{"id":14429,"date":"2014-09-16T05:28:04","date_gmt":"2014-09-16T03:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=14429"},"modified":"2014-09-16T07:46:51","modified_gmt":"2014-09-16T05:46:51","slug":"armut-ist-weiblich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2014\/09\/armut-ist-weiblich\/","title":{"rendered":"Armut ist weiblich"},"content":{"rendered":"<h2>Ein Artikel der Netzfrauen:\u00a0 \u00a9 Doro Schreier<\/h2>\n<h1>Frauenarmut \u2013 Wir tr\u00e4umten vom Leben, aber nicht in Armut<\/h1>\n<figure id=\"attachment_18332\" aria-describedby=\"caption-attachment-18332\" style=\"width: 276px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18332\" src=\"http:\/\/netzfrauen.org\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Netzfrauen-Armut1-225x300.jpg\" alt=\"Netzfrauen -Armut\" width=\"276\" height=\"323\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18332\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Netzfrauen.de<\/figcaption><\/figure>\n<p>Netzfrauen -ArmutArmut in Deutschland ist ein Thema, das viele nicht wahrhaben wollen. Aber auch bei uns klafft die Schere zwischen denen, die viel Geld besitzen und denen, die gar keines haben, immer weiter auseinander.<\/p>\n<p>Gerade Frauen sind immer \u00f6fter von Armut betroffen. Sie versorgen den Haushalt, k\u00fcmmern sich um Kinder, Kranke und Alte und bekommen daf\u00fcr kein Geld. Sie haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, und wenn sie eine Stelle bekommen, verdienen sie trotz gleicher Qualifikation immer noch wenigerals M\u00e4nner.<!--more--><\/p>\n<h2>Armut ist weiblich<\/h2>\n<h3>Einige Beispiele:<\/h3>\n<ul>\n<li>Weiblich, jung, alleinerziehend mit kleinem Kind, das ist die Armutsfalle, in der viele Frauen sitzen. Woher sollen diese Frauen noch Geld f\u00fcr eine sogenannte Altersvorsorge nehmen, wenn das Geld nicht einmal f\u00fcr die allt\u00e4glichen Belange reicht.<\/li>\n<li>Frauen, die nach einer langj\u00e4hrigen Ehe geschieden werden, k\u00e4mpfen mit gro\u00dfen finanziellen Problemen. Den Job haben sie f\u00fcr die Familie aufgegeben, allenfalls sp\u00e4ter einen Teilzeitjob angenommen. In die Rentenkasse haben sie deshalb kaum eingezahlt. W\u00e4hrend der Lohnunterschied zwischen M\u00e4nnern und Frauen 23 Prozent betr\u00e4gt, ist die Einkommensdifferenz zwischen Rentnerinnen und Rentnern noch gr\u00f6\u00dfer: Frauen haben im Alter im Durchschnitt 59,6 Prozent weniger als M\u00e4nner.<\/li>\n<li>Wenn der Hauptverdiener pl\u00f6tzlich stirbt, erhalten die Frauen nur noch 55 Prozent der Versichertenrente, auf die der verstorbene Ehepartner Anspruch gehabt h\u00e4tte. Die Ausgaben bleiben die gleichen, viele Frauen stehen pl\u00f6tzlich mit ihren Kindern vor dem Nichts und geraten so unverschuldet in die Armut. Ausgaben m\u00fcssen dann \u00fcberdacht, gestrafft und gestrichen werden. Die durchschnittlichen Witwen-Renten liegen bei 547 Euro (West) und 572 Euro (Ost).