{"id":15787,"date":"2015-05-23T13:25:26","date_gmt":"2015-05-23T11:25:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=15787"},"modified":"2015-05-23T13:25:26","modified_gmt":"2015-05-23T11:25:26","slug":"pflanzen-enthalten-eine-fuelle-besonderer-substanzen-die-die-gesundheit-foerdern-am-meisten-profitiert-davon-wer-sich-abwechslungsreich-ernaehrt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2015\/05\/pflanzen-enthalten-eine-fuelle-besonderer-substanzen-die-die-gesundheit-foerdern-am-meisten-profitiert-davon-wer-sich-abwechslungsreich-ernaehrt\/","title":{"rendered":"Pflanzen enthalten eine F\u00fclle besonderer Substanzen, die die Gesundheit f\u00f6rdern. Am meisten profitiert davon, wer sich abwechslungsreich ern\u00e4hrt."},"content":{"rendered":"<p>Ein SPIEGEL ONLINE Artikel von Claudia Urban<\/p>\n<div id=\"js-article-column\" class=\"column-wide\">\n<div class=\"article-section clearfix\">\n<p>Bitterstoffe in Grapefruit und Orange. Farbstoffe in \u00c4pfeln, Karotten oder Kirschen. Aromastoffe in Gew\u00fcrzen, Kr\u00e4utern und Salaten. In Pflanzen findet sich eine Vielzahl sogenannter sekund\u00e4rer Pflanzenstoffe, die unterschiedlichste Aufgaben erf\u00fcllen &#8211; vom Lockmittel bis zum UV-Schutz. Als Bestandteil der Nahrung eint viele eine Eigenschaft: Sie gelten als gesund, was auch diverse Studien unterstreichen.<\/p>\n<p>&#8220;Wahrscheinlich wirken viele dieser Stoffe im menschlichen K\u00f6rper als Antioxidantien&#8221;, sagt Hartmut Hen\u00df vom Krebszentrum des Universit\u00e4tsklinikums Freiburg. Auch eine Reihe weiterer krebshemmender Wirkmechanismen der Pflanzenstoffe sind bekannt, so dass man davon ausgeht, dass sie dabei helfen, <a class=\"text-link-int\" title=\"Krebs\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/thema\/krebs\/\">Krebs<\/a> vorzubeugen.Einige Gruppen der sekund\u00e4ren Pflanzenstoffe gelten als hilfreich bei <a class=\"text-link-int\" title=\"Herz\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/thema\/herz\/\">Herz<\/a>-Kreislauf-Erkrankungen, weil sie den Blutdruck oder den Cholesterinspiegel senken, Phytosterine zum Beispiel. Mit anderen werden spezielle blutzuckersenkende, entz\u00fcndungshemmende, cholesterinsenkende oder gegen Thrombose gerichtete Wirkungen verbunden.<\/p>\n<p><b>Einheimisches Gem\u00fcse<\/b><\/p>\n<p>&#8220;Aus heutiger Sicht bringt es aber nichts, eine Substanz vier- oder f\u00fcnfmal am Tag zu essen, etwa f\u00fcnfmal am Tag nur Tomaten&#8221;, sagt Hen\u00df. Beim Menschen sind solche Einzelwirkungen meist nicht wissenschaftlich bewiesen, allenfalls in Tierversuchen oder durch Tests mit den Reinsubstanzen im Labor. Damit der Mensch die Substanzen in so gro\u00dfen Mengen aufnehmen kann, m\u00fcssen sie zum Beispiel wasserl\u00f6slich sein. Viele der bekannten sekund\u00e4ren Pflanzenstoffe sind das aber nur in geringem Ma\u00dfe, so Hen\u00df.<\/p>\n<p>Vieles spricht daf\u00fcr, dass sich die unterschiedlichen Pflanzenstoffe gegenseitig in ihrer Wirkung verst\u00e4rken. &#8220;Es gibt Studien, die zeigen, dass je gr\u00f6\u00dfer die botanische Vielfalt bei der <a class=\"text-link-int\" title=\"Ern\u00e4hrung\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/thema\/ernaehrung\/\">Ern\u00e4hrung<\/a> ist, umso st\u00e4rker auch der gesundheitliche Nutzen ausf\u00e4llt&#8221;, sagt Bernhard Watzl vom Max-Rubner-Institut in Karlsruhe. Ein m\u00f6glichst bunter Mix aus vielen verschiedenen Obst- und Gem\u00fcsesorten und anderen Pflanzen sollte daher auf dem Speiseplan stehen.<\/p>\n<div class=\"asset-box asset-list-box asset-list-box-centerteaser clearfix\">\n<div class=\"asset-title\">MEHR<\/div>\n<\/div>\n<p>Manche Pflanzen enthalten besonders viele der gesunden Substanzen. &#8220;Einheimische Gem\u00fcse der Saison wie M\u00f6hren, Spinat, Brokkoli oder Kohl sind Vieltr\u00e4ger sekund\u00e4rer Pflanzenstoffe&#8221;, sagt Harald Hoppe von der Vereinigung BioSpitzenk\u00f6che. Auch Obst, Waldfr\u00fcchte, Kr\u00e4uter und Gew\u00fcrze wie etwa Safran, Gelbwurz, Curry oder Knoblauch enthalten gro\u00dfe Mengen und geh\u00f6ren auf den Tisch.<b>Rohkost und Smoothies<\/b><\/p>\n<p>Bei der Zubereitung spricht vieles daf\u00fcr, Obst und Gem\u00fcse \u00f6fter unverarbeitet zu essen, r\u00e4t Watzl. Denn durch Sch\u00e4len oder Erhitzen gehen viele der gesunden Stoffe verloren. Die wertvollen Flavonoide etwa sitzen vor allem in der Schale von Getreide, Obst und Gem\u00fcse. Die fettl\u00f6slichen Carotinoide wie Lycopin aus der Tomate kann der K\u00f6rper nur gemeinsam mit Fett aufnehmen.Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung empfiehlt, t\u00e4glich f\u00fcnf Portionen oder 650 Gramm Obst und Gem\u00fcse zu essen, davon etwa 400 Gramm als Gem\u00fcse und Salat und 250 Gramm als Obst. Eine Studie am University College London zeigte sogar, dass der Gesundheitseffekt mit t\u00e4glich mindestens sieben Portionen wahrscheinlich noch wesentlich gr\u00f6\u00dfer ist.<\/p>\n<p>Das Problem: Die meisten Menschen schaffen t\u00e4glich noch nicht mal f\u00fcnf Portionen. Der durchschnittliche Verzehr in Deutschland beim Gem\u00fcse zum Beispiel betr\u00e4gt laut Watzl nur 124 Gramm am Tag. Oft liegt das an falschen Rezepturen und Ern\u00e4hrungsstrategien, sagt Hoppe. <a class=\"text-link-int\" title=\"Ein Smoothie\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/stil\/gruene-smoothies-wie-gesund-sind-mixgetraenke-aus-obst-und-gemuese-a-1005536.html\">Ein Smoothie<\/a> hin und wieder sei eine leckere Abwechslung. Oder <a class=\"text-link-int\" title=\"eine Rohkostplatte\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/schwangerschaft\/rohkost-fuer-kinder-nur-in-absprache-mit-dem-arzt-a-1020950.html\">eine Rohkostplatte<\/a> mit Dips.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein SPIEGEL ONLINE Artikel von Claudia Urban Bitterstoffe in Grapefruit und Orange. Farbstoffe in \u00c4pfeln, Karotten oder Kirschen. Aromastoffe in Gew\u00fcrzen, Kr\u00e4utern und Salaten. In Pflanzen findet sich eine Vielzahl sogenannter sekund\u00e4rer Pflanzenstoffe, die unterschiedlichste Aufgaben erf\u00fcllen &#8211; vom Lockmittel bis zum UV-Schutz. Als Bestandteil der Nahrung eint viele eine Eigenschaft: Sie gelten als gesund, was auch diverse Studien unterstreichen. &#8220;Wahrscheinlich wirken viele dieser Stoffe im menschlichen K\u00f6rper als Antioxidantien&#8221;, sagt Hartmut Hen\u00df vom Krebszentrum des Universit\u00e4tsklinikums Freiburg. Auch eine Reihe weiterer krebshemmender Wirkmechanismen der Pflanzenstoffe sind bekannt, so dass man davon ausgeht, dass sie dabei helfen, Krebs vorzubeugen.Einige Gruppen der sekund\u00e4ren Pflanzenstoffe gelten als hilfreich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil sie den Blutdruck oder den Cholesterinspiegel senken, Phytosterine zum Beispiel. Mit anderen werden spezielle blutzuckersenkende, entz\u00fcndungshemmende, cholesterinsenkende oder gegen Thrombose gerichtete Wirkungen verbunden. Einheimisches Gem\u00fcse &#8220;Aus heutiger Sicht bringt es aber nichts, eine Substanz vier- oder f\u00fcnfmal am Tag zu essen, etwa f\u00fcnfmal am Tag nur Tomaten&#8221;, sagt Hen\u00df. Beim Menschen sind solche Einzelwirkungen meist nicht wissenschaftlich bewiesen, allenfalls in Tierversuchen oder durch Tests mit den Reinsubstanzen im Labor. Damit der Mensch die Substanzen in so gro\u00dfen Mengen aufnehmen kann, m\u00fcssen sie zum Beispiel wasserl\u00f6slich sein. Viele der bekannten sekund\u00e4ren Pflanzenstoffe sind das aber nur in geringem Ma\u00dfe, so Hen\u00df. Vieles spricht daf\u00fcr, dass sich die unterschiedlichen Pflanzenstoffe gegenseitig in ihrer Wirkung verst\u00e4rken. &#8220;Es gibt Studien, die zeigen, dass je gr\u00f6\u00dfer die botanische Vielfalt bei der Ern\u00e4hrung ist, umso st\u00e4rker auch der gesundheitliche Nutzen ausf\u00e4llt&#8221;, sagt Bernhard Watzl vom Max-Rubner-Institut in Karlsruhe. Ein m\u00f6glichst bunter Mix aus vielen verschiedenen Obst- und Gem\u00fcsesorten und anderen Pflanzen sollte daher auf dem Speiseplan stehen. MEHR Manche Pflanzen enthalten besonders viele der gesunden Substanzen. &#8220;Einheimische Gem\u00fcse der Saison wie M\u00f6hren, Spinat, Brokkoli oder Kohl sind Vieltr\u00e4ger sekund\u00e4rer Pflanzenstoffe&#8221;, sagt Harald Hoppe von der Vereinigung BioSpitzenk\u00f6che. Auch Obst, Waldfr\u00fcchte, Kr\u00e4uter und Gew\u00fcrze wie etwa Safran, Gelbwurz, Curry oder Knoblauch enthalten gro\u00dfe Mengen und geh\u00f6ren auf den Tisch.Rohkost und Smoothies Bei der Zubereitung spricht vieles daf\u00fcr, Obst und Gem\u00fcse \u00f6fter unverarbeitet zu essen, r\u00e4t Watzl. Denn durch Sch\u00e4len oder Erhitzen gehen viele der gesunden Stoffe verloren. Die wertvollen Flavonoide etwa sitzen vor allem in der Schale von Getreide, Obst und Gem\u00fcse. 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