{"id":16091,"date":"2015-08-03T05:57:27","date_gmt":"2015-08-03T03:57:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=16091"},"modified":"2015-08-03T05:57:27","modified_gmt":"2015-08-03T03:57:27","slug":"ukraine-ist-pleite-das-spiel-monopoly-ist-in-ukraine-laengst-realitaet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2015\/08\/ukraine-ist-pleite-das-spiel-monopoly-ist-in-ukraine-laengst-realitaet\/","title":{"rendered":"Ukraine ist pleite \u2013 Das Spiel Monopoly ist in Ukraine l\u00e4ngst Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content clearfix\">\n<p><a href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Monopo.jpg\" data-slb-group=\"30560\" data-slb-active=\"1\" data-slb-internal=\"0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"lazy aligncenter  wp-image-30569 data-lazy-ready\" src=\"http:\/\/netzfrauen.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Monopo.jpg\" alt=\"Monopo\" width=\"437\" height=\"442\" data-lazy-type=\"image\" data-lazy-src=\"http:\/\/netzfrauen.org\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Monopo.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"Agrar-Monopoly in Ukraine \u2013 Monsanto  realisiert Gro\u00dfprojekt\" href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/2013\/12\/12\/agrar-monopoly-ukraine-monsanto-und-co-realisieren-grossprojekte\/\" target=\"_blank\">Ein Netzfrauen Artikel<\/a>:<\/p>\n<p>Gerade die <strong>Ukraine ist\u00a0<\/strong>bekannt als die \u201e<strong>Kornkammer Europas<\/strong>\u201e. Das Land besitzt die besten und ertragreichsten B\u00f6den der Welt. Sogar\u00a0<strong>der US- Gentechnik-Konzern<a href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/?s=Monsanto&amp;submit=Suche\" target=\"_blank\"> Monsanto <\/a>hat in der Ukraine ein B\u00fcro er\u00f6ffnet.<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfe US-Agrarkonzerne machen seit Jahren Gesch\u00e4fte in der Ukraine.\u00a0Unter ihnen\u00a0<a href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/?s=Monsanto&amp;submit=Suche\" target=\"_blank\">Monsanto<\/a>, das Agrarunternehmen\u00a0<a href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/?s=Cargill&amp;submit=Suche\" target=\"_blank\">Cargill<\/a>\u00a0und der Chemiekonzern DuPont. (<a title=\"Permalink zu Die dunkle Geschichte von DuPont \u2013 Von Atombombe \u00fcber Nylonstr\u00fcmpfe zum Genmais\" href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/2013\/11\/17\/die-dunkle-geschichte-von-dupont-von-atombombe-ueber-nylonstruempfe-zum-genmais\/\" target=\"_blank\" rel=\"bookmark\">Die dunkle Geschichte von DuPont \u2013 Von Atombombe \u00fcber Nylonstr\u00fcmpfe zum Genmais<\/a>)<\/p>\n<p>Der andauernde Konflikt in der Ukraine hat Spuren hinterlassen. <strong>\u00dcber eine Million Ukrainer sind auf der Flucht.\u00a0Betroffen von den K\u00e4mpfen sind vor allem die Bewohner im Osten des Landes, wo viele russisch-st\u00e4mmige Ukrainer leben. Dort k\u00e4mpfen prorussische Separatisten um Unabh\u00e4ngigkeit und eine engere Anbindung an das benachbarte Russland. Hinzu kommt, dass die Ukraine pleite ist.\u00a0<\/strong>Kiew feilscht zur Zeit um einen Schuldenerlass, um wirtschaftlich zu \u00fcberleben zu k\u00f6nnen.\u00a0Das Land ist in einer finanziell \u00e4hnlich prek\u00e4ren Lage wie Griechenland. Die Staatsschulden belaufen sich auf insgesamt 70 Milliarden Dollar (65 Mrd. Euro), 40 Milliarden Dollar (36 Mrd. Euro) davon sind Auslandsschulden.<span id=\"more-30560\"><\/span><\/p>\n<p>Bereits im M\u00e4rz 2014 \u00a0hatten die 28 Staats- und Regierungschefs der EU erkl\u00e4rt, dass die Ukraine in den kommenden Jahren Unterst\u00fctzung im Umfang von rund 11,2 Mrd.