{"id":14741,"date":"2014-10-28T11:44:59","date_gmt":"2014-10-28T09:44:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=14741"},"modified":"2014-10-29T10:00:21","modified_gmt":"2014-10-29T08:00:21","slug":"wenn-der-boden-unter-dem-akw-stade-verstrahlt-ist-kann-man-davon-ausgehen-dass-auch-mehr-oder-weniger-weitraeumig-um-das-akw-herum-der-boden-kontaminiert-ist-wenn-man-nun-bedenkt-dass-sich-um-stad","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2014\/10\/wenn-der-boden-unter-dem-akw-stade-verstrahlt-ist-kann-man-davon-ausgehen-dass-auch-mehr-oder-weniger-weitraeumig-um-das-akw-herum-der-boden-kontaminiert-ist-wenn-man-nun-bedenkt-dass-sich-um-stad\/","title":{"rendered":"Wenn der Boden unter dem AKW Stade verstrahlt ist, kann man davon ausgehen, da\u00df auch mehr oder weniger weitr\u00e4umig um das AKW herum, der Boden kontaminiert ist. Wenn man nun bedenkt, da\u00df sich um Stade herum eines der gr\u00f6\u00dften Obstanbaugebiete Europas befindet, kann man sich ausrechnen, wie stark die Obstplantagen durch die Radioaktivit\u00e4t beeintr\u00e4chtigt sind! Dies allerdings kommt einer Katastrophe gleich, denn so wird kontaminiertes Obst \u00fcber ganz Deutschland verteilt!"},"content":{"rendered":"<h1>Ein Taz Artikel:<\/h1>\n<h1>Atomaufsicht au\u00dfer Kontrolle:<\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1>Niedersachsens Umweltministerium hat den Austritt von Radioaktivit\u00e4t aus dem Reaktor Stade verschwiegen. Der Abriss wird sich um Jahre verz\u00f6gern.<\/h1>\n<p><span class=\"body\"><a class=\"picture\" href=\"http:\/\/taz.de\/uploads\/images\/684x342\/cN1-Stade.jpg\" target=\"fullImage\" shape=\"rect\"><img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"http:\/\/taz.de\/uploads\/images\/624\/cN1-Stade.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"caption\">Als dieses Luftbild im Jahr 2000 vom AKW Stade gemacht wurde, war es noch am Netz. Heute ist es stillgelegt. \u00a0 <span class=\"credit\">Bild: dpa<\/span><\/p>\n<p class=\"article first odd\">HANNOVER<em> taz <\/em>| Der Abriss des nieders\u00e4chsischen Atomkraftwerks Stade wird mindestens drei bis vier Jahre l\u00e4nger dauern als bisher geplant. Grund daf\u00fcr sind erh\u00f6hte Strahlungswerte im Sockel des Reaktorgeb\u00e4udes.<\/p>\n<p class=\"article\">\u201eDer Bodenbereich ist fl\u00e4chendeckend kontaminiert\u201c, musste Werner Fieber einr\u00e4umen. Fieber ist Leiter des f\u00fcr die \u201eStilllegung kerntechnischer Anlagen\u201c und \u201enukleare Versorgung\u201c zust\u00e4ndigen Referats 42 des als Atomaufsicht fungierenden nieders\u00e4chsischen Umwelt- und Energieministeriums in Hannover. Im Beton seien Werte von bis zu 164.000 Becquerel pro Kilogramm gemessen worden. Zum Vergleich: Bei Lebensmitteln gilt ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm.<!--more--><\/p>\n<p class=\"article odd\">Strahlender M\u00fcll aus anderen Teilen des AKW Stade sorgt seit Jahren f\u00fcr Proteste \u2013 zuletzt in Sachsen: Nach heftigen Demonstrationen will der Betreiber der dortigen Deponie Grumbach statt 2.000 nur 700 Tonnen noch immer leicht strahlenden Materials aufnehmen, dass offiziell zu \u201eBauschutt\u201c erkl\u00e4rt wurde. Erst am Dienstag war ein erster Lastwagen mit dem AKW-Schutt aus Stade in Sachsen eingetroffen \u2013 und erst am sp\u00e4ten Dienstagnachmittag um 17.37 Uhr hatte das von Niedersachsens stellvertretendem Ministerpr\u00e4sidenten Stefan Wenzel (Gr\u00fcne) gef\u00fchrte Umweltministerium per Pressemitteilung \u00fcber die erh\u00f6hte Strahlenbelastung in Stade informiert.<\/p>\n<p class=\"article even\">In Hannover ist deshalb bereits vom unsch\u00f6nen Wort \u201eVertuschung\u201c die Rede: Schlie\u00dflich wusste Wenzels Atomabteilung nach eigener Aussage zumindest in groben Z\u00fcgen bereits seit Februar von der \u201eradioaktiv kontaminierten Kondensn\u00e4sse\u201c, die aus dem Prim\u00e4rwasserkreislauf des Atomkraftwerks ausgetreten sein soll. Au\u00dferdem hatte Minister Wenzel selbst die s\u00e4chsischen Proteste erst vor einer knappen Woche bei einer Pressekonferenz zum Thema gemacht. \u00dcber erh\u00f6hte Strahlungswerte im AKW Stade aber verlor der Gr\u00fcne kein einziges Wort.