{"id":1336,"date":"2009-02-28T06:33:59","date_gmt":"2009-02-28T05:33:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=1336"},"modified":"2009-03-07T05:50:27","modified_gmt":"2009-03-07T04:50:27","slug":"wolle-nichts-als-wolle-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2009\/02\/wolle-nichts-als-wolle-2\/","title":{"rendered":"Wolle, nichts als Wolle!!!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1343\" title=\"p1010023\" src=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/p1010023.jpg\" alt=\"p1010023\" width=\"461\" height=\"346\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p>Es gab Zeiten, da konnte ich, wenn ich  dieser bunten und flauschigen Kn\u00c3\u00a4ule angesichtig wurde, nicht widerstehen. Ich musste sie einfach haben. Seinerzeit allerdings strickte fast jeder. Conny, eine ehemalige Schulkameradin strickte sogar in aller Seelenruhe w\u00c3\u00a4hrend des Schulunterrichts. <!--more-->Wie sie es packte sich auf beides zugleich, auf die Lehrer bzw. den Schulstoff und gleichzeitig auf ihr Strickzeug zu konzentrieren ist mir heute noch schleierhaft. Irgendwie bekam seinerzeit Ende der Siebziger niemand einen Verweis daf\u00c3\u00bcr im Unterricht gelegentlich etwas unkonzentriert zu sein, denn Stricken war in, megain w\u00c3\u00bcrde  man heute sagen. Wie gesagt jeder strickte und trug selbstverst\u00c3\u00a4ndlich auch sein Selbstgestricktes. Wolll\u00c3\u00a4den, die das Material dazu lieferten gaben es in rauen Mengen und das Angebot an Wollen und Garnen geradezu paradiesisch.<br \/>\nEnde der Neunziger verschwand der Wollboom irgendwie von heute auf Morgen. Die Wollgesch\u00c3\u00a4fte machten nach und nach Pleite. Niemand wollte anscheinend mehr kreativ sein und Selbstgemachtes tragen. Stricken hatte mit einmal den Anschein des Spie\u00c3\u0178igen. Nat\u00c3\u00bcrlich gab es noch  ein paar Hartn\u00c3\u00a4ckige, also Frauen, die sich auch vom schrumpfenden Wollangebot nicht irritieren lie\u00c3\u0178en und trotz allem weiter nadelten. Dazu geh\u00c3\u00b6rte auch ich. Ich hatte mir ja im Lauf der Jahre einen Bestand an Strickmaterial zugelegt von dem ich zehren konnte. Dummerweise  weigerten sich meine Kinder, inzwischen Teenager pl\u00c3\u00b6tzlich Selbstgestricktes zu tragen, denn das war ja inzwischen megaout und selbstverst\u00c3\u00a4ndlich l\u00c3\u00a4ngst bei den Kids angekommen. Vor allem mein Sohn glaubte,  das sei so was von unm\u00c3\u00b6glich mit solch einem Teil in der Schule zu erscheinen\u00e2\u20ac\u00a6<br \/>\nAlso blieb ich allein \u00c3\u00bcbrig, als letzter Mohikaner sozusagen, mit einem Arsenal an Wollbest\u00c3\u00a4nden, hatte au\u00c3\u0178er mir selbst und meinem Mann niemanden f\u00c3\u00bcr den ich noch stricken konnte. Mich in Form von Wolle auszutoben wurde radikal gebremst.<br \/>\nUnd da es etwas \u00c3\u00b6de ist auf die Dauer nur f\u00c3\u00bcr sich selbst Pullover zu stricken lie\u00c3\u0178 auch ich es irgendwann sein.<br \/>\nMeine Restebest\u00c3\u00a4nde verkaufte ich per Internet, einiges sogar nach Kanada, denn dort scheint Stricken nach wie vor nichts von seiner Popularit\u00c3\u00a4t eingeb\u00c3\u00bc\u00c3\u0178t zu haben.<br \/>\nInzwischen allerdings scheint es auch bei uns in punkto Wolle wieder aufw\u00c3\u00a4rts zu gehen. Ist mir jedenfalls zu Ohren gekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab Zeiten, da konnte ich, wenn ich dieser bunten und flauschigen Kn\u00c3\u00a4ule angesichtig wurde, nicht widerstehen. Ich musste sie einfach haben. Seinerzeit allerdings strickte fast jeder. 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