{"id":20755,"date":"2019-04-29T09:24:54","date_gmt":"2019-04-29T07:24:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=20755"},"modified":"2019-04-29T09:27:39","modified_gmt":"2019-04-29T07:27:39","slug":"gekaufte-agrarpolitik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2019\/04\/gekaufte-agrarpolitik\/","title":{"rendered":"Gekaufte Agrarpolitik?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text small\"><strong>Wie nachhaltig, wie preiswert soll unsere Landwirtschaft sein? In Br\u00fcssel wird derzeit dar\u00fcber verhandelt. Ein Blick auf die deutsche Agrarpolitik zeigt, dass der Verbraucher nicht die Nummer Eins ist. <\/strong><\/p>\n<p class=\"autorenzeile small\">Von Tatjana Mischke und Valentin Thurn, SWR<\/p>\n<p class=\"text small\">Seit Jahren blockieren f\u00fchrende Agrarpolitiker jeglichen Fortschritt hin zu einer naturvertr\u00e4glicheren Landwirtschaft. Das haben Recherchen des SWR basierend auf Daten der Universit\u00e4t Bremen ergeben. Den Auswertungen zufolge stimmen Agrarpolitiker an entscheidender Stelle, zum Beispiel im Agrarausschuss, bis in kleine Details hinein zugunsten der Industrieinteressen. Bei genauerer Betrachtung sind engste Verflechtungen zwischen Gro\u00dfbetrieben der Agrarwirtschaft, Verb\u00e4nden und Ern\u00e4hrungsindustrie zu finden.<\/p>\n<p class=\"text small\">Am Beispiel D\u00fcngeverordnung l\u00e4sst sich das anschaulich nachzeichnen: Seit Jahren beklagen Wasserwerke in weiten Teilen der Republik die zunehmende Nitratbelastung des Grundwassers &#8211; als Folge einer \u00dcberd\u00fcngung der B\u00f6den mit G\u00fclle. Nitrat im Wasser gilt als krebserregend und vor allem f\u00fcr Kleinkinder gesundheitssch\u00e4dlich.<\/p>\n<div class=\"mediaCon mediaTop small image\">\n<div class=\"media mediaA\">\n<p><a class=\"mediaLink\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gekaufte-agrarpolitik-101~magnifier_pos-0.html\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img cursorLupe\" title=\"Nitrat im Wasser gilt als krebserregend. | Bildquelle: dpa\" src=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/wasser-127~_v-videowebl.jpg\" alt=\"Wasser wird in ein Glas gef\u00fcllt. Das Grundwasser in Deutschland hat die zweith\u00f6chsten Nitratwerte in der EU. | Bildquelle: dpa\" width=\"433\" height=\"244\" data-ctrl-attributeswap=\"{'id':'wasser-127','action':{'xs':{'src':'\/multimedia\/bilder\/wasser-127~_v-teaserM.jpg'},'s':{'src':'\/multimedia\/bilder\/wasser-127~_v-videowebm.jpg'},'m':{'src':'\/multimedia\/bilder\/wasser-127~_v-videowebm.jpg'},'l': {'src':'\/multimedia\/bilder\/wasser-127~_v-videowebl.jpg'},'xl':{'src':'\/multimedia\/bilder\/wasser-127~_v-videowebl.jpg'}}}\" \/> <\/a><\/p>\n<div class=\"mediaInfo\">\n<p><a class=\"icon galerie\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gekaufte-agrarpolitik-101~magnifier_pos-0.html\"><img decoding=\"async\" title=\"galerie\" src=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/resources\/framework\/img\/base\/icon\/galerie.png\" alt=\"galerie\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"infotext\">Nitrat im Wasser gilt als krebserregend.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"text small\">Den D\u00fcngereintrag zu reduzieren, h\u00e4tte aber weitreichende Folgen f\u00fcr die stark exportorientierte deutsche Fleischindustrie. Sie verdient Milliarden an den rund 65 Millionen Schweinen, die Jahr f\u00fcr Jahr in Deutschland gem\u00e4stet und geschlachtet werden, ist aber nicht bereit, die dabei entstehenden Umweltkosten zu tragen.