<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Vielen Witwen droht Armut<\/h2>\n<p>Gl\u00fcckliche gemeinsame Jahre: Er ging arbeiten, sie k\u00fcmmerte sich um die gemeinsamen Kinder: Sie freuten sich, die harten gemeinsamen Jahre geschafft zu haben und auch die beginnende Rentenzeit wussten sie zu genie\u00dfen. Dann wurde er krank und die Medikamente fra\u00dfen das Ersparte auf. Pflegegeld sollten sie bekommen, doch die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden waren hoch und es dauerte, bis endlich die Pflegestufe 1 und sp\u00e4ter die Pflegestufe 2 genehmigt wurden. Kurz darauf verstarb er.<\/p>\n<p>Nun sitzt sie in einer Wohnung, in der sie 40 Jahre gelebt hat und muss ausziehen, weil sie nur noch 60% der Rente bekommt. Wie in dem obigen Fall der jungen Familie, wo der Hauptverdiener pl\u00f6tzlich starb, bleiben die meisten Ausgaben gleich, man muss ja schlie\u00dflich essen, Energie, Miete und andere Abgaben wollen bestritten werden. Es kommt zur Trauer noch der Umzug in eine v\u00f6llig neue Umgebung dazu.<\/p>\n<p>Beispiele, die zeigen, wie Frauen in eine Armut geraten k\u00f6nnen. Die Frage die sich uns seit Jahren stellt: Wieso bekommen Frauen nur 55% der Rente? Haben Sie nicht auch gearbeitet, wenn auch \u201enur\u201c sich um die Kinder gek\u00fcmmert und daf\u00fcr gesorgt, dass der Hauptverdiener seinen Job machen konnte?<\/p>\n<h2>Die Armutsgrenze liegt bei 900 Euro<\/h2>\n<p>In den Medien lesen wir schon seit Jahren, dass eine erhebliche Zunahme an armen Alten, insbesondere Frauen, verursacht durch Demografie, Minijobs, Teilzeit, Erziehungs- und Pflegezeiten erwartet wird. Doch warum keine Ursachenbek\u00e4mpfung? Klingt ja alles toll, wenn die Regierung die M\u00fctterrente beschlie\u00dfen, oder neue Betreuungspl\u00e4tze f\u00fcr die Kinder einrichten will. Wollen, ja das mag sein, aber eine Schnecke ist schneller als die Regierungen. Tatsachen schaffen, Ursachen auf den Grund gehen \u2013 da f\u00e4ngt man mit an und diese dann beheben, aber nicht wie bei einer kaputten Landstra\u00dfe nur die kleinen L\u00f6cher flicken. Merkt ja keiner, dass diese Stra\u00dfe marode ist, wenn schnell mal etwas Teer drauf gekippt wird.<\/p>\n<p>Wir haben Ihnen einige Beispiel genannt und ja wir sind immer noch im \u201ereichen\u201d Deutschland, die mit der \u201eschwarzen\u201d Null. Hier nun einige Zahlen, um sich selber ein Bild von der Situation machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Statistiken zu Frauen in Deutschland<\/h2>\n<blockquote><p>In Deutschland leben rund 41 Millionen Frauen, rund zwei Millionen mehr als M\u00e4nner. Die Lebenserwartung der Frauen in Deutschland betr\u00e4gt 83,2 Jahre. Im Alter von rund 31 Jahren heiraten die deutschen Frauen im Durchschnitt und bringen 1,38 Kinder in ihrem Leben zur Welt, womit Deutschland im Vergleich der Fertilit\u00e4tsraten in Europa einen der hinteren Pl\u00e4tze belegt.<\/p>\n<p>Im Jahr 2011 gab es in Deutschland 52 M\u00fctter, die bei der Geburt ihres Kindes j\u00fcnger als 15 Jahre waren. Im Alter von 31 Jahren bringen die meisten Frauen ihr Kind zur Welt. Familie, Partnerschaft und Sicherheit sind f\u00fcr die Frauen in Deutschland die wichtigsten Aspekte im Leben.<\/p>\n<p>Lediglich f\u00fcr rund 30 Prozent der Frauen geh\u00f6rt Erfolg im Beruf zu den wichtigsten Lebensaspekten. Im Jahr 2011 waren rund 13 Millionen Frauen in Deutschland sozialversicherungspflichtig besch\u00e4ftigt. Rund acht Millionen in Vollzeit und f\u00fcnf Millionen in Teilzeit. Die Arbeitslosenquote unter Frauen belief sich im Jahr 2012 auf 6,8 Prozent.