\u00a0Euro erhalten soll. Durch kurz- und mittelfristige Ma\u00dfnahmen soll die wirtschaftliche und finanzielle Lage in der Ukraine stabilisiert werden. [Siehe:\u00a0<a href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/2014\/03\/14\/ukraine-wirtschaftliche-interessen-als-weltpolitik\/\" target=\"_blank\">Ukraine: Wirtschaftliche Interessen als Weltpolitik<\/a>].\u00a0Fracking, Erdgas, Agrar-Monopoly, Bodensch\u00e4tze: Die Ukraine, ein Staat im Osten, den die EU und die USA gerne vereinnahmen m\u00f6chten\u2026<\/p>\n<p>Die EU-Kommission hat der vom Staatsbankrott bedrohten Ukraine\u00a0jetzt\u00a0Finanzhilfen in H\u00f6he von 600 Millionen Euro \u00fcberwiesen. Dies ist die erste Zahlung aus einem neuen Hilfsprogramm \u00fcber insgesamt 1,8 Milliarden Euro. Die restlichen 1,2 Milliarden Euro will die Kommission \u201ein den kommenden Monaten\u201c auszahlen. Dies h\u00e4nge davon ab, ob Wirtschafts- und Strukturreformen, \u00fcber die sich beide Seiten verst\u00e4ndigt h\u00e4tten, umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Das bis heute umk\u00e4mpfte Land ist weltweit der drittgr\u00f6\u00dfte Exporteur von Mais und der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Exporteur von Weizen, ebenso einer der gr\u00f6\u00dften Fleischlieferanten. \u00a0Mit mehr als zweiunddrei\u00dfig Millionen Hektar fruchtbaren Ackerlands entsprechen die Anbaufl\u00e4chen einem Drittel der gesamten Landwirtschaftsfl\u00e4che in der Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2014 investierte Monsanto einhundertundvierzig Millionen US-Dollar in den Aufbau einer neuen Saatgutanlage in der Ukraine.<\/p>\n<p>Cargill besitzt mindestens vier Getreidesilos und zwei Sonnenblumenverarbeitungsanlagen f\u00fcr die Produktion von Sonnenblumen\u00f6l. Der Konzern ist seit \u00fcber zwanzig Jahren in der Ukraine t\u00e4tig mit Standorten in Kiew, Donezk, Kakhovka, Kutsovka, Braginovka, Balakeya, Konstantinovka, Korystovka und Khaschevatoye.<\/p>\n<p>Ein Deal mit Europa k\u00f6nnte auch lauten, dass die Ukraine seinen Heimatmarkt f\u00fcr europ\u00e4ische Firmen \u00f6ffnet, die dort Ableger f\u00fcr die lokale Fertigung und Produktion einrichten. Im Gegenzug \u00f6ffnet die EU ihren Absatzmarkt f\u00fcr diese ukrainische Firmen und hilft ihnen so bei der Eingliederung in die Weltwirtschaft. F\u00fcr die Konzerne unter dem Aspekt von Billigsl\u00f6hnen ein lukratives Gesch\u00e4ft. [Siehe:\u00a0<a href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/2014\/07\/21\/sanktionen-augenwischerei-freihandelsabkommen-mit-der-ukraine-besiegelt\/\" target=\"_blank\">Sanktionen Augenwischerei? Freihandelsabkommen mit der Ukraine besiegelt!<\/a>]<\/p>\n<p><strong>Bereits im Dezember 2013 berichteten wir, dass Monsanto, der weltweit gr\u00f6\u00dfte Saatgut-Hersteller, den Bau einer Saatgut-Anlage f\u00fcr konventionellen Mais in der Ukraine plane.\u00a0<\/strong>Die Samen werden f\u00fcr den lokalen Markt und f\u00fcr den Export produziert. Das Agrarland Ukraine wird f\u00fcr das internationale Agrarbusiness immer attraktiver, so in einer Mitteilung der\u00a0<b>Germany Trade and Invest \u2013 Gesellschaft f\u00fcr Au\u00dfenwirtschaft und Standortmarketing mbH (<\/b><b>GTAI) \u2013 <\/b>bis zum 1. Januar 2009\u00a0<b>Bundesagentur f\u00fcr Au\u00dfenwirtschaft (b<\/b><b>fai)<\/b>, ist eine\u00a0GmbH,\u00a0die vollst\u00e4ndig im\u00a0<strong>Eigentum des Bundes<\/strong>\u00a0ist. Sie ist dem\u00a0Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Technologie\u00a0zugeordnet. [Siehe:\u00a0<a