{"id":16454,"date":"2015-10-15T10:53:19","date_gmt":"2015-10-15T08:53:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=16454"},"modified":"2015-10-15T10:53:19","modified_gmt":"2015-10-15T08:53:19","slug":"pestizid-cocktails-fast-kein-obst-und-gemuese-ohne-chemie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2015\/10\/pestizid-cocktails-fast-kein-obst-und-gemuese-ohne-chemie\/","title":{"rendered":"Pestizid-Cocktails  Fast kein Obst und Gem\u00fcse ohne Chemie"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img\" title=\"Bildquelle: BR\" src=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/videos\/gemuese-136%7E_v-standard644_02da94.jpg\" alt=\"Gem\u00fcse\" width=\"468\" height=\"263\" data-ctrl-attributeswap=\"{'id':'gemuese-136-','action':{'xs':{'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/videos\/gemuese-136~_v-varm_02da94.jpg'},'s':{'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/videos\/gemuese-136~_v-varm_02da94.jpg'},'m':{'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/videos\/gemuese-136~_v-standard644_02da94.jpg'},'l': {'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/videos\/gemuese-136~_v-standard644_02da94.jpg'},'xl':{'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/videos\/gemuese-136~_v-standard837_02da94.jpg'}}}\" \/><\/p>\n<p class=\"text small\">Sie sollen f\u00fcr makelloses Obst und Gem\u00fcse und maximale Ernteertr\u00e4ge sorgen: Pestizide auf den Feldern. Landwirte setzen sie im konventionellen Anbau in Unmengen ein. Doch es bleiben R\u00fcckst\u00e4nde \u2013 und die k\u00f6nnen krank machen.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<p class=\"text small\">Die gro\u00dfen Chemiekonzerne feiern seit Jahren steigende Ums\u00e4tze: 1,6 Milliarden Euro haben sie im vergangenen Jahr alleine in Deutschland mit Pflanzenschutzmitteln gemacht. Verbrauchersch\u00fctzer und Umweltorganisationen warnen jetzt aber vor dem Einsatz von Mitteln mit vielen verschiedenen Pestiziden.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<p class=\"text small\">&#8220;Das Problem f\u00e4ngt auf dem Acker an \u2013 es wird immer mehr gespritzt, es kommen immer mehr Mittel zum Einsatz und letztendlich findet sich das auch in den Produkten wieder, die in den Handel gelangen&#8221;, sagt Dirk Zimmermann von der Umweltorganisation Greenpeace.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<p class=\"text small\">Diese Cocktails sollen zu verst\u00e4rkten R\u00fcckst\u00e4nden in Lebensmitteln f\u00fchren \u2013 mit unkalkulierbaren Risiken f\u00fcr die Gesundheit der Verbraucher. Das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus macht eine Stichprobe und kauft auf dem Wochenmarkt und in Lebensmittelgesch\u00e4ften in mehreren deutschen St\u00e4dten ein. Mehr als 20 Proben werden in unabh\u00e4ngigen Laboren \u00fcberpr\u00fcft. Die Ergebnisse sind zum Teil schockierend: Fast alle Proben sind belastet.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<div class=\"mediaCon mediaLeft small\">\n<div class=\"media mediaA \"><img decoding=\"async\" class=\"img\" title=\"Bildquelle: BR\" src=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/johannisbeeren-pestizide-labor-100%7E_v-standard368_176092.jpg\" alt=\"Johannisbeeren im Labor\" data-ctrl-attributeswap=\"{'id':'johannisbeeren-pestizide-labor-100-5','action':{'xs':{'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/johannisbeeren-pestizide-labor-100~_v-standard368_176092.jpg'},'s':{'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/johannisbeeren-pestizide-labor-100~_v-standard368_176092.jpg'},'m':{'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/johannisbeeren-pestizide-labor-100~_v-standard368_176092.jpg'},'l': {'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/johannisbeeren-pestizide-labor-100~_v-standard368_176092.jpg'},'xl':{'src':'\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/johannisbeeren-pestizide-labor-100~_v-varm_176092.jpg'}}}\" \/><\/p>\n<div