<\/p>\n<p>Der Verdienstabstand (Gender Pay Gap) zwischen Frauen und M\u00e4nnern lag im Jahr 2013 in Deutschland bei 22 Prozent. Dieser Wert hat sich seit den 90er Jahren kaum ver\u00e4ndert. <a href=\"http:\/\/de.statista.com\/themen\/1775\/frauen-in-deutschland\/\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Deutschland ist nicht nur <a href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/2014\/06\/19\/exportweltmeister-deutschland-dank-ruestungsexporten\/\" target=\"_blank\">Exportweltmeister dank R\u00fcstungsexporten<\/a> oder <a href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/2013\/09\/16\/deutschland-weltmeister-im-lohndumping\/\" target=\"_blank\">Weltmeister im Lohndumping<\/a>, nein auch bei den Lohnunterschieden zwischen Mann und Frau in der EU. Hier lag 2011 der <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/justice\/gender-equality\/gender-pay-gap\/situation-europe\/index_de.htm\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ische Durchschnitt<\/a> bei 16,2%<\/p>\n<p>Was haben Frauen in 25 Jahren erreicht? Nichts!!! Da wird Jahr f\u00fcr Jahr gefordert, Frauen m\u00f6gen das gleiche Gehalt bekommen und immer noch klafft ein Lohnunterschied von 22%. Seit 2008 gibt es sogar einen eigens daf\u00fcr eingerichteten Tag, den Equal Pay Day. Das ist der internationale Aktionstag f\u00fcr die Entgeltgleichheit zwischen M\u00e4nnern und Frauen, auf Initiative der <a href=\"http:\/\/www.bpw-germany.de\/\" target=\"_blank\">Business and Professional Women (BPW) Germany<\/a>. Entstanden ist der \u201eTag f\u00fcr gleiche Bezahlung\u201c in den USA. Initiatorinnen waren die amerikanischen Business and Professional Women (<a href=\"http:\/\/www.bpwfoundation.org\/i4a\/pages\/index.cfm?pageid=5172\" target=\"_blank\">BPW\/USA<\/a>), die 1988 die \u201eRed Purse Campaign\u201c ins Leben riefen, um auf die bestehende Lohnkluft hinzuweisen.<\/p>\n<h2>Armut ist weiblich<\/h2>\n<p>In Deutschland ist das Armutsrisiko bei Alleinerziehenden besonders hoch, denn ca. 40 % aller Alleinerziehenden (neun von zehn sind dabei Frauen) beziehen Hartz IV.<\/p>\n<p>Minijobs, tolle Erfindung, denn seitdem werden alte B\u00e4ckereien gegen Backdiscounter ausgetauscht. Wer braucht denn noch B\u00e4cker, wenn man alles maschinell haben kann. Um den Geschmack k\u00fcmmern sich nun sogenannte Zusatzstoffe. Minijobs, supertoll in der Pflege. Gerade auch in Pflege- aber auch in Altersheimen hat man dies schnell erkannt \u2013 supertoll f\u00fcr die Margen. Man nehme eine Vollzeitkraft, die \u00fcber die Qualifikation verf\u00fcgt, um z.B: Medikamente verabreichen zu d\u00fcrfen, und f\u00fcr die anderen Arbeiten gibt es die billigen Minijobber. Gern auch ungelernte Hilfskr\u00e4fte, die sich dann im \u201eSchnellverfahren\u201d um die jeweiligen \u201eBewohnerInnen\u201d k\u00fcmmern. Zeit ist Geld f\u00fcr die jeweiligen Einrichtungen, aber nicht f\u00fcr die, die diese Minijobs inne haben. Schnell kommt das schlechte Gewissen, welches ja mit eingeplant wurde, und schon machen die Minijobber ihre \u00dcberstunden, die sie eh nie wieder abbummeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gerade die \u00c4lteren unter den Minijobbern haben ja Zeit und kein Geld. Also machen sie das, was von ihnen erwartet wird. Sie sind pflichtbewusst, freuen sich \u00fcber ihre 450 Euro am Monatsende und dar\u00fcber, dass sie \u00fcberhaupt einen Job haben.