<\/p>\n<h6>Atomkraftgegner wenig \u00fcberrascht<\/h6>\n<div class=\"article rack no5\">\n<div id=\"\" class=\"first last odd sect sect_text \">\n<div class=\"secthead\">\n<h2><a name=\"So geht gr\u00fcne Transparenz\"><\/a>So geht gr\u00fcne Transparenz<\/h2>\n<\/div>\n<div class=\"sectbody\">\n<p><b>Februar 2014:<\/b> Eon teilt dem Umweltministerium mit, dass im Sockel des AKW Stade &#8220;radioaktiv kontaminierte Kondensn\u00e4sse&#8221; gefunden wurde. Die \u00d6ffentlichkeit wird nicht informiert.<\/p>\n<p><b>M\u00e4rz 2014:<\/b> Das Umweltministerium verhandelt \u00fcber die Lagerung von AKW-Schutt auf der s\u00e4chsischen Deponie Grumbach. \u00dcber die Verstrahlung in Stade erfahren die Sachsen nichts.<\/p>\n<p><b>3. September:<\/b> Umweltminister Stefan Wenzel informiert \u00fcber den AKW-M\u00fcll. Vom Radioaktivit\u00e4ts-Austritt sagt er nichts.<\/p>\n<p><b>9. September:<\/b> Die strahlenden Schutt-Transporte nach Sachsen rollen. Wenzels Ministerialbeamte reden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"article odd\">Die Atomaufsicht habe den eigenen Minister \u201enicht informiert\u201c, sagte Referatsleiter Fieber dazu vor der versammelten Landespressekonferenz \u2013 ein detailliertes Fachgespr\u00e4ch mit dem AKW-Betreiber Eon habe erst einen Tag nach Wenzels Pressekonferenz stattgefunden. Bereits im Juli auf Stand gebracht wurden dagegen die Atomaufsichtsbeh\u00f6rden der anderen Bundesl\u00e4nder. \u201eWenn das alles stimmt und der Minister nicht nur gesch\u00fctzt werden soll, hat der erkl\u00e4rte Atomkraftgegner Wenzel seine Atomaufsicht nicht im Griff\u201c, meinen dagegen Insider.<\/p>\n<p class=\"article even\">Denn bis heute bleibt unklar, wann die strahlende Fl\u00fcssigkeit den Prim\u00e4rkreislauf verlassen hat: Dass die Radioaktivit\u00e4t im Normalbetrieb entwichen sein k\u00f6nnte, schlie\u00dft Referatsleiter Fieber aus. Stattdessen sei ein Austritt \u201ebei Druckpr\u00fcfungen w\u00e4hrend der Revisionen\u201c wahrscheinlich. Betreiber Eon erkl\u00e4rt dagegen, dass \u201edie Kontaminationen im Leistungsbetrieb\u201c entstanden seien \u2013 der Reaktor war also nicht abgeschaltet.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Wenig \u00fcberrascht von dem Radioaktivit\u00e4tsaustritt geben sich Atomkraftgegner. \u201eIn Stade hat es immer wieder St\u00f6rf\u00e4lle gegeben, bei denen auch radioaktiver Dampf aus dem Prim\u00e4rkreislauf entwichen sein soll\u201c, sagt etwa der Vorsitzende des Umweltschutzverbandes BUND, Heiner Baumgarten, der in Stade lebt. \u201eAuch deshalb haben wir doch immer wieder vor dem AKW demonstriert.\u201c<\/p>\n<p class=\"article even\">Es sei \u201eunwahrscheinlich\u201c, dass diese St\u00f6rf\u00e4lle bei den Ministerialen in Wenzels Umweltministerium in Vergessenheit geraten seien, glaubt Baumgarten. Stattdessen m\u00fcssten die Pannen l\u00e4ngst Teil des R\u00fcckbaukonzepts f\u00fcr das AKW sein. \u201eDie bisherige Informationspolitik ist nicht ausreichend\u201c, findet der BUND-Chef. \u201eN\u00f6tig ist wirkliche Transparenz \u2013 sonst wird selbst der Abriss der Atomkraftwerke und die Lagerung des Atomm\u00fclls von Misstrauen gepr\u00e4gt sein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Taz Artikel: Atomaufsicht au\u00dfer Kontrolle: Niedersachsens Umweltministerium hat den Austritt von Radioaktivit\u00e4t aus dem Reaktor Stade verschwiegen. Der Abriss wird sich um Jahre verz\u00f6gern. Als dieses Luftbild im Jahr 2000 vom AKW Stade gemacht wurde, war es noch am Netz. Heute ist es stillgelegt. \u00a0 Bild: dpa HANNOVER taz | Der Abriss des nieders\u00e4chsischen Atomkraftwerks Stade wird mindestens drei bis vier Jahre l\u00e4nger dauern als bisher geplant. Grund daf\u00fcr sind erh\u00f6hte Strahlungswerte im Sockel des Reaktorgeb\u00e4udes. \u201eDer Bodenbereich ist fl\u00e4chendeckend kontaminiert\u201c, musste Werner Fieber einr\u00e4umen. Fieber ist Leiter des f\u00fcr die \u201eStilllegung kerntechnischer Anlagen\u201c und \u201enukleare Versorgung\u201c zust\u00e4ndigen Referats 42 des als Atomaufsicht fungierenden nieders\u00e4chsischen Umwelt- und Energieministeriums in Hannover. Im Beton seien Werte von bis zu 164.000 Becquerel pro Kilogramm gemessen worden. Zum Vergleich: Bei Lebensmitteln gilt ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42,40,51,64],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14741"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14741"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14741\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14754,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14741\/revisions\/14754"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}