<\/p>\n<h2 class=\"subtitle small \">D\u00fcngeverordnung &#8211; &#8220;weitab von wissenschaftlichem Know-How&#8221;<\/h2>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"text small\">2016 und 2017 sollte eine neue D\u00fcngeverordnung das G\u00fclleproblem eind\u00e4mmen. Der damalige CDU-Obmann im Agrarausschuss des Bundestages, Franz-Josef Holzenkamp, habe sich nach Aussagen damaliger Ausschussmitglieder wie Wilhelm Priesmeier (SPD) oder Friedrich Ostendorff (B\u201890\/Die Gr\u00fcnen) als Wortf\u00fchrer gegen eine Versch\u00e4rfung erwiesen.<\/p>\n<div class=\"mediaCon mediaTop small image\">\n<div class=\"media mediaA\">\n<p><a class=\"mediaLink\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gekaufte-agrarpolitik-101~magnifier_pos-1.html\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img cursorLupe\" title=\"Die Fleischindustrie verdient Milliarden an den rund 65 Millionen Schweinen, die Jahr f\u00fcr Jahr in Deutschland gem\u00e4stet und geschlachtet werden, ist aber nicht bereit, die dabei entstehenden Umweltkosten zu tragen. | Bildquelle: dpa\" src=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/schweinezucht-101~_v-videowebl.jpg\" alt=\"Schweine am Futtertrog in einem Mastbetrieb | Bildquelle: dpa\" width=\"433\" height=\"244\" data-ctrl-attributeswap=\"{'id':'schweinezucht-101','action':{'xs':{'src':'\/multimedia\/bilder\/schweinezucht-101~_v-teaserM.jpg'},'s':{'src':'\/multimedia\/bilder\/schweinezucht-101~_v-videowebm.jpg'},'m':{'src':'\/multimedia\/bilder\/schweinezucht-101~_v-videowebm.jpg'},'l': {'src':'\/multimedia\/bilder\/schweinezucht-101~_v-videowebl.jpg'},'xl':{'src':'\/multimedia\/bilder\/schweinezucht-101~_v-videowebl.jpg'}}}\" \/> <\/a><\/p>\n<div class=\"mediaInfo\">\n<p><a class=\"icon galerie\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gekaufte-agrarpolitik-101~magnifier_pos-1.html\"><img decoding=\"async\" title=\"galerie\" src=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/resources\/framework\/img\/base\/icon\/galerie.png\" alt=\"galerie\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"infotext\">Die Fleischindustrie verdient Milliarden an den rund 65 Millionen Schweinen, die Jahr f\u00fcr Jahr in Deutschland gem\u00e4stet und geschlachtet werden, ist aber nicht bereit, die dabei entstehenden Umweltkosten zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"text small\">Bis in die letzten Minuten vor der Abstimmung \u00fcber den Verordnungsentwurf sei an den zul\u00e4ssigen Werten gedreht worden. Unter anderem ging es um den Stickstoffbedarf von Ackerpflanzen. Dem Ausschuss lag dazu die Empfehlung des wissenschaftlichen Sachverst\u00e4ndigen, Friedhelm Taube von der Uni Kiel, vor. Taube und weitere 30 Kollegen hatten errechnet, wieviel Stickstoff-D\u00fcnger die Pflanzen \u00fcberhaupt aufnehmen k\u00f6nnen und ab welchem Wert die \u00dcberd\u00fcngung beginnt.<\/p>\n<p class=\"text small\">Doch der Agrarausschuss \u00fcbernahm nicht seinen wissenschaftlich belegten Wert, sondern einen um 30 Prozent h\u00f6heren. Taube ist noch heute emp\u00f6rt \u00fcber diese Entscheidung, die er als &#8220;weitab von wissenschaftlichem Know-How&#8221; bezeichnet. Trotzdem stimmte der Deutsche Bundestag der Verordnung im Fr\u00fchjahr 2017 zu &#8211; ein Freifahrtschein f\u00fcr noch mehr G\u00fclle auf den Feldern.<\/p>\n<div class=\"infokasten small\">\n<div class=\"teaser\">\n<h4 class=\"headline\">Mehr zum Thema<\/h4>\n<div class=\"linklist\">\n<ul class=\"list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/tierwohllabel-101.html\">Landwirtschaftsministerin Kl\u00f6ckner stellt &#8220;Tierwohl-Label&#8221; vor <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/feinstaub-landwirtschaft-101.html\">Hohe Feinstaubbelastung &#8211; Luftverschmutzer Landwirtschaft <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/duengeverordnung-101.html\">EU-D\u00fcngemittelverordnung: Es geht um die G\u00fclle <\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2 class=\"subtitle small \">Abgeordnete im Interessenkonflikt?