{"id":15990,"date":"2015-07-17T05:49:40","date_gmt":"2015-07-17T03:49:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=15990"},"modified":"2015-07-17T12:14:43","modified_gmt":"2015-07-17T10:14:43","slug":"wenn-hummeln-im-sommer-sterben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2015\/07\/wenn-hummeln-im-sommer-sterben\/","title":{"rendered":"Wo kommen all die toten Hummeln her?"},"content":{"rendered":"<h2>Mitten im Hochsommer Massensterben unter bl\u00fchenden Linden<\/h2>\n<p>Allj\u00e4hrlich im Hochsommer kommt es unter Linden zu Massensterben von Hummeln. Hier ist jedoch kein Gift im Spiel, die Hummeln verhungern schlichtweg. Wir erl\u00e4utern die Mechanismen des Hummelsterbens und geben Tipps f\u00fcr hummelfreundliche G\u00e4rten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_15996\" aria-describedby=\"caption-attachment-15996\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/150304-nabu-tote-hummeln-peter-hildebrandt.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15996\" src=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/150304-nabu-tote-hummeln-peter-hildebrandt-300x200.jpeg\" alt=\"Tote Hummeln - Foto: NABU\/Peter Hildebrandt\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/150304-nabu-tote-hummeln-peter-hildebrandt-300x200.jpeg 300w, http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/150304-nabu-tote-hummeln-peter-hildebrandt.jpeg 680w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15996\" class=\"wp-caption-text\">Tote Hummeln &#8211; Foto: NABU\/Peter Hildebrandt<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wissenschaftler, Natursch\u00fctzer und die besorgte \u00d6ffentlichkeit standen lange vor einem R\u00e4tsel. Manche Autoren bezweifelten gar, dass es \u00fcberhaupt ein spezielles Hummelsterben unter Linden gebe, dieses sei vielmehr eine Art optische T\u00e4uschung. Die Tiere w\u00fcrden genauso h\u00e4ufig in Wiesen oder \u00c4ckern sterben, fielen dort aber nicht ins Auge. Nachsuchungen und Z\u00e4hlungen widerlegten diese Annahme schnell.<\/p>\n<p><strong>Nat\u00fcrliches Sterben der Hummelv\u00f6lker?<\/strong><br \/>\nDie n\u00e4chste Hypothese besagte, dass die Bl\u00fctezeit der Silberlinde mit der nat\u00fcrlichen Absterbephase von Hummelv\u00f6lkern zusammenfalle. Die Hummeln st\u00fcrben also sozusagen an Altersschw\u00e4che oder w\u00fcrden bereits stark geschw\u00e4cht zur leichten Beute von Fressfeinden. Tats\u00e4chlich nutzen Kohlmeisen und Fliegenschn\u00e4pper, aber auch bestimmte Falten- und Grabwespen die Ansammlungen sterbender und toter Hummeln als bequeme Beute. Bei mehrj\u00e4hrigen Untersuchungen der Universit\u00e4t M\u00fcnster in den 1990er Jahren wiesen drei Viertel der knapp 11.000 analysierten Hummeln Fra\u00dfspuren auf. Gleichzeitig stellten die Forscher unter Leitung von Professor Bernhard Surholt jedoch fest, dass die gestorbenen Tiere keineswegs \u00fcberaltert, sondern meist im besten Hummelalter waren.