{"id":122,"date":"2008-02-08T09:03:17","date_gmt":"2008-02-08T08:03:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2008\/02\/08\/der-fahrradklau-geht-um\/"},"modified":"2008-09-06T16:06:52","modified_gmt":"2008-09-06T14:06:52","slug":"der-fahrradklau-geht-um","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2008\/02\/der-fahrradklau-geht-um\/","title":{"rendered":"Der Fahrradklau geht um!!!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/p1010015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-512\" title=\"p1010015\" src=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/p1010015-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a>Seit einiger Zeit sind unsere Fahrr\u00c3\u00a4der nicht mehr sicher. Sie verschwinden in regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178igen Abst\u00c3\u00a4nden wie von Geisterhand \u00c3\u00bcber Nacht aus unserem Vorgarten. Viele Jahre lang standen die R\u00c3\u00a4der aller Familienmitglieder v\u00c3\u00b6llig unbeachtet auf unserem Grundst\u00c3\u00bcck und auch davor, auf dem Gehweg. Unsere Kinder schlossen sie nie ab, auch auf intensivste Ermahnungen meines Mannes hin nicht. Aber trotz dieser Nachl\u00c3\u00a4ssigkeiten passierte nichts. Auch ich lie\u00c3\u0178 leichtsinnigerweise mein Rad sehr oft ungesichert \u00c3\u00bcber Nacht im Vorgarten herumstehen, denn irgendwie konnte ich sicher sein, das es niemanden gab, der sich ernstlich f\u00c3\u00bcr unsere  leicht ramponierten R\u00c3\u00a4der interessierte.<!--more--><br \/>\nDiese unbeschwerte Zeit scheint seit drei Jahren endg\u00c3\u00bcltig der Vergangenheit anzugeh\u00c3\u00b6ren, denn eines Nachts im Fr\u00c3\u00bchsommer verschwand mein ganz und gar unscheinbares aber noch relativ neues und teures Rad. Ich war so sicher, niemand k\u00c3\u00b6nne sich daf\u00c3\u00bcr interessieren, dass ich zun\u00c3\u00a4chst gar nicht bemerkte, dass es nicht mehr wie immer unter unserem Fliederbaum im Vorgarten stand. Als ich es endlich realisierte, war ich entsetzt und geschockt. Auch die f\u00c3\u00bcr die Versicherung notwendige Anzeige in der Polizeiwache unseres Viertels brachte nicht viel. Mein Rad war und blieb verschwunden.<br \/>\nEin Jahr sp\u00c3\u00a4ter verschwand dann \u00c3\u00bcber Mittag das ziemlich ramponierte Rad meines Sohns. Er hatte es nat\u00c3\u00bcrlich nie gesichert, zum Teil aus Faulheit, aber auch aus der Gewissheit heraus, dass ein altes vergammeltes Rad niemanden, mit wenigstens etwas Grips im Kopf, dazu verleitet, es zu stehlen. Von dem Tag an war alles auf den Kopf gestellt, nichts war mehr so, wie es war. Selbst die alte M\u00c3\u00b6hre meines Sohns, war  offensichtlich ein Objekt der Begierde!<br \/>\nWer konnte der Dieb sein? \u00c3\u0153ber die Tatsache hinaus, dass mein Sohn kein Fahrrad mehr hatte, entbehrte die Sache nicht einer gewissen Komik. Wer klaute im Ernst alte vergammelte Fahrr\u00c3\u00a4der?