{"id":21987,"date":"2020-11-06T12:23:52","date_gmt":"2020-11-06T10:23:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=21987"},"modified":"2020-11-06T12:23:52","modified_gmt":"2020-11-06T10:23:52","slug":"wir-haben-die-tiefe-sorge-dass-auch-in-deutschland-ein-klima-der-einschuechterung-entsteht-so-der-vorsitzende-des-deutschen-lehrerverbandes-heinz-peter-meidinger-zwei-tage-nach-der-ermordung-des","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2020\/11\/wir-haben-die-tiefe-sorge-dass-auch-in-deutschland-ein-klima-der-einschuechterung-entsteht-so-der-vorsitzende-des-deutschen-lehrerverbandes-heinz-peter-meidinger-zwei-tage-nach-der-ermordung-des\/","title":{"rendered":"\u201eWir haben die tiefe Sorge, dass auch in Deutschland ein Klima der Einsch\u00fcchterung entsteht.\u201c So der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger zwei Tage nach der Ermordung des franz\u00f6sischen Lehrers Samuel Paty. Wer mit LehrerInnen spricht, speziell mit solchen aus Brennpunktschulen, stellt fest: Dieses \u201eKlima der Einsch\u00fcchterung\u201c muss gar nicht erst entstehen \u2013 es ist l\u00e4ngst da. Auch in Deutschland."},"content":{"rendered":"<header>\n<div class=\"grid-box-image\"><a href=\"https:\/\/www.emma.de\/sites\/default\/files\/upload\/field_teaser_image_flat\/2020\/10\/jesuisprof1_f.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.emma.de\/sites\/default\/files\/styles\/width_986px_2by1\/public\/upload\/field_teaser_image_flat\/2020\/10\/jesuisprof1_f.jpg?itok=CkUwsLXZ\" alt=\"\" width=\"986\" height=\"493\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"emm-meta-actions emm-noprint\">Demo in Paris nach dem Mord an dem Geschichtslehrer Samuel Paty. &#8211; Thomas Morel-Fort\/imago images<span class=\"screen-reader-text\"><br \/>\n<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/header>\n<div class=\"grid-box-body\">\n<p>\u201eEs gibt doch schon jetzt abstruse Forderungen aus Moscheen, was Schulen im Unterricht alles nicht machen sollen\u201c, berichtet Harald Willert. \u201eDa wird zum Beispiel die generelle Freistellung vom\u00a0Schwimmunterricht\u00a0oder die Absetzung der\u00a0Sexualkunde gefordert.\u201c Und der Vorsitzende des Schulleitungsvereinigung Nordrhein-Westfalen wei\u00df, \u201ewie viele Lehrer bestimmte Themen im Unterricht vermeiden, um Problemen aus dem Weg zu gehen\u201c. Das berichten auch andere LehrerInnen:\u00a0Der Holocaust, der Nahost-Konflikt, die USA \u2013 alles Themen, die heikel sein k\u00f6nnen \u2013 und deshalb nicht selten vermieden werden.<\/p>\n<p>Willert hat 35 Jahre lang im Ruhrgebiet unterrichtet, darunter auch an einer Gesamtschule in der Nachbargemeinde von Duisburg-Marxloh, wo die nach K\u00f6ln zweitgr\u00f6\u00dfte DITIB-Moschee Deutschlands liegt. Gleich nebenan ist Dinslaken. Von dort aus zogen mindestens zwei Dutzend junge M\u00e4nner nach Syrien in den \u201eDschihad\u201c, darunter f\u00fcnf Sch\u00fcler der Lehrerin Lamya Kaddor.<\/p>\n<p><cite class=\"emm-cite emm-cite-big\">Bei Darwin halten sich Sch\u00fcler die Ohren zu und der Holocaust ist ein heikles Thema<\/cite><\/p>\n<p>Einer von ihnen, der Konvertit Nils. D., steht gerade zum zeiten Mal vor Gericht, weil er IS-Deserteure folterte und hinrichtete. \u201eAcht Kilometer von mir entfernt war es m\u00f6glich, dass sich junge M\u00e4nner derartig radikalisiert haben!\u201c sagt Harald Willert.