{"id":16466,"date":"2015-10-16T06:12:49","date_gmt":"2015-10-16T04:12:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=16466"},"modified":"2015-10-16T06:25:14","modified_gmt":"2015-10-16T04:25:14","slug":"herbstlicher-lebensspender-bluehenden-efeu-nicht-beschneiden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2015\/10\/herbstlicher-lebensspender-bluehenden-efeu-nicht-beschneiden\/","title":{"rendered":"Herbstlicher Lebensspender bl\u00fchenden Efeu nicht beschneiden"},"content":{"rendered":"<p>Tiere &amp; Pflanzen Pflanzen Pflanzenwissen<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/P1580231-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-16468 size-full\" src=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/P1580231-Kopie.jpg\" alt=\"P1580231 Kopie\" width=\"470\" height=\"315\" srcset=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/P1580231-Kopie.jpg 470w, http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/P1580231-Kopie-300x201.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine Umfrage unter Bienen, Wespen und Schmetterlingen w\u00fcrde dem Efeu sicher allerbeste Beliebtheitswerte bringen. Bl\u00fcht die Kletterpflanze doch erst, wenn sonst nur noch wenige Nektarquellen zur Verf\u00fcgung stehen. Praktisch alles, was sechs Beine hat, kommt im Herbst hier vorbei.<!--more--><\/p>\n<p>Faltenwespen und Solit\u00e4rwespen sind an Efeu besonders h\u00e4ufig. &#8211;<\/p>\n<p>Feuerwanzen findet man vor allem an Linden und Malven, im Herbst darfs auch Efeu sein.<\/p>\n<p>Der Admiral ist ein typischer Efeubl\u00fctenbesucher. &#8211;<\/p>\n<p>Auch Distelfalter tanken vor dem Abflug nach S\u00fcden noch einmal am Efeu auf.<\/p>\n<p>Honigbiene auf einem ihrer letzten herbstlichen Fl\u00fcge<br \/>\nNun kann man aus den f\u00fcr den Menschen giftigen Efeufr\u00fcchten gewiss keine berauschenden Getr\u00e4nke brauen. Doch schon fr\u00fch entdeckte man die medizinische Wirkung des Efeus, vor allem als Hustenl\u00f6ser war er beliebt und wird er noch heute benutzt. Wie man seit kurzem wei\u00df \u2013 Forscher der Uni Bonn fanden es heraus \u2013 wirkt das im aus Bl\u00e4ttern gewonnenen Efeu-Extrakt enthaltene Alpha-Hederin auf unser Nervensytem. Dabei werden die Atemwege angeregt, schleiml\u00f6sende Stoffe zu produzieren, und gleichzeitig kommt es zu einer Erweiterung der Bronchien<\/p>\n<p>Auch eine Umfrage unter Bienen, Wespen und Schmetterlingen w\u00fcrde dem Efeu sicher allerbeste Beliebtheitswerte bringen. Bl\u00fcht die Kletterpflanze doch erst, wenn sonst nur noch wenige Nektarquellen zur Verf\u00fcgung stehen; meist ab Ende August und dann bis in den November oder sogar Dezember hinein. Die in einer Halbkugel angeordneten, unscheinbar gelbgr\u00fcnen Bl\u00fcten sind v\u00f6llig offen, so dass Besucher aller Art einen offen gedeckten Tisch vorfinden. Praktisch alles, was sechs Beine hat, kommt im Herbst hier vorbei, von Ameisen \u00fcber Fliegen, Schwebfliegen aller Art, Wespen, Bienen und Falter. Selbst Marienk\u00e4fer weichen nun mangels Blattl\u00e4usen gerne auf energiereichen Bl\u00fctennektar um.<\/p>\n<p>Unter den Schmetterlingen fallen vor allem die schwarz-rot-wei\u00dfen Admirale auf, die man auch an Fallobst findet. In diesem Jahr lie\u00dfen sich am Efeu zudem einige Distelfalter sehen. Dieser Wanderfalter kam im Fr\u00fchjahr 2009 in seit Jahrzehnten nicht mehr gesehenen Mengen aus dem S\u00fcden zu uns und vermehrte sich pr\u00e4chtig. W\u00e4hrend der allergr\u00f6\u00dfte Teil ab Ende August in w\u00e4rmere Gefilde abzog, harrte der eine oder andere Distelfalter noch bis in den Oktober hinein aus.<\/p>\n<p>Letztes Gnadenbrot<br \/>\nF\u00fcr manche Insekten ist der Efeu-Nektar das letzte Gnadenbrot. W\u00e4hrend Ameisen die kalte Jahreszeit unterirdisch verbringen und Marienk\u00e4fer ebenfalls Verstecke aufsuchen, \u00fcberwintern bei den Faltenwespen nur die K\u00f6niginnen. Die M\u00e4nnchen, ebenso wie alle Arbeiterinnen, sterben im Herbst.<\/p>\n<p>Die im Winter heranreifenden Fr\u00fcchte werden vor allem von Staren und Drosseln gerne gefressen. &#8211; Foto: Helge May<\/p>\n<p>Efeu-Blatttypen: Links ein junges, stark gebuchtetes Blatt, rechts ein glattrandiges Blatt von einer alten Pflanze. Bl\u00fcten tragen nur die alten Triebe.<\/p>\n<p>Die Efeubl\u00fcte beginnt gegen Mitte September und zieht sich bis in den Sp\u00e4therbst. &#8211; Foto: Helge May<\/p>\n<p>&lt; &gt;<\/p>\n<p>Auch nach dem Verbl\u00fchen ist der Efeu eine wichtige Nahrungsquelle. Die im Winter blauschwarz heranreifenden Fr\u00fcchte werden vor allem von Staren, Amseln und anderen Drosseln gerne gefressen. Bis Efeu zur Bl\u00fcte kommt, dauernd es allerdings acht bis zehn Jahre.<\/p>\n<p>Efeu kann mehr als 200 Jahre alt werden und \u00fcber 20 Meter hoch klettern. Die in der Jugend langsam wachsende, sp\u00e4ter aber bis j\u00e4hrlich zwei Meter treibende Pflanze bildet zun\u00e4chst ausschlie\u00dflich Klettertriebe mit den typischen drei- bis f\u00fcnflappigen Bl\u00e4ttern aus. Erst im Alter bilden sich oben \u00fcberh\u00e4ngende, kletterwurzelfreie Bl\u00fctentriebe mit rundlichen Bl\u00e4ttern. Efeu l\u00e4sst sich mit Stecklingen einfach vermehren. Doch Achtung: Stecklinge aus Bl\u00fctentrieben entwickeln niemals Kletterwurzeln, sie eigenen sich nur als Bodendecker. Efeu ist \u00fcbrigens \u201elichtscheu\u201c, das hei\u00dft, die Triebe wachsen zur vom Licht abgewandten Seite. Deshalb gedeiht er im Halbschatten und Schatten besser als in glei\u00dfender Sonne oder an strahlend hellen W\u00e4nden.<\/p>\n<p>Helge May<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tiere &amp; Pflanzen Pflanzen Pflanzenwissen Eine Umfrage unter Bienen, Wespen und Schmetterlingen w\u00fcrde dem Efeu sicher allerbeste Beliebtheitswerte bringen. 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