<\/p>\n<p><strong>Nektarmangel in G\u00e4rten und Gr\u00fcnanlagen<\/strong><br \/>\nHauptgrund f\u00fcr das Hummelsterben ist also der Nektarmangel im Hochsommer, ausgel\u00f6st durch immer steriler werdende G\u00e4rten und Gr\u00fcnanlagen und die weitere Ausr\u00e4umung der freien Landschaft. Linden stellen die letzten gro\u00dfen Nektarquellen in der Vegetationsperiode dar. Dies gilt vor allem f\u00fcr die Stadt, wo diese B\u00e4ume durch ihre Widerstandsf\u00e4higkeit gegen Versiegelung und Luftverschmutzung eine wichtige Rolle spielen. W\u00e4hrend das Nahrungsangebot im Juni noch \u00e4u\u00dferst \u00fcppig ist und die Insektenv\u00f6lker stark wachsen, wird Ende Juli die Nahrung knapp. Obwohl die Sommerlinde sehr viel Zucker anbietet, kann sie alleine den Hunger der Insekten nicht mehr stillen.<\/p>\n<p>Der Nahrungsmangel betrifft freilich alle Bl\u00fctenbesucher. Dass vor allem Hummeln vom Massensterben betroffen sind, liegt an deren Sammelstrategie: Hummeln legen anders als Honigbienen kaum Vorr\u00e4te an. Au\u00dferdem gew\u00f6hnen sie sich nur sehr langsam an neue Pflanzen. Die Untersuchungen zum Hummelsterben f\u00fchren so zu einer sehr allgemeinen Forderung zur\u00fcck: Zum \u00dcberleben unserer Tierwelt brauchen wir m\u00f6glichst viele ungenutzte oder schonenden bewirtschaftete Fl\u00e4chen, auf denen sich einen vielf\u00e4ltige Pflanzenwelt ansiedeln kann &#8211; nicht nur der Hummeln wegen.<\/p>\n<p>Nur eine Verbesserung des Nahrungsangebotes bringt hier langfristig eine L\u00f6sung: Bl\u00fchende Wildpflanzen, die meist als Unkraut abgetan werden, k\u00f6nnten die Versorgungsl\u00fccken stopfen. Die Nahrungsknappheit werde durch das notorische Abm\u00e4hen von Wiesen und G\u00e4rten zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt, das Wildkr\u00e4uter am Samenwurf hindern soll. Statt farbenpr\u00e4chtige, aber nektararme Hybriden zu pflanzen, sollten nektarreiche, wilde Bl\u00fctenpflanzen wieder in unseren G\u00e4rten und Parks Einzug erhalten.<\/p>\n<p><em>Helge May<\/em><\/p>\n<h2>Nektar- und pollenreiche Gartenpflanzen<\/h2>\n<p>Vor allem sp\u00e4t bl\u00fchende Stauden k\u00f6nnten das Massensterben von Hummeln im Juli und August eind\u00e4mmen. Hier eine kleine Liste von geeigneten Sp\u00e4t- und Dauerbl\u00fchern:<\/p>\n<p>\u25baDie <strong>Artischocke<\/strong> <em>(Cynaria scolymus)<\/em> kennen die meisten Mitmenschen nur vom Gem\u00fcsestand. Ihre gro\u00dfen, attraktiv blau-violetten Bl\u00fcten sind eine reiche Nahrungsquelle f\u00fcr Hummeln und Bienen aller Art. Die Art ist zweij\u00e4hrig, im ersten Jahr erscheint also nur eine Blattrosette und im zweiten Jahr w\u00e4chst sie dann auf rund zwei Meter H\u00f6he an.<\/p>\n<p>\u25baDie blau bl\u00fchende, bis einen Meter hohe <strong>Bartblume<\/strong> <em>(Caryopteris spec.)<\/em> l\u00e4sst sich gut als K\u00fcbelpflanze verwenden. Nach der \u00dcberwinterung an einem schattigen Ort bis f\u00fcnf bis zehn Grad plus wird sie im Fr\u00fchjahr um ein Drittel zur\u00fcckgeschnitten.