{"id":15020,"date":"2014-12-30T10:08:41","date_gmt":"2014-12-30T08:08:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=15020"},"modified":"2015-01-04T08:29:28","modified_gmt":"2015-01-04T06:29:28","slug":"schwerer-verstoss-gegen-artenschutz-woelfin-erschossen-und-enthauptet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2014\/12\/schwerer-verstoss-gegen-artenschutz-woelfin-erschossen-und-enthauptet\/","title":{"rendered":"Schwerer Versto\u00df gegen Artenschutz &#8211; W\u00f6lfin erschossen und enthauptet"},"content":{"rendered":"<div id=\"contentheader\" class=\"\"><\/div>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"col1\">\n<article class=\"layoutarticlemodule\">\n<figure class=\"picture\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"542539615\" class=\"alignnone\" title=\"Ein Wolf im Wald (Quelle: dpa)\" src=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/content\/dam\/rbb\/rbb\/Bilder%20Infoportal-------\/2014\/2014_12\/wolf.jpg.jpg\/size=708x398.jpg\" alt=\"Ein Wolf im Wald (Quelle: dpa)\" width=\"421\" height=\"237\" \/><\/figure>\n<h3><span class=\"roofline\">\u00a0Ein rbb Panorama Bericht<br \/>\n<\/span><\/h3>\n<div class=\"shorttext\">\n<p>Es ist offenbar eine Hasstat: Eine W\u00f6lfin wird erschossen, gek\u00f6pft und ihr Sch\u00e4del als Troph\u00e4e mitgenommen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag fanden Ermittler einen derart entstellten Wolfskadaver an der Grenze zu Sachsen. Im Sommer hatte solch eine Tat schon einmal f\u00fcr Emp\u00f6rung gesorgt. Der Naturschutzbund Nabu sprach von einer Tat mit sehr hohem kriminellen Potential.<\/p>\n<p>Die erneute Enthauptung eines Wolfes in Brandenburg ist nach Einsch\u00e4tzung des<br \/>\nBrandenburger Naturschutzbundes Nabu ein Akt der Selbstjustiz.<\/p>\n<p>Der Leiter des Projektb\u00fcros \u201cWolf\u201c des Nabu sagte am Montag, die Tat sei nicht nur der Beleg eines sehr hohen kriminellen Potenzials, sondern auch ein Akt der Verzweiflung. Der T\u00e4ter sei offenbar nicht willens, sich an der \u00f6ffentlichen Diskussion \u00fcber die R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe zu beteiligten, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Unbekannte hatten eine junge W\u00f6lfin an der Landesgrenze zu Sachsen erschossen und ihren Kopf als Troph\u00e4e abgetrennt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Tier sei am Sonntag auf einem Feld bei Hirschfeld (Elbe-Elster) entdeckt, aber wohl bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p>Es handle sich um eine Straftat, die mit bis zu 50 000 Euro geahndet werden k\u00f6nne, erl\u00e4uterte ein Sprecher des Umweltministeriums. Das Landesumweltamt und die Kriminalpolizei ermitteln nun gemeinsam, wie es hie\u00df. Daf\u00fcr werde das Tier obduziert.<\/p>\n<p>Im August war bei Lieberose (Dahme-Spreewald) schon einmal ein Wolf erschossen worden. Auch damals hatten die bis heute nicht ermittelten T\u00e4ter den Kopf abgetrennt.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nNabu fordert Fachstelle f\u00fcr Wilderei-Straftaten<\/strong><\/p>\n<p>Die Tat hatte damals f\u00fcr Emp\u00f6rung gesorgt. Der Chef des Landesumweltamts Brandenburg, Matthias Freude, erkl\u00e4rte damals in Reaktion auf die Tat, dass eine derartige B\u00f6sartigkeit kein Weg sei, mit den Ver\u00e4nderungen umzugehen, die die Wiederansiedlung der W\u00f6lfe mit sich bringt. In vielen Gebieten Brandenburgs m\u00fcssten sich die Menschen darauf einstellen, mit dem Wolf zusammen zu leben.