<\/p>\n<p>Dann die Discounter, Aldi, Lidl und wie sie alle hei\u00dfen. Auch hier das Rezept: Man nehme eine Vollzeitkraft, die sich dann LeiterIn nennen darf, alle Verantwortung tr\u00e4gt und f\u00fcr diesen Titel \u201eFilialleiterIn, auch gern mal 12 Stunden pro Tag arbeiten darf. Dem Filialleiter werden dann Minijobber unterstellt, die dann nur noch an der Kasse die Ware am Scanner vorbeiziehen lassen m\u00fcssen. Manchmal braucht man mehr Personal, das nat\u00fcrlich wenn die Non-Food-Produkte in gro\u00dfen Anzeigenbl\u00e4ttern beworben an solchen Tagen wie Montag oder Donnerstag den Laden f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Supertolle Idee, alle sind gl\u00fccklich. Besonders die Arbeitgeber, denn es gibt keine l\u00e4stigen Gesetze mit den K\u00fcndigungsfristen, Personalkosten werden gespart und das Aldi-Lidle -Prinzip ist in jeder Branche anwendbar. Minimaler Aufwand \u2013 hoher Ertrag. Zu den \u00dcberstunden hier ein Schaubild:<\/p>\n<figure style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.lohn-info.de\/impuls_grafik_2012_17_5a_rdax_600x400.jpg\" alt=\"Atypische Besch\u00e4ftigung - Lange arbeiten f\u00fcr wenig Geld\" width=\"600\" height=\"400\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Netzfrauen.de<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Atypische Besch\u00e4ftigung &#8211; Lange arbeiten f\u00fcr wenig Geld<\/h2>\n<p>Mit einem Anteil von 61,7 % werden Minijobs mehrheitlich von Frauen ausge\u00fcbt \u2013 5,18 Millionen. Nun zum Mindestlohn, dem Stundenlohn von 8,50 Euro in den westdeutschen Bundesl\u00e4ndern und Berlin sowie von 7,50 Euro in Ostdeutschland. Da fragen wir uns, wie kommt diese Differenz von 1 Euro zustande, sind die Abgaben dort weitaus geringer?<\/p>\n<p>Nehmen wir 8,50 Euro Mindestlohn, ein super Erfolg, oder? Nur wenn \u00fcber 60% \u00dcberstunden machen, dann verringert sich der durchschnittliche Stundenlohn automatisch. Eine ganz einfache Rechenaufgabe,die jeder l\u00f6sen k\u00f6nnen sollte. Dann kommt noch hinzu, dass Pausen nicht mehr bezahlt werden. Es gilt nur noch die Nettoarbeitszeit.<\/p>\n<p>Hier das Beispiel bildlich gesehen: Es kommt auf die Verpackung an! Die Menschen haben sich schon so sehr an die gl\u00e4nzenden Verpackungen gew\u00f6hnt, dass sie nur noch das \u201eGl\u00e4nzende\u201d sehen, aber nicht mehr auf den Inhalt achten. Dies ist nicht nur bei den Minijobbern der Fall, sondern verbreitet sich wie ein Virus in allen Schichten und Branchen. Das beste ist immer noch die Zeiterfassung, bitte tragen Sie sich aus, wenn Sie eine Pause machen. Bei nicht einhalten, erfolgt eine Abmahnung und bei mehreren Verst\u00f6\u00dfen die K\u00fcndigung.