<\/p>\n<p><strong>\u25baB\u00fcschelsch\u00f6n<\/strong> <em>(Phacelia tanacetifolia)<\/em> gibt es mancherorts gleich ackerweise. Die auch Phacelie genannte Pflanze wird n\u00e4mlich zur Gr\u00fcnd\u00fcngung angebaut. Im Garten ist sie anspruchslos und kann wie in der Landwirtschaft auch als Gr\u00fcnd\u00fcngung auf Nutzpflanzenbeeten verwendet werden.<\/p>\n<p><strong>\u25baEfeu<\/strong> <em>(Hedera helix)<\/em> bietet zu einem besonders sp\u00e4ten Zeitpunkt Ende September\/Anfang Oktober reichlich Nektar f\u00fcr Insekten aller Art &#8211; also bitte nicht schon im Sommer beschneiden! Vor allem Falter und Schwebfliegen stellen sich in gro\u00dfer Zahl ein. Die heimische Kletterpflanze gedeiht gut an schattigen Mauern, hat aber auch gegen ein sonnigen Standort nur wenig einzuwenden. Die kugeligen Bl\u00fctenst\u00e4nde erscheinen erst ab einem Alter von acht bis zehn Jahren.<\/p>\n<p>\u25ba<strong>Heidekraut<\/strong> <em>(Calluna vulgaris)<\/em> ben\u00f6tigt mageren und vor allem sauren Boden. Die niedrigen Halbstr\u00e4ucher bl\u00fchen bis in den September hinein. Sie sollten einmal im Jahr geschnitten werden, das f\u00f6rdert die Bl\u00fchf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>\u25baS\u00e4mtliche <strong>Klee<\/strong>-Arten <em>(Trifolium spec.)<\/em> sind gute Trachtpflanzen. Sie k\u00f6nnen in die Gartenwiese einges\u00e4t werden und ben\u00f6tigen keinen Stickstoffd\u00fcnger, da sie diesen zusammen mit Kn\u00f6llchenbakterien aus der Bodenluft selbst gewinnen.<\/p>\n<p>\u25baDie attraktive <strong>Kugeldistel<\/strong> <em>(Echinops spec.)<\/em> ist eine je nach Art bis anderthalb Meter hohe, zweij\u00e4hrige Pflanze (siehe Artischocke) aus s\u00fcdlichen und \u00f6stlichen Gefilden. Sie wird st\u00e4ndig von Hummeln, Wespen und Bienen belagert, weshalb Imker sie gerne um ihre Bienenst\u00f6cke herum anpflanzen.<\/p>\n<p><strong>\u25baLavendel<\/strong> <em>(Lavandula spec.)<\/em> ist eine Duftpflanze, die jeden Garten bereichert. Lavendel hat es gerne warm und trocken. Best\u00e4uberinsekten zieht er an, Ameisen und L\u00e4use dagegen vertreibt er, weshalb er sich gut eignet, um zusammen mit Rosen im Beet zu stehen.<\/p>\n<p><strong>\u25baMalven<\/strong> <em>(Malva spec.)<\/em> und <strong>Stockrosen<\/strong> <em>(Alcaea spec.)<\/em> werden auch mit gef\u00fcllten Bl\u00fcten angeboten, aber das hilft den Hummeln nat\u00fcrlich nicht. Also beim Kauf unbedingt auf ungef\u00fcllte Sorten achten. Die Farbpracht bleibt ungeschm\u00e4lert.<\/p>\n<p>\u25baDer <strong>Natternkopf<\/strong> <em>(Echium vulgare)<\/em> ist eine heimische Wildstaude und gedeiht auf trocken-warmen B\u00f6den. Neben Hummeln und Schmetterlingen lockt der Langbl\u00fcher (etwa von Mai bis August) auch unz\u00e4hlige Wildbienenarten an.