<\/h2>\n<p class=\"text small\">CDU-Obmann Holzenkamp war zur Zeit der Verhandlungen im Nebenjob im Aufsichtsrat der Agravis AG, einem der gr\u00f6\u00dften H\u00e4ndler von Agrarg\u00fctern in Deutschland. Auf der der Homepage des Bundestages sind seine Nebent\u00e4tigkeiten angegeben: W\u00e4hrend er 2016\/17 die D\u00fcngeverordnung verhandelt, wird sein Einkommen bei der Agravis angehoben. Er verdiente vorher bis zu 7000 Euro und nach der Bef\u00f6rderung bis zu 15.000 Euro monatlich, bei einem Unternehmen, das direkt von seinem politischen Handeln profitiert.<\/p>\n<p class=\"text small\">Holzenkamp, nach diesen Zahlen befragt, antwortet, er k\u00f6nne sie &#8220;nicht nachvollziehen&#8221;. Kurz danach verlie\u00df er den Deutschen Bundestag und wurde im Juli 2017 Pr\u00e4sident des Deutschen Raiffeisenverbandes, dem gr\u00f6\u00dften und m\u00e4chtigsten Wirtschaftsverband der Agrarindustrie. Holzenkamp lie\u00df die Frage, ob er eine Interessenskollision zwischen seinem Amt als Abgeordneter und seinen Wirtschaftsposten sehe, unbeantwortet.<\/p>\n<p class=\"text small\">Sein Nachfolger als CDU-Obmann im Agrarausschuss des Bundestages wurde Johannes R\u00f6ring. Er bekleidet aktuell neben seinem Bundestagsmandat noch 15 Posten in Unternehmen, Verb\u00e4nden und der agrar-nahen Kreditwirtschaft. Zum Beispiel sitzt R\u00f6ring im Aufsichtsrat der DZ Hyp, der Immobilienbank der Volks- und Raiffeisenbanken, sowie im Aufsichtsrat des Pensionsfonds LVM, einem Anbieter von Altersversorgungen. Und auch R\u00f6ring ist bei der Agravis AG &#8211; dem H\u00e4ndler von D\u00fcngemitteln. Er hat einen Sitz im Beirat. R\u00f6ring, gefragt ob er eine Interessenskollision zwischen seinem Amt als Abgeordneter und seinen Wirtschaftsposten sehe, lie\u00df die Frage ebenfalls unbeantwortet.<\/p>\n<div class=\"mediaCon mediaTop small image\">\n<div class=\"media mediaA\">\n<p><a class=\"mediaLink\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gekaufte-agrarpolitik-101~magnifier_pos-2.html\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"img cursorLupe\" title=\"Sowohl der damalige CDU-Obmann im Agrarausschuss des Bundestages, Holzenkamp, als auch sein Nachfolger R\u00f6ring, hatten gleichzeitig einen bezahlten Job bei der Agravis AG. | Bildquelle: dpa\" src=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/lkw-agrarvis-101~_v-videowebl.jpg\" alt=\"Ein Lkw mit Futtermittel der Agravis Raiffeisen AG | Bildquelle: dpa\" width=\"414\" height=\"233\" data-ctrl-attributeswap=\"{'id':'lkw-agrarvis-101','action':{'xs':{'src':'\/multimedia\/bilder\/lkw-agrarvis-101~_v-teaserM.jpg'},'s':{'src':'\/multimedia\/bilder\/lkw-agrarvis-101~_v-videowebm.jpg'},'m':{'src':'\/multimedia\/bilder\/lkw-agrarvis-101~_v-videowebm.jpg'},'l': {'src':'\/multimedia\/bilder\/lkw-agrarvis-101~_v-videowebl.jpg'},'xl':{'src':'\/multimedia\/bilder\/lkw-agrarvis-101~_v-videowebl.jpg'}}}\" \/> <\/a><\/p>\n<div class=\"mediaInfo\">\n<p><a class=\"icon galerie\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gekaufte-agrarpolitik-101~magnifier_pos-2.html\"><img decoding=\"async\" title=\"galerie\" src=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/resources\/framework\/img\/base\/icon\/galerie.png\" alt=\"galerie\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"infotext\">Sowohl der damalige CDU-Obmann im Agrarausschuss des Bundestages, Holzenkamp, als auch sein Nachfolger R\u00f6ring, hatten gleichzeitig einen bezahlten Job bei der Agravis AG.