<\/p>\n<p>Zweitgr\u00f6\u00dfter Arbeitgeber in Deutschland ist \u00fcbrigens die Kirche, \u00fcber 1 Millionen Menschen arbeiten dort. Eine gro\u00dfe Lobby, von der man doch sicherlich erwarten k\u00f6nnte, dass die diesem Spuk ein Ende setzen w\u00fcrde. Doch christliche Gro\u00dfherzigkeit sollten Sie von diesem Arbeitgeber nicht erwarten.<\/p>\n<p>Alle schimpfen \u00fcber Konzerne und ihre Machenschaften, doch auch die Kirche ist zu einem Konzern verkommen. W\u00e4ren die Kirchen Konzerne, z\u00e4hlten sie wohl zu den gr\u00f6\u00dften Unternehmen des Landes. Die Kirche ist mit der Gr\u00f6\u00dfe des Volkswagenkonzerns zu vergleichen. Nur ist die Kirche unabh\u00e4ngiger von der Konjunktur, die \u201eSch\u00e4fchen\u201c gehen nie aus.<\/p>\n<h2>INFOBOX<\/h2>\n<figure id=\"attachment_18333\" aria-describedby=\"caption-attachment-18333\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18333 size-medium\" src=\"http:\/\/netzfrauen.org\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/ADAC-300x193.jpg\" alt=\"ADAC\" width=\"300\" height=\"193\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18333\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Netzfrauen.de<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote><p>Ist wie mit dem ADAC, 2012 war f\u00fcr den ADAC ein sehr erfolgreiches Gesch\u00e4ftsjahr. Daf\u00fcr sorgte vor allem die positive Entwicklung des Mitgliederbestands, der sich um mehr als 556.000 auf 18,42 Millionen erh\u00f6hte \u2013 ein Plus gegen\u00fcber 2011 von rund 3,1 Prozent. Die Gesamtertr\u00e4ge des ADAC e.V. stiegen durch den Mitgliederzuwachs um 33,8 Millionen Euro auf 911,5 Millionen Euro. Der Jahres\u00fcberschuss des ADAC e.V. lag bei 25,0 Millionen Euro (Vorjahr 23,4 Millionen Euro). Die in der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH zusammengefassten Tochtergesellschaften erzielten Gesamtertr\u00e4ge von 1,03 Milliarden Euro (plus 56,0 Millionen Euro). Der Gewinn lag bei 84,9 Millionen Euro (plus 13,8 Millionen Euro). Erfreulich entwickelten sich vor allem die Produkte und Leistungen der kommerziellen ADAC Tochtergesellschaften. So wuchs der Gesch\u00e4ftsbereich Versicherungen, Finanzdienstleistungen und Autovermietung erneut kr\u00e4ftig. In nahezu allen Sparten erh\u00f6hten sich Bestand, Pr\u00e4mieneinnahmen und Ergebnisse. Besonders gefragt waren Autokredite, Unfallschutz sowie einmal mehr die Reiseversicherungen. Der ADAC Auslands-Krankenschutz \u00fcberschritt erstmals die F\u00fcnf-Millionen-Bestandsgrenze.<\/p><\/blockquote>\n<p>Warum haben wir den ADAC genannt? Anhand des \u201egefallenen gelben Engels\u201d k\u00f6nnen Sie erkennen, alles hat seinen Preis. Es gibt nichts umsonst und so ist es auch bei den Minijobbern. Irgendjemand hat eine Idee, wie man Ihnen etwas als GUT und UNERL\u00c4SSLICH verkaufen kann und will dabei nur eines: Das ALDI-LIDL-PRINZIP \u2013 Minimaler Aufwand, gro\u00dfer Ertrag.<\/p>\n<p>Wer an Gott glaubt, sollte dieses gern weiter tun, denn Hoffnung braucht der Mensch. Und viele suchen diese im Gebet. Jedoch bedenken Sie, das Bodenpersonal hat l\u00e4ngst die Dollarzeichen in den Augen und Sie als \u201eKunden\u201d f\u00fcr sich entdeckt.