<\/p>\n<p>\u25baDer <strong>Sommerflieder<\/strong> <em>(Buddleia davidii)<\/em> firmiert verbreitet unter der Bezeichnung Schmetterlingsflieder, was ein deutlicher Hinweis auf seine Beliebtheit bei Insekten ist. Den Strauch mit seinen leicht \u00fcberh\u00e4ngenden Zweigen gibt es in violett und wei\u00df. Wie man es auch von Flieder kennt, sorgt ein sp\u00e4therbstlicher R\u00fcckschnitt f\u00fcr vermehrtes Bl\u00fchen im Folgejahr.<\/p>\n<p>\u25baDie diversen <strong>Sonnenhut<\/strong>-Arten (<em>Rudbeckia<\/em> und <em>Echinacaea<\/em>) bilden dichte Stauden, aus denen je nach Sorte Bl\u00fctenst\u00e4ngel von einem halben bis zwei Metern H\u00f6he sprie\u00dfen. Sonnenh\u00fcte sind klassische Bauerngartenpflanzen.<\/p>\n<p>\u25baDie heimische <strong>Taubnessel<\/strong> <em>(Lamium spec.)<\/em> gibt es in wei\u00df oder in purpur. Im Halbschatten unter B\u00fcschen und B\u00e4umen sollte sie auch im naturnahen Garten einen Platz finden. Teils bl\u00fchen die Pflanzen bis in den Winter hinein.<\/p>\n<p>Link zum NABU-Artikel: <a href=\"http:\/\/bit.ly\/1J0S9Kg\" target=\"_blank\">http:\/\/bit.ly\/1J0S9Kg<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitten im Hochsommer Massensterben unter bl\u00fchenden Linden Allj\u00e4hrlich im Hochsommer kommt es unter Linden zu Massensterben von Hummeln. Hier ist jedoch kein Gift im Spiel, die Hummeln verhungern schlichtweg. Wir erl\u00e4utern die Mechanismen des Hummelsterbens und geben Tipps f\u00fcr hummelfreundliche G\u00e4rten. &nbsp; Wissenschaftler, Natursch\u00fctzer und die besorgte \u00d6ffentlichkeit standen lange vor einem R\u00e4tsel. Manche Autoren bezweifelten gar, dass es \u00fcberhaupt ein spezielles Hummelsterben unter Linden gebe, dieses sei vielmehr eine Art optische T\u00e4uschung. Die Tiere w\u00fcrden genauso h\u00e4ufig in Wiesen oder \u00c4ckern sterben, fielen dort aber nicht ins Auge. Nachsuchungen und Z\u00e4hlungen widerlegten diese Annahme schnell. Nat\u00fcrliches Sterben der Hummelv\u00f6lker? Die n\u00e4chste Hypothese besagte, dass die Bl\u00fctezeit der Silberlinde mit der nat\u00fcrlichen Absterbephase von Hummelv\u00f6lkern zusammenfalle. Die Hummeln st\u00fcrben also sozusagen an Altersschw\u00e4che oder w\u00fcrden bereits stark geschw\u00e4cht zur leichten Beute von Fressfeinden. Tats\u00e4chlich nutzen Kohlmeisen und Fliegenschn\u00e4pper, aber auch bestimmte Falten- und Grabwespen die Ansammlungen sterbender und toter Hummeln als bequeme Beute. Bei mehrj\u00e4hrigen Untersuchungen der Universit\u00e4t M\u00fcnster in den 1990er Jahren wiesen drei Viertel der knapp 11.000 analysierten Hummeln Fra\u00dfspuren auf. Gleichzeitig stellten die Forscher unter Leitung von Professor Bernhard Surholt jedoch fest, dass die gestorbenen Tiere keineswegs \u00fcberaltert, sondern meist im besten Hummelalter waren. Nektarmangel in G\u00e4rten und Gr\u00fcnanlagen Hauptgrund f\u00fcr das Hummelsterben ist also der Nektarmangel im Hochsommer, ausgel\u00f6st durch immer steriler werdende G\u00e4rten und Gr\u00fcnanlagen und die weitere Ausr\u00e4umung der freien Landschaft. Linden stellen die letzten