<br \/>\nMir fiel pl\u00c3\u00b6tzlich ein, dass mir meine beiden Kinder davon berichtet hatten, eine \u00c3\u00a4ltere Frau gesehen zu haben, die sich auf einem Fahrrad mit Anh\u00c3\u00a4nger fahrend,  sehr genau alle Vorg\u00c3\u00a4rten angesehen hatte. Nein, das konnte nicht sein, was hatte eine alte Frau, auch wenn sie nicht besonders sympathisch wirkte, mit gestohlenen R\u00c3\u00a4dern zu tun? Wie konnte das sein? Meine Kinder berichteten mir weiter, dass hinter dem H\u00c3\u00a4userblock, in dem diese Frau lebte, eine Menge alter Fahrr\u00c3\u00a4der herumstanden, Fahrr\u00c3\u00a4der, die anscheinend nie bewegt wurden. Ich fuhr langsam an diesem H\u00c3\u00a4userblock vorbei, sah mir den nicht vertrauenerweckend aussehenden, wie hingeworfen wirkenden Haufen von R\u00c3\u00a4dern an. Waren mein Rad und das meines Sohns darunter? Wenn ich es tats\u00c3\u00a4chlich geglaubt haben sollte, so wurde ich entt\u00c3\u00a4uscht. So einfach war es anscheinend nicht.<br \/>\nIch sah die alte Frau h\u00c3\u00a4ufiger und beobachtete sie misstrauisch. Einmal, als wir uns direkt begegneten, beobachtete ich, wie sie direkt vor mir stoppte, sich wegduckte und die Stra\u00c3\u0178e zur\u00c3\u00bccklief. Wie ich von meinem Sohn erfuhr, war sie die Gro\u00c3\u0178mutter einer Klassenkameradin und es schien unter den Jugendlichen allgemein bekannt zu sein, dass sie etwas mit gestohlenen Fahrr\u00c3\u00a4dern zu tun hatte, ja es wurden in der Schule nicht wenig Witze dar\u00c3\u00bcber gerissen.<br \/>\nIch fragte mich, wie es sein konnte, dass anscheinend so viele \u00c3\u00bcber die Aktivit\u00c3\u00a4ten dieser Frau Bescheid wussten, es aber hinnahmen. Niemand versuchte ihr das Handwerk zu legen, nicht einmal die Polizei. Als ich den Diebstahl des Rades meines Sohnes anzeigte, machte ich den Beamten auf die vielen gehorteten R\u00c3\u00a4der hinter dem H\u00c3\u00a4userblock und auf die alte Frau, die fahrradfahrend die Gegend  sondierte, aufmerksam. Entschuldigend und resigniert l\u00c3\u00a4chelnd  antwortete er lapidar, die bewusste Person sei bekannt und w\u00c3\u00bcrde beobachtet. Na, toll und was brachte uns das? Die Polizei beobachtet also und inzwischen klaut die Alte lustig weiter\u00e2\u20ac\u00a6 Aber unsere neuen R\u00c3\u00a4der nicht mehr, wenn ich es verhindern kann, ich werde es ihr so schwer wie nur irgend m\u00c3\u00b6glich machen. Mein Rad lasse ich nur noch mehrfach verbarrikadiert herumstehen und die meiner Kinder \u00c3\u00bcbernachten wie Siamesische Zwillinge zusammengeschlossen und festgezurrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit sind unsere Fahrr\u00c3\u00a4der nicht mehr sicher. Sie verschwinden in regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178igen Abst\u00c3\u00a4nden wie von Geisterhand \u00c3\u00bcber Nacht aus unserem Vorgarten. Viele Jahre lang standen die R\u00c3\u00a4der aller Familienmitglieder v\u00c3\u00b6llig unbeachtet auf unserem Grundst\u00c3\u00bcck und auch davor, auf dem Gehweg. Unsere Kinder schlossen sie nie ab, auch auf intensivste Ermahnungen meines Mannes hin nicht. Aber trotz dieser Nachl\u00c3\u00a4ssigkeiten passierte nichts. Auch ich lie\u00c3\u0178 leichtsinnigerweise mein Rad sehr oft ungesichert \u00c3\u00bcber Nacht im Vorgarten herumstehen, denn irgendwie konnte ich sicher sein, das es niemanden gab, der sich ernstlich f\u00c3\u00bcr unsere leicht ramponierten R\u00c3\u00a4der interessierte.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=122"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":511,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122\/revisions\/511"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}