<\/p>\n<p>Vorhersagen, nach denen die W\u00f6lfe die Menschen und das menschliche Zusammenleben gef\u00e4hrdeten, seien Horrorszenarien ohne Grundlage. Die Population der W\u00f6lfe reguliere sich selbst, da m\u00fcsse man nicht schie\u00dfen: &#8220;Wir werden in Brandenburg niemals tausende von W\u00f6lfen haben. Die bilden Territorien und bei\u00dfen die anderen weg.&#8221;<\/p>\n<p>Der Naturschutzbund Brandenburg (Nabu) hat bereits mehrfach beim Landeskriminalamt die Einrichtung einer Fachstelle angemahnt, die bei Verst\u00f6\u00dfen gegen das Artenschutzrecht und bei Wilderei-Straftaten t\u00e4tig wird. Das Nabu-Projektb\u00fcro &#8220;Willkommen Wolf&#8221; bekr\u00e4ftigte nun seine Forderung und erkl\u00e4rte, in Sachsen sei dies bereits g\u00e4ngige Praxis.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Ermittlung in solchen F\u00e4llen sei besondere Sachkunde erforderlich, so die Begr\u00fcndung. Bei der T\u00f6tung nun handelt es sich nach Z\u00e4hlung des Nabu um den siebenten Fall, in dem ein Wolf nach der Wiederansiedlung vor sieben Jahren von Menschen get\u00f6tet wurde. Da W\u00f6lfe unter Schutz stehen, ist das T\u00f6ten ein Versto\u00df gegen das Artenschutzrecht.<\/p>\n<p>&#8220;In einem modernen Brandenburg mit seinen vielf\u00e4ltigen Naturjuwelen, zu denen auch der Wolf geh\u00f6rt, darf im Wald keine Selbstjustiz mit der Waffe herrschen&#8221;, sagte Nabu-Projektleiter Markus Bathen. Die Organisation setzt sich mit ihrem Sonderprojekt seit zehn Jahren f\u00fcr die R\u00fcckkehr des Wolfs nach Deutschland ein.<\/p>\n<p><strong>Rund 90 W\u00f6lfe leben in Brandenburg<\/strong><\/p>\n<p>In Brandenburg leben nach Sch\u00e4tzungen des Umweltministeriums zw\u00f6lf Wolfsrudel, zwei<br \/>\nPaare und zwei Einzeltiere, insgesamt rund 90 W\u00f6lfe. Hinzu kommen etwa 30 in Sachsen sowie einige Tiere in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. In der Lausitz in Brandenburg und Sachsen gibt es mittlerweile 15 Wolfsterritorien. Dort wurden im vergangenen Jahr in zw\u00f6lf Rudeln mindestens 45 Welpen geboren.<\/p>\n<p>Zum Schutz der W\u00f6lfe, die in Brandenburg wieder heimisch werden sollen, hatte Umweltministerin Anita Tack (Linke) Anfang 2013 einen Wolfsmanagementplan vorgestellt. Ziel der Bem\u00fchungen des Landes ist es, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe aufzukl\u00e4ren und Sch\u00e4den f\u00fcr die Tierhalter zu regeln. Au\u00dferdem k\u00f6nnen die Halter auch F\u00f6rdergelder f\u00fcr Schutzz\u00e4une oder speziell ausgebildete Hunde beantragen.<\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Ein rbb Panorama Bericht Es ist offenbar eine Hasstat: Eine W\u00f6lfin wird erschossen, gek\u00f6pft und ihr Sch\u00e4del als Troph\u00e4e mitgenommen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag fanden Ermittler einen derart entstellten Wolfskadaver an der Grenze zu Sachsen. Im Sommer hatte solch eine Tat schon einmal f\u00fcr Emp\u00f6rung gesorgt. Der Naturschutzbund Nabu sprach von einer Tat mit sehr hohem kriminellen Potential. Die erneute Enthauptung eines Wolfes in Brandenburg ist nach Einsch\u00e4tzung des Brandenburger Naturschutzbundes Nabu ein Akt der Selbstjustiz. Der Leiter des Projektb\u00fcros \u201cWolf\u201c des Nabu sagte am Montag, die Tat sei nicht nur der Beleg eines sehr hohen kriminellen Potenzials, sondern auch ein Akt der Verzweiflung. Der T\u00e4ter sei offenbar nicht willens, sich an der \u00f6ffentlichen Diskussion \u00fcber die R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe zu beteiligten, hie\u00df es. Unbekannte hatten eine junge W\u00f6lfin an der Landesgrenze