gro\u00dfen Nektarquellen in der Vegetationsperiode dar. Dies gilt vor allem f\u00fcr die Stadt, wo diese B\u00e4ume durch ihre Widerstandsf\u00e4higkeit gegen Versiegelung und Luftverschmutzung eine wichtige Rolle spielen. W\u00e4hrend das Nahrungsangebot im Juni noch \u00e4u\u00dferst \u00fcppig ist und die Insektenv\u00f6lker stark wachsen, wird Ende Juli die Nahrung knapp. Obwohl die Sommerlinde sehr viel Zucker anbietet, kann sie alleine den Hunger der Insekten nicht mehr stillen. Der Nahrungsmangel betrifft freilich alle Bl\u00fctenbesucher. Dass vor allem Hummeln vom Massensterben betroffen sind, liegt an deren Sammelstrategie: Hummeln legen anders als Honigbienen kaum Vorr\u00e4te an. Au\u00dferdem gew\u00f6hnen sie sich nur sehr langsam an neue Pflanzen. Die Untersuchungen zum Hummelsterben f\u00fchren so zu einer sehr allgemeinen Forderung zur\u00fcck: Zum \u00dcberleben unserer Tierwelt brauchen wir m\u00f6glichst viele ungenutzte oder schonenden bewirtschaftete Fl\u00e4chen, auf denen sich einen vielf\u00e4ltige Pflanzenwelt ansiedeln kann &#8211; nicht nur der Hummeln wegen. Nur eine Verbesserung des Nahrungsangebotes bringt hier langfristig eine L\u00f6sung: Bl\u00fchende Wildpflanzen, die meist als Unkraut abgetan werden, k\u00f6nnten die Versorgungsl\u00fccken stopfen. Die Nahrungsknappheit werde durch das notorische Abm\u00e4hen von Wiesen und G\u00e4rten zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt, das Wildkr\u00e4uter am Samenwurf hindern soll. Statt farbenpr\u00e4chtige, aber nektararme Hybriden zu pflanzen, sollten nektarreiche, wilde Bl\u00fctenpflanzen wieder in unseren G\u00e4rten und Parks Einzug erhalten. Helge May Nektar- und pollenreiche Gartenpflanzen Vor allem sp\u00e4t bl\u00fchende Stauden k\u00f6nnten das Massensterben von Hummeln im Juli und August eind\u00e4mmen. Hier eine kleine Liste von geeigneten Sp\u00e4t- und Dauerbl\u00fchern: \u25baDie Artischocke (Cynaria scolymus) kennen die meisten Mitmenschen nur vom Gem\u00fcsestand. Ihre gro\u00dfen, attraktiv blau-violetten Bl\u00fcten sind eine reiche Nahrungsquelle f\u00fcr Hummeln und Bienen aller Art. Die Art ist zweij\u00e4hrig, im ersten Jahr erscheint also nur eine Blattrosette und im zweiten Jahr w\u00e4chst sie dann auf rund zwei Meter H\u00f6he an. \u25baDie blau bl\u00fchende, bis einen Meter hohe Bartblume (Caryopteris spec.) l\u00e4sst sich gut als K\u00fcbelpflanze verwenden. Nach der \u00dcberwinterung an einem schattigen Ort bis f\u00fcnf bis zehn Grad plus wird sie im Fr\u00fchjahr um ein Drittel zur\u00fcckgeschnitten. \u25baB\u00fcschelsch\u00f6n (Phacelia tanacetifolia) gibt es mancherorts gleich ackerweise. Die auch Phacelie genannte Pflanze wird n\u00e4mlich zur Gr\u00fcnd\u00fcngung angebaut. Im Garten ist sie anspruchslos und kann wie in der Landwirtschaft auch als Gr\u00fcnd\u00fcngung auf Nutzpflanzenbeeten verwendet werden. \u25baEfeu (Hedera helix) bietet zu einem besonders sp\u00e4ten Zeitpunkt Ende