{"id":1970,"date":"2009-05-28T09:44:02","date_gmt":"2009-05-28T07:44:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=1970"},"modified":"2009-05-28T10:45:13","modified_gmt":"2009-05-28T08:45:13","slug":"der-verraeterische-fleck-an-der-decke","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2009\/05\/der-verraeterische-fleck-an-der-decke\/","title":{"rendered":"Ein verr\u00c3\u00a4terischer Fleck an der Decke"},"content":{"rendered":"<p>Die Tatsache, dass die Sp\u00c3\u00bcle in meiner winzigen K\u00c3\u00bcche zwar ganz normal wirkte, ihr jedoch der \u00c3\u0153berlauf fehlte, sollte mich noch in eine recht unangenehme Situation bringen. Eines Tages, ich  hatte  morgens bevor ich zur Arbeit ging noch in aller Eile meine Tasse samt Untertasse und Teller abgewaschen,  das Abwaschwasser der Bequemlichkeit halber jedoch in der Sp\u00c3\u00bcle gelassen, denn wiegesagt ich hatte es eilig und war wie meist  sp\u00c3\u00a4t dran.Ich mu\u00c3\u0178te um jeden Preis noch meine Stra\u00c3\u0178enbahnlinie erwischen.  Was ich mir jedoch in meiner allmorgentlichen Hetzerei entging, war der tropfende Wasserhahn. <!--more-->  Ich lief aus dem Haus und dachte selbstverst\u00c3\u00a4ndlich einen ganzen Tag weder an die Sp\u00c3\u00bcle noch an besagten \u00c3\u0153berlauf. Als ich nun nichtsahnend  acht Stunden sp\u00c3\u00a4ter meine K\u00c3\u00bcche betrat, sah ich mit Erschrecken, dass der Wasserhahn inzwischen nicht nur st\u00c3\u00a4rker tropfte als am Morgen, sondern auch daf\u00c3\u00bcr gesorgt hatte, dass die Sp\u00c3\u00bcle \u00c3\u00bcbergelaufen war. In Windeseile begann ich den St\u00c3\u00b6psel zu entfernen, das Wasser rauszulassen und die Wasserspuren zu entfernen. Ich untersuchte den Holzboden unterhalb der Sp\u00c3\u00bcle und fand irritierenderweise nicht die geringsten Spuren dessen, was da passiert war. Nichts schien vom \u00c3\u00bcbergelaufenen Wasser durch die Holzdielen nach unten gelaufen zu sein. Prima, dachte ich, dann w\u00c3\u00bcrde wohl auch niemand au\u00c3\u0178er mir Wind von der Angelegenheit bekommen und ging beruhigt zur Tagesordnung \u00c3\u00bcber.<br \/>\nDa hatte ich mich allerdings gr\u00c3\u00bcndlich geirrt. Im Laufe des Abends klopfte es ernergisch an meiner T\u00c3\u00bcr. Herr K\u00c3\u00b6stermann, mein Vermieter stand drau\u00c3\u0178en und teilte mir h\u00c3\u00b6chst ungehalten mit, im Stockwerk unter mir g\u00c3\u00a4be es einen riesigen Wasserfleck an der Badezimmerdecke. Ob ich der Verursacher dieses Flecks sei? \u00e2\u20ac\u017eNein, wieso?\u00e2\u20ac\u0153 fragte ich mit dem harmlosesten Gesicht der Welt zur\u00c3\u00bcck und mit grauenhaft h\u00c3\u00a4mmerndem Herzen. Ich k\u00c3\u00b6nne ihn mir den Fleck  \u00c3\u00bcbrigens ansehen, setzte er unger\u00c3\u00bchrt hinzu. Ich tat es, stand mit ihm in seinem Badezimmer, starrte mit ihm zusammen an die Zimmerdecke, an der besagter riesiger dunkler Fleck prangte  und beteuerte erneut so treuherzig wie m\u00c3\u00b6glich, nicht zu wissen, wie dieser Wasserschaden zustande gekommen sei.<br \/>\nEr fragte, ob er meine K\u00c3\u00bcche untersuchen d\u00c3\u00bcrfe, denn ich merkte, dass er mir selbstverst\u00c3\u00a4ndlich kein Wort glaubte.<br \/>\nHerr K\u00c3\u00b6stermann kniete unter meiner Sp\u00c3\u00bcle und untersuchte intensivst, man h\u00c3\u00a4tte es pedantisch nennen k\u00c3\u00b6nnen, die Bodendielen nach Wasserspuren ab. Irgendetwas konnte hier nicht mit rechten Dingen zugehen. Es war ihm deutlich anzusehen, dass er mir nicht \u00c3\u00bcber den Weg traute. Da er mir jedoch mein Vergehen nicht nachweisen konnte, blieb ihm nichts weiter \u00c3\u00bcbrig, als die Sache wohl oder \u00c3\u00bcbel auf sich beruhen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tatsache, dass die Sp\u00c3\u00bcle in meiner winzigen K\u00c3\u00bcche zwar ganz normal wirkte, ihr jedoch der \u00c3\u0153berlauf fehlte, sollte mich noch in eine recht unangenehme Situation bringen. Eines Tages, ich hatte morgens bevor ich zur Arbeit ging noch in aller Eile meine Tasse samt Untertasse und Teller abgewaschen, das Abwaschwasser der Bequemlichkeit halber jedoch in der Sp\u00c3\u00bcle gelassen, denn wiegesagt ich hatte es eilig und war wie meist sp\u00c3\u00a4t dran.Ich mu\u00c3\u0178te um jeden Preis noch meine Stra\u00c3\u0178enbahnlinie erwischen. Was ich mir jedoch in meiner allmorgentlichen Hetzerei entging, war der tropfende Wasserhahn.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1970"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1970"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1970\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1974,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1970\/revisions\/1974"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}