{"id":11999,"date":"2013-01-18T07:08:40","date_gmt":"2013-01-18T06:08:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=11999"},"modified":"2013-01-18T07:09:47","modified_gmt":"2013-01-18T06:09:47","slug":"eine-frauenpolitik-die-beruecksichtigt-dass-frauen-muetter-sein-wollen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2013\/01\/eine-frauenpolitik-die-beruecksichtigt-dass-frauen-muetter-sein-wollen\/","title":{"rendered":"Eine Frauenpolitik, die ber\u00fccksichtigt, dass Frauen M\u00fctter sein wollen"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Es ist also nicht nur ehrlich, sondern auch nahezu zwingend, zwischen Frauen mit und Frauen ohne Kindern zu unterscheiden, wenn wir endlich realistische Familien- und Frauenpolitik machen wollen. Wenn wir es denn wollen, die Frage w\u00e4re noch zu kl\u00e4ren. Unterschiedliche Lebenswege erfordern unterschiedliche Konzepte und es hilft nicht, so zu tun, als h\u00e4tten Frauen keine Kinder. Genau darin liegt sogar das Grundproblem unserer Frauenpolitik. Wir zwingen M\u00fctter, so zu tun, als h\u00e4tten sie keine Kinder. Wir wollen, dass sie ihre Berufswege denen der M\u00e4nner und denen der kinderlosen Frauen anpassen, ohne zu ber\u00fccksichtigen, dass sie Neudeutsch \u201eHumankapital\u201c nebenher gro\u00dfziehen, f\u00fcr das leider keine Zeit eingeplant ist im l\u00fcckenlosen Erwerbslebenslauf.<!--more--><\/strong><\/h4>\n<p>Es gibt nirgendwo ein Konzept f\u00fcr diese M\u00fctter, weil es auch gar nicht gewollt ist. So wie die emp\u00f6rten Damen im Publikum mich entsetzt ansahen, tun es die meisten, wenn man diese Forderung auf den Tisch bringt: eine spezifisch weibliche Frauenpolitik. Eine, die nicht bereits abgelaufenen m\u00e4nnlichen Lebensregeln folgt. Eine, die Kinder als Bereicherung und nicht als Last betrachtet. Eine, die Zeit f\u00fcr Familie ganz gezielt einplant und nicht ausspart. Eine Frauenpolitik, die ber\u00fccksichtigt, dass Frauen M\u00fctter sein wollen, nicht f\u00fcr drei, sechs oder neun Monate, sondern f\u00fcr drei, sechs oder neun Jahre.<\/p>\n<p>Diese M\u00fctter haben die gleichen Rechte wie diejenigen, die gleich wieder in den Beruf einsteigen wollen und dann mit der vollen finanziellen Unterst\u00fctzung der Solidargemeinschaft via Krippensubvention rechnen k\u00f6nnen. Sie haben auch die gleichen Rechte, wie diejenigen Frauen, die keine Kinder wollen, aber dennoch von der nachfolgenden Generation, die sie nicht gro\u00dfgezogen haben, sp\u00e4ter eine Rente erwarten. Sie haben auch die gleichen Rechte wie die M\u00e4nner, denen sie den R\u00fccken frei halten, damit sie mehr Zeit in die Karriere investieren k\u00f6nnen. Also bitte nicht mehr Gieskannen-Frauenpolitik, sondern endlich das, was wir schon lange brauchen: M\u00fctter-Politik.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/birgit-kelle\/5743-foerderung-von-frauen-am-arbeitsmarkt\">http:\/\/www.theeuropean.de\/birgit-kelle\/5743-foerderung-von-frauen-am-arbeitsmarkt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist also nicht nur ehrlich, sondern auch nahezu zwingend, zwischen Frauen mit und Frauen ohne Kindern zu unterscheiden, wenn wir endlich realistische Familien- und Frauenpolitik machen wollen. Wenn wir es denn wollen, die Frage w\u00e4re noch zu kl\u00e4ren. Unterschiedliche Lebenswege erfordern unterschiedliche Konzepte und es hilft nicht, so zu tun, als h\u00e4tten Frauen keine Kinder. Genau darin liegt sogar das Grundproblem unserer Frauenpolitik. Wir zwingen M\u00fctter, so zu tun, als h\u00e4tten sie keine Kinder. Wir wollen, dass sie ihre Berufswege denen der M\u00e4nner und denen der kinderlosen Frauen anpassen, ohne zu ber\u00fccksichtigen, dass sie Neudeutsch \u201eHumankapital\u201c nebenher gro\u00dfziehen, f\u00fcr das leider keine Zeit eingeplant ist im l\u00fcckenlosen Erwerbslebenslauf.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42,40],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11999"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11999"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11999\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12004,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11999\/revisions\/12004"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}