class=\"mediaInfo\">\n<p class=\"infotext\">Johannisbeeren stark belastet<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"text small\">&#8220;Bei den Johannisbeeren haben wir alleine acht verschiedene Pestizide gefunden und bei den Weintrauben sogar zw\u00f6lf verschiedene Pestizide&#8221;, erkl\u00e4rt\u00a0Gary Z\u00f6rner vom\u00a0Lafu Labor Delmenhorst. &#8220;Zwei von den Pestiziden haben krebsausl\u00f6sende Wirkung und zwei sind hormonell wirksame Giftchemikalien \u2013 was also eine ganz besondere Gef\u00e4hrlichkeit hat&#8221;.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<p class=\"text small\">Zwar werden die Grenzwerte f\u00fcr einzelne Pestizide eingehalten, aber die Anzahl der nachgewiesenen R\u00fcckst\u00e4nde steigt, so Experten. Auch in Orangen finden sich zahlreiche Chemikalien, zudem sind Himbeeren, Salate und verschiedene Apfelsorten mehrfachbelastet.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<h2 class=\"subtitle small\">Gesundheitsgefahr durch Pestizidcocktails<\/h2>\n<p class=\"text small\">Toxikologen und Mediziner sehen sogar eine Gesundheitsgefahr und warnen vor einem dauerhaften Verzehr gespritzter Lebensmittel. Denn Pestizide, allen voran Pestizid-Cocktails, stehen in Verdacht, menschliche Zellen zu sch\u00e4digen und schwere Krankheiten wie Parkinson, Krebs und Allergien auszul\u00f6sen. Wissenschaftler fordern deshalb den Einsatz von Pestiziden gesetzlich zu begrenzen und einen Summengrenzwert f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse einzuf\u00fchren. Denn bisher gibt es keine gesetzliche Grenze, wie viele verschiedene Pestizide pro Produkt eingesetzt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<h2 class=\"subtitle small\">Studien im Auftrag der Industrie<\/h2>\n<p class=\"text small\">Die Wirkstoffe an sich wurden durch die Europ\u00e4ische Lebensmittelbeh\u00f6rde bewertet und von der EU-Kommission zugelassen \u2013 basierend auf Studien im Auftrag der Pestizid-Hersteller. F\u00fcr Kritiker fehlt hier die Unabh\u00e4ngigkeit. Der Industrieverband Agrar, der gro\u00dfe Chemiekonzerne vertritt, verweist darauf, dass Studien nach, &#8220;festgelegten wissenschaftlichen Standards durchgef\u00fchrt&#8221; werden. Meist seien damit unabh\u00e4ngige Labore beauftragt.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<p class=\"text small\">&#8220;Wenn also von Industriestudien die Rede ist, sind damit Studien gemeint, die von der Industrie im Rahmen eines festgelegten Verfahrens beauftragt und bezahlt werden m\u00fcssen&#8221;, stellt der Industrieverband Agrar fest.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<p class=\"text small\">Die Europ\u00e4ische Lebensmittelbeh\u00f6rde efsa verweist darauf, dass sie derzeit tausende\u00a0 H\u00f6chstwerte \u00fcberpr\u00fcft. In zahlreichen F\u00e4llen habe sie bereits eine &#8220;Absenkung der geltenden R\u00fcckstandsh\u00f6chstmenge&#8221; vorgeschlagen. Doch bisher landen weiterhin pestizidverseuchte Lebensmittel auf den Tellern.