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2 class=\"subtitle small \">Ein Verhaltenskodex muss her<\/h2>\n<p class=\"text small\">Die Verquickung von \u00f6ffentlichen \u00c4mtern und eigenen Wirtschaftsinteressen von Abgeordneten wird zunehmend kritisch gesehen. So verweist die Europaabgeordnete Maria Noichl (SPD) auf die Befangenheitsregeln, wie sie etwa bei Abstimmungen in Kommunalparlamenten gelten:<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\" cite=\"\"><p>&#8220;Ich war ja \u00fcber zehn Jahre Stadtr\u00e4tin in Rosenheim. Und da ist es einfach selbstverst\u00e4ndlich, dass es Themen gibt; dort dr\u00fcckt man aus, dass man befangen ist. Zum Beispiel, wenn es um Ausweisungen von einem Baugebiet geht und man hat selber dort ein Grundst\u00fcck, dann ist es einfach nicht ehrenwert mitzustimmen, und es ist auch verboten&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"text small\">Udo Di Fabio, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht, pl\u00e4diert f\u00fcr mehr Offenheit in der Debatte:<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\" cite=\"\"><p>&#8220;Lobbyismus gibt es von verschiedenen Richtungen und er geh\u00f6rt zum Parlamentarismus irgendwie mit dazu, aber er muss eben sichtbar im Licht stattfinden und nicht in den Dunkelkammern. Wenn so etwas verdeckt stattfindet und es wird pl\u00f6tzlich \u00f6ffentlich, dann entsteht Misstrauen.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"text small\">Der Verfassungsrechtler h\u00e4lt eine Selbstkontrolle des Parlaments f\u00fcr sinnvoll, eine Art &#8220;standardisierter Gewissenspr\u00fcfung&#8221;.<\/p>\n<p class=\"text small\">Die Recherchen zeigen: Es braucht nicht nur bessere Transparenzregeln, sondern auch einen Verhaltenskodex f\u00fcr den Fall, dass Politiker pers\u00f6nlich finanzielle Interessen haben. Die Nebenjobs der Agrarpolitiker sind zwar legal, aber sch\u00e4dlich f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit der Demokratie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie nachhaltig, wie preiswert soll unsere Landwirtschaft sein? In Br\u00fcssel wird derzeit dar\u00fcber verhandelt. Ein Blick auf die deutsche Agrarpolitik zeigt, dass der Verbraucher nicht die Nummer Eins ist. Von Tatjana Mischke und Valentin Thurn, SWR Seit Jahren blockieren f\u00fchrende Agrarpolitiker jeglichen Fortschritt hin zu einer naturvertr\u00e4glicheren Landwirtschaft. Das haben Recherchen des SWR basierend auf Daten der Universit\u00e4t Bremen ergeben. Den Auswertungen zufolge stimmen Agrarpolitiker an entscheidender Stelle, zum Beispiel im Agrarausschuss, bis in kleine Details hinein zugunsten der Industrieinteressen. Bei genauerer Betrachtung sind engste Verflechtungen zwischen Gro\u00dfbetrieben der Agrarwirtschaft, Verb\u00e4nden und Ern\u00e4hrungsindustrie zu finden. Am Beispiel D\u00fcngeverordnung l\u00e4sst sich das anschaulich nachzeichnen: Seit Jahren beklagen Wasserwerke in weiten Teilen der Republik die zunehmende Nitratbelastung des Grundwassers &#8211; als Folge einer \u00dcberd\u00fcngung der B\u00f6den mit G\u00fclle. Nitrat im Wasser gilt als krebserregend und vor allem f\u00fcr Kleinkinder gesundheitssch\u00e4dlich. Nitrat im Wasser gilt als krebserregend. Den D\u00fcngereintrag zu reduzieren, h\u00e4tte aber weitreichende Folgen f\u00fcr die stark exportorientierte deutsche Fleischindustrie. Sie verdient Milliarden an den rund 65 Millionen Schweinen, die Jahr f\u00fcr Jahr in Deutschland gem\u00e4stet und geschlachtet werden, ist aber nicht bereit, die dabei entstehenden Umweltkosten zu tragen. 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