{"id":17193,"date":"2016-03-03T06:34:17","date_gmt":"2016-03-03T04:34:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=17193"},"modified":"2016-03-03T06:34:17","modified_gmt":"2016-03-03T04:34:17","slug":"glyphosat-zulassung-wir-zeigen-monsanto-bfr-und-efsa-an-industrie-studien-verschleiern-krebseffekte-bfr-und-efsa-liefern-irrefuehrende-bewertungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2016\/03\/glyphosat-zulassung-wir-zeigen-monsanto-bfr-und-efsa-an-industrie-studien-verschleiern-krebseffekte-bfr-und-efsa-liefern-irrefuehrende-bewertungen\/","title":{"rendered":"Glyphosat-Zulassung: Wir zeigen Monsanto, BfR und EFSA an  Industrie-Studien verschleiern Krebseffekte \u2013 BfR und EFSA liefern irref\u00fchrende Bewertungen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Glyphosat ist der weltweit am h\u00e4ufigsten eingesetzte Pestizidwirkstoff. R\u00fcckst\u00e4nde finden sich in der Umwelt, in Lebensmitteln und im menschlichen K\u00f6rper. Im M\u00e4rz 2015 wurde Glyphosat von der Internationalen Agentur f\u00fcr Krebsforschung (IARC) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich beim Menschen krebserregend eingestuft. In Widerspruch dazu schlugen das deutsche Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) und die Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) vor, Glyphosat als nicht krebserregend zu klassifizieren. Damit ebneten sie den Weg f\u00fcr eine erneute Zulassung. Denn nur Stoffe die nicht krebserregend sind, d\u00fcrfen in Europa zugelassen werden. Schon am 7. M\u00e4rz sollen die EU-Mitgliedsstaaten <!--more-->entscheiden.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund analysierte der deutsche Toxikologe Peter Clausing in unserem Auftrag f\u00fcnf Studien an Laborm\u00e4usen, welche von Experten der WHO und zahlreichen anderen Krebsforschern als eindeutige Krebsbefunde f\u00fcr Glyphosat gewertet werden, von Monsanto, BfR und EFSA aber als Belege f\u00fcr die Abwesenheit eines krebserzeugenden Potential interpretiert wurden. Unsere Analyse brachte schwere Verst\u00f6\u00dfe gegen geltende Richtlinien zur Auswertung von Krebsstudien zum Vorschein, welche die Diskreopenazen in der Bewertung dewr WHO auf der einen Seite und von Monsanto, BfR und EFSA auf der anderen Seite erkl\u00e4ren.<br \/>\nFehlerhafte Auswertungen verschleiern Krebsbefunde<\/p>\n<p>Um eine europ\u00e4ische Wiedergenehmigung von Glyphosat zu erhalten, reichte im Mai 2012 die Monsanto Europe S.A beim BfR unter anderem f\u00fcnf Krebsstudien an M\u00e4usen ein. Monsanto schlussfolgerte, dass Glyphosat kein krebserregendes Potential habe. Doch in vier dieser f\u00fcnf Studien wurden aufgrund ungeeigneter, nicht OECD-konformer Auswertungsverfahren signifikante Krebseffekte verschleiert.<\/p>\n<p>Das BfR verlie\u00df sich urspr\u00fcnglich auf die von Monsanto mit den Versuchsdaten mitgelieferten statistischen Bewertungen und erkl\u00e4rte unter Hinweis auf diese Studien im Dezember 2013 dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Unter dem Druck der im M\u00e4rz 2015 erfolgten WHO-Einstufung als \u201cwahrscheinlich krebserregend beim Menschen\u201c musste das BfR die von Monsanto eingereichten M\u00e4usestudien neu bewerten. Das BfR stellte fest, dass eine OECD-Leitlinien-konforme Auswertung in allen Industrie-Studien sifnifikante, dosisabh\u00e4ngige Krebseffekte zum Vorschein bringt, um dann unter grober Verletzung der einschl\u00e4gigen OECD-Leitlinie und fundametaler wissenschaftlicher Prinzipien s\u00e4mtliche dieser Krebsbefunde als irrelevant und zufallsbedingt zu verwerfen.