<\/p>\n<p>\u201eMan hat diese Entwicklung ja jahrzehntelang zugelassen\u201c, klagt Astrid-Sabine Busse. Die Vorsitzende des \u201eInteressenverbandes Berliner Schulleitungen\u201c ist Rektorin einer Grundschule in Neuk\u00f6lln, an der 97 Prozent ihrer Sch\u00fclerInnen einen Migrationshintergrund haben. Sie erkl\u00e4rt: \u201eAls ich junge Lehrerin war, gab es noch keinen politischen Islam an den Schulen.\u201c Seitdem ist viel passiert. Islamisten agitieren seit Jahrzehnten in den muslimischen Communities. Das hat Folgen in den Klassenzimmern, und zwar schon bei den j\u00fcngsten Sch\u00fclerInnen.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir etwas \u00fcber Darwin machen oder die Kinder im Museum griechische Statuen sehen, drehen sich viele um und halten sich die Ohren zu\u201c, erz\u00e4hlt Busse. \u201eDas war vor zehn Jahren noch nicht so.\u201c Ihr Schule besteht dennoch darauf, Darwin und Sexualkunde im Unterricht zu behandeln, doch der Druck auf die LehrerInnen w\u00e4chst. \u201eDem Verfassungsschutzbericht kann man ja entnehmen, dass die Zahl der gewaltbereiten Islamisten steigt. Und uns Lehrer kann ja niemand sch\u00fctzen. Ich selbst w\u00fcrde solche Karikaturen auch nicht zeigen\u201c, erkl\u00e4rt die Schulleiterin resigniert und f\u00fcgt hinzu: \u201eIch h\u00e4tte nie gedacht, dass es einmal so weit kommt.\u201c<\/p>\n<p><cite class=\"emm-cite emm-cite-big\">Islamisten agitieren seit Jahrzehnten erfolgreich an den Schulen\u00a0 <\/cite><\/p>\n<p>LehrerInnen beklagen Einsch\u00fcchterung und Sprechverbote seit Jahren. Im <a href=\"https:\/\/www.emma.de\/thema\/das-schul-desaster-334793\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schwerpunkt \u201eProblem Schule\u201c<\/a> machte EMMA schon 2017 darauf aufmerksam, \u201ewie schwierig es f\u00fcr so mancheN Lehrerin geworden ist, bestimmte Lerninhalte zu vermitteln, wenn in einer Klasse eine gewisse Menge islamistisch indoktrinierter Sch\u00fclerInnen vor ihnen sitzt\u201c. F\u00fcr das Dossier hatte EMMA mit zahlreichen Lehrerinnen gesprochen, von denen einige berichteten, dass Filme \u00fcber Darwin und die Evolutionstheorie von Sch\u00fclerInnen \u201eregelrecht ausgebuht\u201c wurden.<\/p>\n<p>Eine Stunde \u00fcber die Beschneidung der Menschenrechte in der T\u00fcrkei endete mit einem Beschwerdebrief der Sch\u00fclerInnen (die ganz offensichtlich von rhetorisch geschulten Kr\u00e4ften unterst\u00fctzt wurden) und einer R\u00fcge der Schulleitung: Die Lehrerin habe \u201edie religi\u00f6sen Gef\u00fchle der Sch\u00fcler verletzt\u201c.<\/p>\n<p>Dass die Lehrerin von ihren Vorgesetzten in vorauseilendem Gehorsam in die Schranken gewiesen wurde, scheint kein Einzelfall, sondern die Regel. \u201eDie Schulaufsicht unterst\u00fctzt uns nicht\u201c, bedauert Harald Willert. \u201eStattdessen hei\u00dft es dann: L\u00f6st das p\u00e4dagogisch!\u201c<\/p>\n<p><cite class=\"emm-cite emm-cite-big\">Die Schulbeh\u00f6rden ducken sich weg und sagen: L\u00f6sen Sie das p\u00e4dagogisch!<\/cite><\/p>\n<p>\u201eEs kann aber nicht sein, dass das Problem an der einzelnen Schule h\u00e4ngenbleibt\u201c, sagt Astrid-Sabine Busse. Deshalb setzt sich ihr Berliner Schulleitungsverband in einem <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/downloads\/19683920\/1\/appell-an-den-berliner-senat.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Appell<\/a> f\u00fcr den Erhalt des Neutralit\u00e4tsgesetzes ein. Das Gesetz ist seit 2005 in Kraft und besagt, dass LehrerInnen im Unterricht keinerlei weltanschauliche oder religi\u00f6se Symbole tragen d\u00fcrfen. Seitdem d\u00fcrfen Lehrerinnen an Berliner Schulen kein Kopftuch tragen. K\u00fcrzlich hat eine Lehrerin vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt gegen das Gesetz geklagt und Recht bekommen. Die RichterInnen entschieden: Es m\u00fcsse in jedem Einzelfall geschaut werden, ob das Kopftuch tats\u00e4chlich \u201eden Schulfrieden gef\u00e4hrde\u201c. Die Berliner Gr\u00fcnen, allen voran Justizsenator Dirk Behrendt, wollen das Urteil zum Anlass nehmen, das Neutralit\u00e4tsgesetz ganz abzuschaffen.