zu Sachsen erschossen und ihren Kopf als Troph\u00e4e abgetrennt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Tier sei am Sonntag auf einem Feld bei Hirschfeld (Elbe-Elster) entdeckt, aber wohl bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag get\u00f6tet worden. Es handle sich um eine Straftat, die mit bis zu 50 000 Euro geahndet werden k\u00f6nne, erl\u00e4uterte ein Sprecher des Umweltministeriums. Das Landesumweltamt und die Kriminalpolizei ermitteln nun gemeinsam, wie es hie\u00df. Daf\u00fcr werde das Tier obduziert. Im August war bei Lieberose (Dahme-Spreewald) schon einmal ein Wolf erschossen worden. Auch damals hatten die bis heute nicht ermittelten T\u00e4ter den Kopf abgetrennt. Nabu fordert Fachstelle f\u00fcr Wilderei-Straftaten Die Tat hatte damals f\u00fcr Emp\u00f6rung gesorgt. Der Chef des Landesumweltamts Brandenburg, Matthias Freude, erkl\u00e4rte damals in Reaktion auf die Tat, dass eine derartige B\u00f6sartigkeit kein Weg sei, mit den Ver\u00e4nderungen umzugehen, die die Wiederansiedlung der W\u00f6lfe mit sich bringt. In vielen Gebieten Brandenburgs m\u00fcssten sich die Menschen darauf einstellen, mit dem Wolf zusammen zu leben. Vorhersagen, nach denen die W\u00f6lfe die Menschen und das menschliche Zusammenleben gef\u00e4hrdeten, seien Horrorszenarien ohne Grundlage. Die Population der W\u00f6lfe reguliere sich selbst, da m\u00fcsse man nicht schie\u00dfen: &#8220;Wir werden in Brandenburg niemals tausende von W\u00f6lfen haben. Die bilden Territorien und bei\u00dfen die anderen weg.&#8221; Der Naturschutzbund Brandenburg (Nabu) hat bereits mehrfach beim Landeskriminalamt die Einrichtung einer Fachstelle angemahnt, die bei Verst\u00f6\u00dfen gegen das Artenschutzrecht und bei Wilderei-Straftaten t\u00e4tig wird. Das Nabu-Projektb\u00fcro &#8220;Willkommen Wolf&#8221; bekr\u00e4ftigte nun seine Forderung und erkl\u00e4rte, in Sachsen sei dies bereits g\u00e4ngige Praxis. F\u00fcr die Ermittlung in solchen F\u00e4llen sei besondere Sachkunde erforderlich, so die Begr\u00fcndung. Bei der T\u00f6tung nun handelt es sich nach Z\u00e4hlung des Nabu um den siebenten Fall, in dem ein Wolf nach der Wiederansiedlung vor sieben Jahren von Menschen get\u00f6tet wurde. Da W\u00f6lfe unter Schutz stehen, ist das T\u00f6ten ein Versto\u00df gegen das Artenschutzrecht. &#8220;In einem modernen Brandenburg mit seinen vielf\u00e4ltigen Naturjuwelen, zu denen auch der Wolf geh\u00f6rt, darf im Wald keine Selbstjustiz mit der Waffe herrschen&#8221;, sagte Nabu-Projektleiter Markus Bathen. Die Organisation setzt sich mit ihrem Sonderprojekt seit zehn Jahren f\u00fcr die R\u00fcckkehr des Wolfs nach Deutschland ein. Rund 90 W\u00f6lfe leben in Brandenburg In Brandenburg leben nach Sch\u00e4tzungen des Umweltministeriums zw\u00f6lf Wolfsrudel, zwei Paare und zwei Einzeltiere, insgesamt rund 90 W\u00f6lfe. Hinzu kommen etwa 30 in Sachsen sowie einige Tiere in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. In der Lausitz in Brandenburg und Sachsen gibt es mittlerweile 15 Wolfsterritorien. Dort wurden im vergangenen Jahr in zw\u00f6lf Rudeln mindestens 45 Welpen geboren. Zum Schutz der W\u00f6lfe, die in Brandenburg wieder heimisch werden sollen, hatte Umweltministerin Anita Tack (Linke) Anfang 2013 einen Wolfsmanagementplan vorgestellt. Ziel der Bem\u00fchungen des Landes ist es, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die R\u00fcckkehr der W\u00f6lfe aufzukl\u00e4ren und Sch\u00e4den f\u00fcr die Tierhalter zu regeln. 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