{"id":16981,"date":"2016-01-09T06:11:40","date_gmt":"2016-01-09T04:11:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=16981"},"modified":"2016-01-09T06:12:59","modified_gmt":"2016-01-09T04:12:59","slug":"wie-sagte-der-philosoph-juergen-habermas-letztens-die-politik-macht-das-was-80-prozent-ablehnen-deshalb-wird-die-demokratie-zum-stoerfaktor","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2016\/01\/wie-sagte-der-philosoph-juergen-habermas-letztens-die-politik-macht-das-was-80-prozent-ablehnen-deshalb-wird-die-demokratie-zum-stoerfaktor\/","title":{"rendered":"Wie sagte der Philosoph J\u00fcrgen Habermas letztens: &#8220;Die Politik macht das, was 80 Prozent ablehnen. Deshalb wird die Demokratie zum St\u00f6rfaktor&#8221;."},"content":{"rendered":"<p>Damit brachte er auf den Punkt, was immer mehr Menschen denken: Wie kann sich ein Land demokratisch nennen, wenn das, was die Politiker entscheiden, nicht dem Willen der Bev\u00f6lkerung entspricht, sondern dem einzelner Interessengruppen? Warum w\u00e4hlen wir eigentlich, wenn am Ende nicht DAS geschieht, was WIR wollen und ALLEN n\u00fctzt, sondern vor allem das, was die Gewinne der Banken, Versicherungen, Auto-, Chemie- und Lebensmittelkonzerne mehrt?<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"bild\" src=\"http:\/\/s3-eu-west-1.amazonaws.com\/files.crsend.com\/8000\/8099\/images\/20160108_index.png\" alt=\"Ampel\" width=\"141\" height=\"287\" align=\"left\" border=\"0\" hspace=\"10\" \/><\/strong>Und warum ist das so? Ganz einfach: <strong>30.000 Lobbyisten &#8211; ja, Sie haben richtig gelesen &#8211; 30.000 Lobbyisten, also fast 40 pro Europaparlamentarier<\/strong>, sorgen in Br\u00fcssel daf\u00fcr, dass die Demokratie zur Lobbykratie mutiert. Und daran wird auch die in 2015 beschlossene Karenzzeit von 12 &#8211; 18 Monaten f\u00fcr Politiker, die in die Wirtschaft wechseln wollen, nichts \u00e4ndern. Denn dieser Zeitraum ist viel zu kurz. Zumal den Politikern erlaubt ist, schon w\u00e4hrend dieser Karenzperiode Arbeitsvertr\u00e4ge f\u00fcr die Zeit danach abzuschlie\u00dfen! Es wird nichts daran \u00e4ndern, dass das Demokratieprinzip weiterhin au\u00dfer Kraft gesetzt wird.<br \/>\nLiebe foodwatch-Interessierte, es geh\u00f6rt zur Demokratie, dass Interessenverb\u00e4nde sich f\u00fcr ihre Anliegen stark machen und Parlamentarier und Regierungen davon \u00fcberzeugen d\u00fcrfen. Auch foodwatch, als Streiter f\u00fcr die Rechte der Verbraucher, macht von diesem Recht Gebrauch. Was aber nicht sein darf: <strong>Dass die Gesetze nach den Interessen einer Wirtschaftsbranche geschrieben werden und unsere Regierungen als Dienstleister der Industrie agieren!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit brachte er auf den Punkt, was immer mehr Menschen denken: Wie kann sich ein Land demokratisch nennen, wenn das, was die Politiker entscheiden, nicht dem Willen der Bev\u00f6lkerung entspricht, sondern dem einzelner Interessengruppen? Warum w\u00e4hlen wir eigentlich, wenn am Ende nicht DAS geschieht, was WIR wollen und ALLEN n\u00fctzt, sondern vor allem das, was die Gewinne der Banken, Versicherungen, Auto-, Chemie- und Lebensmittelkonzerne mehrt? Und warum ist das so? Ganz einfach: 30.000 Lobbyisten &#8211; ja, Sie haben richtig gelesen &#8211; 30.000 Lobbyisten, also fast 40 pro Europaparlamentarier, sorgen in Br\u00fcssel daf\u00fcr, dass die Demokratie zur Lobbykratie mutiert. Und daran wird auch die in 2015 beschlossene Karenzzeit von 12 &#8211; 18 Monaten f\u00fcr Politiker, die in die Wirtschaft wechseln wollen, nichts \u00e4ndern. Denn dieser Zeitraum ist viel zu kurz. Zumal den Politikern erlaubt ist, schon w\u00e4hrend dieser Karenzperiode Arbeitsvertr\u00e4ge f\u00fcr die Zeit danach abzuschlie\u00dfen! Es wird nichts daran \u00e4ndern, dass das Demokratieprinzip weiterhin au\u00dfer Kraft gesetzt wird. Liebe foodwatch-Interessierte, es geh\u00f6rt zur Demokratie, dass Interessenverb\u00e4nde sich f\u00fcr ihre Anliegen stark machen und Parlamentarier und Regierungen davon \u00fcberzeugen d\u00fcrfen. Auch foodwatch, als Streiter f\u00fcr die Rechte der Verbraucher, macht von diesem Recht Gebrauch. 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