<\/p>\n<p>Anstatt diese entschieden zur\u00fcckzuweisen, \u00fcbernahm die EFSA im November 2015 die BfR-Schlussfolgerungen in ihren EFSA- Bericht. Damit machte die EFSA eine Krebsgefahren-Bewertung, die von 96 internationalen Experten als &#8220;wissenschaftlich inakzeptabel&#8221;, &#8220;fundamental fehlerhaft&#8221; und &#8220;in die Irre f\u00fchrend&#8221; qualifiziert wurde, zur wissenschaftlichen Basis f\u00fcr die bevorstehende EU-Abstimmung \u00fcber Glyphosat.<br \/>\nGlyphosat-h\u00e4ltige Unkrautvernichter<br \/>\nWissenschaftlicher Betrug bei Monsanto-Studien gerichtsbekannt<\/p>\n<p>Es erhebt sich der Verdacht, dass europ\u00e4ische Zulassungsbeh\u00f6rden und die Industrie durch die inkorrekte Auswertung von Daten versucht haben, Glyphosat trotz seiner wahrscheinlich beim Menschen krebserzeugenden Wirkung auf dem europ\u00e4ischen Markt zu halten, meint unser Rechtsanwalt Dr. Josef Unterweger, der f\u00fcr uns Anzeige bei den Staatsanwaltschaften von Wien und Berlin erstattet. Es ist unverst\u00e4ndlich, wie das BfR die Angaben von Monsanto ohne weiteres \u00fcbernehmen kann. Monsanto ist schon \u00f6fters mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und hat nicht das erste mal bei Angaben zu Glyphosat falsche Angaben gemacht, meint Unterweger weiters.<\/p>\n<p>Beh\u00f6rden haben im Interesse der \u00d6ffentlichkeit zu agieren. Politische Entscheidungstr\u00e4ger m\u00fcssen sich auf wissenschaftlich fundierte und korrekten Informationen verlassen k\u00f6nnen. Im aktuellen Falle von Glyphosat ist aber all das massiv in Zweifel zu stellen.<\/p>\n<p>Wir fordern daher gemeinsam mit zahlreichen anderen europ\u00e4ischen Organisationen, die europ\u00e4ischen Mitgliedsstaaten, insbesondere auch \u00d6sterreich auf, sich am 7. M\u00e4rz gegen eine Verl\u00e4ngerung der Zulassung von Glyphosat auszusprechen.<\/p>\n<p>Die Strafanzeige bei den Staatsanwaltschaften von Wien und Berlin werden heute eingbracht.<br \/>\nVielen Dank f\u00fcr Ihr Interesse und Ihre Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Gerald Osterbauer<br \/>\nf\u00fcr GLOBAL 2000<\/p>\n<p>PS: Unterst\u00fctzen Sie unsere Arbeit! Werden Sie GLOBAL 2000 UmweltpatIn und investieren Sie damit in eine umweltfreundliche Zukunft! Jetzt UmweltpatIn werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Glyphosat ist der weltweit am h\u00e4ufigsten eingesetzte Pestizidwirkstoff. R\u00fcckst\u00e4nde finden sich in der Umwelt, in Lebensmitteln und im menschlichen K\u00f6rper. Im M\u00e4rz 2015 wurde Glyphosat von der Internationalen Agentur f\u00fcr Krebsforschung (IARC) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich beim Menschen krebserregend eingestuft. In Widerspruch dazu schlugen das deutsche Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) und die Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) vor, Glyphosat als nicht krebserregend zu klassifizieren. Damit ebneten sie den Weg f\u00fcr eine erneute Zulassung. Denn nur Stoffe die nicht krebserregend sind, d\u00fcrfen in Europa zugelassen werden. Schon am 7. 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