<\/p>\n<p>Dazu eine Geschichte aus dem Weinberg, nicht dass wir nun in christlicher Mission unterwegs sind, aber wir erkl\u00e4ren Ihnen das an einem Gleichnis. Diesmal in moderner Fassung eines der heutzutage bekanntesten biblischen Gleichnisse \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Ein Weinbergsbesitzer stellt fest, dass es an der Zeit ist, die Weinernte einzufahren. Er gibt im Internet ein Stellenangebot auf und wartet, was da kommt. Viele Frauen melden sich daraufhin, denn sie sehen f\u00fcr sich eine Chance etwas Zubrot zu verdienen und auch mit dem versprochenen Stundenlohn 4 Euro geben Sie sich zufrieden.<\/p>\n<p>Im Laufe der Weinlese stellt der Weinbergsbesitzer fest, dass die Anzahl der Frauen nicht ausreicht und geht zu einer Zeitarbeitsfirma. Diese Adresse hat er vom Jobcenter erhalten und dort heuert er noch mal weitere Frauen an. Da der Weinbergsbesitzer in Not war und die Zeit davon lief war er bereit mehr zu zahlen als den vereinbarten Mindestlohn. Am Ende der Erntezeit bezahlte der Besitzer den Lohn aus, entlohnte jedoch zuerst die zuletzt Gekommenen, die zum Schluss die Arbeiten verrichtet hatten. Allen bezahlte er den gleichen Betrag, da ja mehr Stundenlohn weniger Arbeitszeit bedeutete.<\/p>\n<p>Als die Arbeiterinnen, die \u00fcber die Stellenanzeige gekommen waren, das sahen, entr\u00fcsten sie sich dar\u00fcber, dass sie nicht mehr Lohn bek\u00e4men als die, die nur kurz gearbeitet hatten und nicht die Last der ganzen Ernte getragen h\u00e4tten. Der Weinbergsbesitzer entgegnet aber, dass jeder das Vereinbarte erhalte und niemandem Unrecht getan wurde. Alle h\u00e4tten das bekommen, was vertraglich abgemacht worden sei. Die \u00fcber die Stellenanzeige gekommen waren, hatten zugestimmt f\u00fcr 4 Euro zu arbeiten.<\/p>\n<p>Dieses Gleichnis bedeutet nichts anderes als: Wenn Sie selber zustimmen, f\u00fcr 4 Euro zu arbeiten, dann d\u00fcrfen Sie sich nicht beklagen, denn es war Ihnen freigestellt, diese Stelle anzunehmen oder nicht.<\/p>\n<h3>Ein weiteres Beispiel:<\/h3>\n<p>Eine Frau arbeitete bereits seit 20 Jahren f\u00fcr eine Familie und machte dort den Haushalt als \u201eMinijobberin\u201d. Nach mehr Lohn hatte sie nie gefragt. Sie machte ihre Arbeit gern und so vergingen auch die Jahre. Bis die Familie sich entschied einen zus\u00e4tzlichen G\u00e4rtner einzustellen, ein Rentner sollte nun den Garten pflegen. Eines Tages stellte die Frau fest, dass der G\u00e4rtner pro Stunde bereits 10 \u20ac erhielt. Die Frau rechnete nach und ging zu der Familie und sagte, dass sie nun alt geworden sei und sich \u00fcberlegte, k\u00fcrzer zu treten, es bliebe der Familie offen, sich eine andere Haushaltskraft zu suchen. Die Familie sch\u00e4tzte die Arbeit der Frau sehr, und nach all den Jahren war sie sowas wie ein Teil der Familie geworden. Also stimmten sie der Arbeitszeitverk\u00fcrzung zu. Daraufhin die Frau: \u201eWenn ich nun weniger arbeitet, noch eine Bitte: Der G\u00e4rtner arbeitet weniger Stunden, bekommt aber 10 Euro die Stunde.\u201c Sie w\u00e4re bereit, weiterhin zu arbeiten, weniger aber daf\u00fcr auch f\u00fcr die 10 Euro, denn so w\u00fcrde sie trotzdem die 450 Euro Grenze nicht \u00fcberschreiten. Genau so kam es und alle waren zufrieden.<\/p>\n<p>H\u00e4tte diese Frau nie gefragt, es w\u00e4re keiner auf die Idee gekommen, auch mal an eine Lohnerh\u00f6hung zu denken. Wer nichts fordert, bekommt auch nichts.