<\/p>\n<div class=\"clearMe\"><\/div>\n<p class=\"text small\">Bericht: Vanessa L\u00fcnenschlo\u00df, Jan Zimmermann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sollen f\u00fcr makelloses Obst und Gem\u00fcse und maximale Ernteertr\u00e4ge sorgen: Pestizide auf den Feldern. Landwirte setzen sie im konventionellen Anbau in Unmengen ein. Doch es bleiben R\u00fcckst\u00e4nde \u2013 und die k\u00f6nnen krank machen. Die gro\u00dfen Chemiekonzerne feiern seit Jahren steigende Ums\u00e4tze: 1,6 Milliarden Euro haben sie im vergangenen Jahr alleine in Deutschland mit Pflanzenschutzmitteln gemacht. Verbrauchersch\u00fctzer und Umweltorganisationen warnen jetzt aber vor dem Einsatz von Mitteln mit vielen verschiedenen Pestiziden. &#8220;Das Problem f\u00e4ngt auf dem Acker an \u2013 es wird immer mehr gespritzt, es kommen immer mehr Mittel zum Einsatz und letztendlich findet sich das auch in den Produkten wieder, die in den Handel gelangen&#8221;, sagt Dirk Zimmermann von der Umweltorganisation Greenpeace. Diese Cocktails sollen zu verst\u00e4rkten R\u00fcckst\u00e4nden in Lebensmitteln f\u00fchren \u2013 mit unkalkulierbaren Risiken f\u00fcr die Gesundheit der Verbraucher. Das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus macht eine Stichprobe und kauft auf dem Wochenmarkt und in Lebensmittelgesch\u00e4ften in mehreren deutschen St\u00e4dten ein. Mehr als 20 Proben werden in unabh\u00e4ngigen Laboren \u00fcberpr\u00fcft. Die Ergebnisse sind zum Teil schockierend: Fast alle Proben sind belastet. Johannisbeeren stark belastet &#8220;Bei den Johannisbeeren haben wir alleine acht verschiedene Pestizide gefunden und bei den Weintrauben sogar zw\u00f6lf verschiedene Pestizide&#8221;, erkl\u00e4rt\u00a0Gary Z\u00f6rner vom\u00a0Lafu Labor Delmenhorst. &#8220;Zwei von den Pestiziden haben krebsausl\u00f6sende Wirkung und zwei sind hormonell wirksame Giftchemikalien \u2013 was also eine ganz besondere Gef\u00e4hrlichkeit hat&#8221;. Zwar werden die Grenzwerte f\u00fcr einzelne Pestizide eingehalten, aber die Anzahl der nachgewiesenen R\u00fcckst\u00e4nde steigt, so Experten. Auch in Orangen finden sich zahlreiche Chemikalien, zudem sind Himbeeren, Salate und verschiedene Apfelsorten mehrfachbelastet. Gesundheitsgefahr durch Pestizidcocktails Toxikologen und Mediziner sehen sogar eine Gesundheitsgefahr und warnen vor einem dauerhaften Verzehr gespritzter Lebensmittel. Denn Pestizide, allen voran Pestizid-Cocktails, stehen in Verdacht, menschliche Zellen zu sch\u00e4digen und schwere Krankheiten wie Parkinson, Krebs und Allergien auszul\u00f6sen. Wissenschaftler fordern deshalb den Einsatz von Pestiziden gesetzlich zu begrenzen und einen Summengrenzwert f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse einzuf\u00fchren. Denn bisher gibt es keine gesetzliche Grenze, wie viele verschiedene Pestizide pro Produkt eingesetzt werden d\u00fcrfen. Studien im Auftrag der Industrie Die Wirkstoffe an sich wurden durch die Europ\u00e4ische Lebensmittelbeh\u00f6rde bewertet und von der EU-Kommission zugelassen \u2013 basierend auf Studien im Auftrag der Pestizid-Hersteller. F\u00fcr Kritiker fehlt hier die Unabh\u00e4ngigkeit. Der Industrieverband Agrar, der gro\u00dfe Chemiekonzerne vertritt, verweist darauf, dass Studien nach, &#8220;festgelegten wissenschaftlichen Standards durchgef\u00fchrt&#8221; werden. Meist seien damit unabh\u00e4ngige Labore beauftragt. &#8220;Wenn also von Industriestudien die Rede ist, sind damit Studien gemeint, die von der Industrie im Rahmen eines festgelegten Verfahrens beauftragt und bezahlt werden m\u00fcssen&#8221;, stellt der Industrieverband Agrar fest. Die Europ\u00e4ische Lebensmittelbeh\u00f6rde efsa verweist darauf, dass sie derzeit tausende\u00a0 H\u00f6chstwerte \u00fcberpr\u00fcft. In zahlreichen F\u00e4llen habe sie bereits eine &#8220;Absenkung der geltenden R\u00fcckstandsh\u00f6chstmenge&#8221; vorgeschlagen. Doch bisher landen weiterhin pestizidverseuchte Lebensmittel auf den Tellern. 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