September\/Anfang Oktober reichlich Nektar f\u00fcr Insekten aller Art &#8211; also bitte nicht schon im Sommer beschneiden! Vor allem Falter und Schwebfliegen stellen sich in gro\u00dfer Zahl ein. Die heimische Kletterpflanze gedeiht gut an schattigen Mauern, hat aber auch gegen ein sonnigen Standort nur wenig einzuwenden. Die kugeligen Bl\u00fctenst\u00e4nde erscheinen erst ab einem Alter von acht bis zehn Jahren. \u25baHeidekraut (Calluna vulgaris) ben\u00f6tigt mageren und vor allem sauren Boden. Die niedrigen Halbstr\u00e4ucher bl\u00fchen bis in den September hinein. Sie sollten einmal im Jahr geschnitten werden, das f\u00f6rdert die Bl\u00fchf\u00e4higkeit. \u25baS\u00e4mtliche Klee-Arten (Trifolium spec.) sind gute Trachtpflanzen. Sie k\u00f6nnen in die Gartenwiese einges\u00e4t werden und ben\u00f6tigen keinen Stickstoffd\u00fcnger, da sie diesen zusammen mit Kn\u00f6llchenbakterien aus der Bodenluft selbst gewinnen. \u25baDie attraktive Kugeldistel (Echinops spec.) ist eine je nach Art bis anderthalb Meter hohe, zweij\u00e4hrige Pflanze (siehe Artischocke) aus s\u00fcdlichen und \u00f6stlichen Gefilden. Sie wird st\u00e4ndig von Hummeln, Wespen und Bienen belagert, weshalb Imker sie gerne um ihre Bienenst\u00f6cke herum anpflanzen. \u25baLavendel (Lavandula spec.) ist eine Duftpflanze, die jeden Garten bereichert. Lavendel hat es gerne warm und trocken. Best\u00e4uberinsekten zieht er an, Ameisen und L\u00e4use dagegen vertreibt er, weshalb er sich gut eignet, um zusammen mit Rosen im Beet zu stehen. \u25baMalven (Malva spec.) und Stockrosen (Alcaea spec.) werden auch mit gef\u00fcllten Bl\u00fcten angeboten, aber das hilft den Hummeln nat\u00fcrlich nicht. Also beim Kauf unbedingt auf ungef\u00fcllte Sorten achten. Die Farbpracht bleibt ungeschm\u00e4lert. \u25baDer Natternkopf (Echium vulgare) ist eine heimische Wildstaude und gedeiht auf trocken-warmen B\u00f6den. Neben Hummeln und Schmetterlingen lockt der Langbl\u00fcher (etwa von Mai bis August) auch unz\u00e4hlige Wildbienenarten an. \u25baDer Sommerflieder (Buddleia davidii) firmiert verbreitet unter der Bezeichnung Schmetterlingsflieder, was ein deutlicher Hinweis auf seine Beliebtheit bei Insekten ist. Den Strauch mit seinen leicht \u00fcberh\u00e4ngenden Zweigen gibt es in violett und wei\u00df. Wie man es auch von Flieder kennt, sorgt ein sp\u00e4therbstlicher R\u00fcckschnitt f\u00fcr vermehrtes Bl\u00fchen im Folgejahr. \u25baDie diversen Sonnenhut-Arten (Rudbeckia und Echinacaea) bilden dichte Stauden, aus denen je nach Sorte Bl\u00fctenst\u00e4ngel von einem halben bis zwei Metern H\u00f6he sprie\u00dfen. Sonnenh\u00fcte sind klassische Bauerngartenpflanzen. \u25baDie heimische Taubnessel (Lamium spec.) gibt es in wei\u00df oder in purpur. Im Halbschatten unter B\u00fcschen und B\u00e4umen sollte sie auch im naturnahen Garten einen Platz finden. Teils bl\u00fchen die Pflanzen bis in den Winter hinein. 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