<\/p>\n<h2>INFOBOX<\/h2>\n<blockquote><p>23,8 Prozent aller Rentnerinnen haben 2011 Renten von weniger als 250 Euro monatlich erhalten, das sind rund 3,36 Millionen Frauen. Der Anteil der Bezieherinnen von Renten zwischen 250 und 450 Euro lag bei 18,7 Prozent (1,85 Millionen Frauen), der Anteil der Bezieherinnen von Renten zwischen 450 und 650 Euro bei 20,8 Prozent (2,06 Millionen Frauen). Etwa jede f\u00fcnfte Rentnerin (20,6 Prozent) erhielt eine Rente zwischen 650 und 850 Euro (2,04 Millionen Frauen). <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2012\/41977902_kw50_sp_armut_frauen\/210218\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p><\/blockquote>\n<h2>M\u00fctterrente: Ab Juli 2014 mehr Rente f\u00fcr \u00e4ltere Frauen<\/h2>\n<p>Achja, M\u00fctter bekommen mehr Rente.<\/p>\n<p>Zum 1. Juli 2014 wurden die Renten von rund 20 Millionen Rentnern und Rentnerinnen angehoben \u2013 im Osten um 2,53 Prozent, im Westen um 1,67 Prozent. Und f\u00fcr die mehr als neun Millionen M\u00fctter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden und die bereits jetzt Rente beziehen, ist dies gleich ein doppelter Grund zur Freude. Denn sie werden durch die Rentenerh\u00f6hung auch mehr M\u00fctterrente erhalten. Die Rentenerh\u00f6hung f\u00fcr \u00e4ltere M\u00fctter betr\u00e4gt bis zu 28 Euro mehr Rente pro Monat und Kind. Mit der M\u00fctterrente soll die Kindererziehung \u00e4lterer M\u00fctter bei der Rente besser anerkannt werden.<br \/>\nGeschenke von der Regierung?<\/p>\n<figure id=\"attachment_18334\" aria-describedby=\"caption-attachment-18334\" style=\"width: 237px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18334 size-medium\" src=\"http:\/\/netzfrauen.org\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Frauenarmut-237x300.jpg\" alt=\"Frauenarmut\" width=\"237\" height=\"300\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18334\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Netzfrauen.de<\/figcaption><\/figure>\n<p>Viele M\u00fctter werden leer ausgehen. Dazu z\u00e4hlen etwa Frauen, die auf die Grundsicherung im Alter angewiesen sind oder w\u00e4hrend der Kindererziehungszeit erwerbst\u00e4tig waren. Bei der Grundsicherung wird beispielsweise die M\u00fctterrente einfach verrechnet. Auch f\u00fcr Bezieherinnen der Witwenrente kann der Zuschlag zum Nachteil werden, \u201efalls dadurch die geltende Freigrenze \u00fcberschritten wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Zahl der Rentner, die Grundsicherung im Alter erhalten, ist so hoch wie nie zuvor. Frauen sind auch hier weit st\u00e4rker betroffen als M\u00e4nner.<\/p>\n<h2>Ein trauriges Beispiel von unverschuldeter Armut hier in Deutschland<\/h2>\n<p>Wir nennen sie Irmgard, ihr Antrag auf Erwerbsunf\u00e4higkeitsrente scheiterte: 32 Arbeitstage fehlten, um einen Anspruch geltend machen zu k\u00f6nnen. Also lebte sie erst von Sozialhilfe, sp\u00e4ter von Hartz IV. Die Konsequenzen waren bitter. \u00bbIch musste alles aufgeben.\u00ab Ihr sch\u00f6nes Zuhause, weil sie in eine 52 Quadratmeter kleine GWG-Wohnung ziehen musste, aber auch die ohnehin schon geringen Anspr\u00fcche ans Leben. Kleidung kauft sie nur noch in Second-Hand-L\u00e4den, Lebensmittel beim Billig-Discounter. \u00bbFleisch habe ich seit Jahren nicht mehr gegessen, das ist einfach zu teuer.