title=\"Agrar-Monopoly in Ukraine \u2013 Monsanto  realisiert Gro\u00dfprojekt\" href=\"http:\/\/netzfrauen.org\/2013\/12\/12\/agrar-monopoly-ukraine-monsanto-und-co-realisieren-grossprojekte\/\" target=\"_blank\">Agrar-Monopoly in Ukraine \u2013 Monsanto realisiert Gro\u00dfprojekt<br \/>\n<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ein Netzfrauen Artikel: Gerade die Ukraine ist\u00a0bekannt als die \u201eKornkammer Europas\u201e. Das Land besitzt die besten und ertragreichsten B\u00f6den der Welt. Sogar\u00a0der US- Gentechnik-Konzern Monsanto hat in der Ukraine ein B\u00fcro er\u00f6ffnet. Gro\u00dfe US-Agrarkonzerne machen seit Jahren Gesch\u00e4fte in der Ukraine.\u00a0Unter ihnen\u00a0Monsanto, das Agrarunternehmen\u00a0Cargill\u00a0und der Chemiekonzern DuPont. 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Bereits im M\u00e4rz 2014 \u00a0hatten die 28 Staats- und Regierungschefs der EU erkl\u00e4rt, dass die Ukraine in den kommenden Jahren Unterst\u00fctzung im Umfang von rund 11,2 Mrd.\u00a0Euro erhalten soll. Durch kurz- und mittelfristige Ma\u00dfnahmen soll die wirtschaftliche und finanzielle Lage in der Ukraine stabilisiert werden. [Siehe:\u00a0Ukraine: Wirtschaftliche Interessen als Weltpolitik].\u00a0Fracking, Erdgas, Agrar-Monopoly, Bodensch\u00e4tze: Die Ukraine, ein Staat im Osten, den die EU und die USA gerne vereinnahmen m\u00f6chten\u2026 Die EU-Kommission hat der vom Staatsbankrott bedrohten Ukraine\u00a0jetzt\u00a0Finanzhilfen in H\u00f6he von 600 Millionen Euro \u00fcberwiesen. Dies ist die erste Zahlung aus einem neuen Hilfsprogramm \u00fcber insgesamt 1,8 Milliarden Euro. Die restlichen 1,2 Milliarden Euro will die Kommission \u201ein den kommenden Monaten\u201c auszahlen. Dies h\u00e4nge davon ab, ob Wirtschafts- und Strukturreformen, \u00fcber die sich beide Seiten verst\u00e4ndigt h\u00e4tten, umgesetzt werden. Das bis heute umk\u00e4mpfte Land ist weltweit der drittgr\u00f6\u00dfte Exporteur von Mais und der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Exporteur von Weizen, ebenso einer der gr\u00f6\u00dften Fleischlieferanten. \u00a0Mit mehr als zweiunddrei\u00dfig Millionen Hektar fruchtbaren Ackerlands entsprechen die Anbaufl\u00e4chen einem Drittel der gesamten Landwirtschaftsfl\u00e4che in der Europ\u00e4ischen Union. Im M\u00e4rz 2014 investierte Monsanto einhundertundvierzig Millionen US-Dollar in den Aufbau einer neuen Saatgutanlage in der Ukraine. Cargill besitzt mindestens vier Getreidesilos und zwei Sonnenblumenverarbeitungsanlagen f\u00fcr die Produktion von Sonnenblumen\u00f6l. Der Konzern ist seit \u00fcber zwanzig Jahren in der Ukraine t\u00e4tig mit Standorten in Kiew, Donezk, Kakhovka, Kutsovka, Braginovka, Balakeya, Konstantinovka, Korystovka und Khaschevatoye. Ein Deal mit Europa k\u00f6nnte auch lauten, dass die Ukraine seinen Heimatmarkt f\u00fcr europ\u00e4ische Firmen \u00f6ffnet, die dort Ableger f\u00fcr die lokale Fertigung und Produktion einrichten. Im Gegenzug \u00f6ffnet die EU ihren Absatzmarkt f\u00fcr diese ukrainische Firmen und hilft ihnen so bei der Eingliederung in die Weltwirtschaft. F\u00fcr die Konzerne unter dem Aspekt von Billigsl\u00f6hnen ein lukratives Gesch\u00e4ft. [Siehe:\u00a0Sanktionen Augenwischerei? Freihandelsabkommen mit der Ukraine besiegelt!] Bereits im Dezember 2013 berichteten wir, dass Monsanto, der weltweit gr\u00f6\u00dfte Saatgut-Hersteller, den Bau einer Saatgut-Anlage f\u00fcr konventionellen Mais in der Ukraine plane.\u00a0Die Samen werden f\u00fcr den lokalen Markt und f\u00fcr den Export produziert. 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