigen Schl\u00fcsse aus den Erlebnissen zu ziehen. Ich empfand mich so extrem \u201cunten\u201d, so hilflos, so f\u00fcrchterlich meinem K\u00f6rper und seinen Funktionen ausgeliefert, dass es auch heute noch schwer ist f\u00fcr mich dies zu verkraften. Irgendwie musste ich mich langsam damit anfreunden im Klimakterium zu sein und zu akzeptieren, dass es mich brutal erwischt hatte. Obwohl es mir k\u00f6rperlich sehr schwer fiel, disziplinierte ich mich so weit, t\u00e4glich eine kurze Zeit in unserem, seit Monaten vernachl\u00e4ssigten, Garten zu verbringen, um ihn und mich wieder ganz langsam, peu \u00e0 peu, auf Vordermann zu bringen. Ebenfalls im Januar begann ich ganz langsam wieder, allerdings ganz unregelm\u00e4\u00dfig, Hausarbeit zu machen, mich wieder daran zu gew\u00f6hnen. Bis dahin musste meine damals 16j\u00e4hrige Tochter dies tun. Es gab die b\u00f6sesten Auseinandersetzungen wegen ganz banaler Dinge, die entstanden, weil es v\u00f6llig neu f\u00fcr meine Familie war, meine Aufgaben zu \u00fcbernehmen und alles alleine ohne mich zu organisieren. 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