\u00ab Selbst Busfahrten in die Stadt kann sie sich kaum leisten. Auch keine Anrufe zum 40 Kilometer entfernt wohnenden Sohn oder der besten Freundin, geschweige denn eine Zugfahrt dorthin. Doch das Allerschlimmste ist f\u00fcr Irmgard: ihre durch Armut entstandene Einsamkeit.<\/p>\n<p>Das Beispiel \u201eIrmgard\u201d zeigt, Frauenarmut ist gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p>Wir haben Ihnen nun aufgezeigt, dass wir aus diesem Schlammassel nicht wieder rauskommen. Egal was uns versprochen wird, es bleibt wie es ist, und dies seit Jahrzehnten. Die aktuellen Geschehnisse auf der Welt, ob nun Ukraine, IS in Irak und Syrien, oder die Nahrungsmittel, die uns von den Konzernen als gesund und schmackhaft dargestellt werden, obwohl diese uns schon lange krank machen, bringen uns vor Sorgen um unseren Schlaf. Dazu die Angst, was aus uns wird, wenn wir alt sind. Die Pflegeheime verkommen zu einer Geisterbahn auf dem Jahrmarkt und die Altenheime rauben uns die Mitbestimmung \u00fcber unser eigenes Leben.<\/p>\n<p>Die Gesundheitsreformen, aber auch die Rentenreformen vergessen uns Frauen, oder verpacken es in kleinen glitzernden Geschenken, wo der Inhalt nicht einen Cent wert ist. Was uns gegeben wird, wird uns auf der anderen Seite wieder genommen. Stirbt der Partner, kommt zu der Trauer noch die Armut hinzu und arbeiten wir, zieht man es uns wieder von der Witwenrente ab. Wollen wir arbeiten, gibt es nur Minijobs, die es zuhauf gibt, die aber nicht die L\u00f6sung des Problems darstellen. Die Probleme bleiben die gleichen. Was also tun?<\/p>\n<h2>Frauenbewegung 2.0<\/h2>\n<p>W\u00e4re es nicht an der Zeit, dass wir Frauen endlich begreifen, dass abwarten nichts bringt? Wir m\u00fcssen unsere Rechte selber in die Hand zu nehmen, daf\u00fcr aufstehen und endlich fordern, was uns zusteht!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Artikel der Netzfrauen:\u00a0 \u00a9 Doro Schreier Frauenarmut \u2013 Wir tr\u00e4umten vom Leben, aber nicht in Armut Netzfrauen -ArmutArmut in Deutschland ist ein Thema, das viele nicht wahrhaben wollen. Aber auch bei uns klafft die Schere zwischen denen, die viel Geld besitzen und denen, die gar keines haben, immer weiter auseinander. Gerade Frauen sind immer \u00f6fter von Armut betroffen. Sie versorgen den Haushalt, k\u00fcmmern sich um Kinder, Kranke und Alte und bekommen daf\u00fcr kein Geld. Sie haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, und wenn sie eine Stelle bekommen, verdienen sie trotz gleicher Qualifikation immer noch wenigerals M\u00e4nner.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42,40],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14429"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14429"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14429\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14432,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14429\/revisions\/14432"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14429"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}