<\/p>\n<p>Eine v\u00f6llig falsche Strategie, warnen die Berliner SchulleiterInnen. \u201eIrgendwann ist der Prozess unumkehrbar\u201c, f\u00fcrchtet die stellvertretende Vorsitzende des Berliner Schulleitungsverbandes, Karina Jehniche. \u201eGro\u00dfe Teile meiner Sch\u00fcler leben in einer Parallelgesellschaft, die wir jetzt schon nicht mehr erreichen. Und f\u00fcr diese Jungs ist klar, dass sie sp\u00e4ter ein gutes, sauberes M\u00e4dchen mit Kopftuch heiraten wollen. Und dass unsere offene, demokratische Lebensweise nicht die ist, die sie in ihrem Leben wollen.\u201c Fazit der Schulleiterin einer Brennpunktschule in Spandau: \u201eWir k\u00f6nnen so nicht weitermachen.\u201c<\/p>\n<p>Das sieht auch der Deutsche Lehrerverband so. \u201eUnterricht und demokratische Werteerziehung d\u00fcrfen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte nicht zur Mutprobe werden! Wir sagen: Wehret den Anf\u00e4ngen!\u201c<\/p>\n<p>Und was sagt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, ihres Zeichens gr\u00f6\u00dfte LehrerInnen-Gewerkschaft? Auf ihrer Startseite: nichts. Wer in tieferen Ebenen sucht, findet schlie\u00dflich eine Acht-Zeilen-Meldung. Das Wort Islamismus kommt darin nicht vor.<\/p>\n<p>Muss erst auch in Deutschland ein Lehrer ermordet werden, bevor die Verantwortlichen aufwachen?<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Demo in Paris nach dem Mord an dem Geschichtslehrer Samuel Paty. &#8211; Thomas Morel-Fort\/imago images \u201eEs gibt doch schon jetzt abstruse Forderungen aus Moscheen, was Schulen im Unterricht alles nicht machen sollen\u201c, berichtet Harald Willert. \u201eDa wird zum Beispiel die generelle Freistellung vom\u00a0Schwimmunterricht\u00a0oder die Absetzung der\u00a0Sexualkunde gefordert.\u201c Und der Vorsitzende des Schulleitungsvereinigung Nordrhein-Westfalen wei\u00df, \u201ewie viele Lehrer bestimmte Themen im Unterricht vermeiden, um Problemen aus dem Weg zu gehen\u201c. Das berichten auch andere LehrerInnen:\u00a0Der Holocaust, der Nahost-Konflikt, die USA \u2013 alles Themen, die heikel sein k\u00f6nnen \u2013 und deshalb nicht selten vermieden werden. Willert hat 35 Jahre lang im Ruhrgebiet unterrichtet, darunter auch an einer Gesamtschule in der Nachbargemeinde von Duisburg-Marxloh, wo die nach K\u00f6ln zweitgr\u00f6\u00dfte DITIB-Moschee Deutschlands liegt. Gleich nebenan ist Dinslaken. Von dort aus zogen mindestens zwei Dutzend junge M\u00e4nner nach Syrien in den \u201eDschihad\u201c, darunter f\u00fcnf Sch\u00fcler der Lehrerin Lamya Kaddor. Bei Darwin halten sich Sch\u00fcler die Ohren zu und der Holocaust ist ein heikles Thema Einer von ihnen, der Konvertit Nils. D., steht gerade zum zeiten Mal vor Gericht, weil er IS-Deserteure folterte und hinrichtete. \u201eAcht Kilometer von mir entfernt war es m\u00f6glich, dass sich junge M\u00e4nner derartig radikalisiert haben!\u201c sagt Harald Willert. \u201eMan hat diese Entwicklung ja jahrzehntelang zugelassen\u201c, klagt Astrid-Sabine Busse. Die Vorsitzende des \u201eInteressenverbandes Berliner Schulleitungen\u201c ist Rektorin einer Grundschule in Neuk\u00f6lln, an der 97 Prozent ihrer Sch\u00fclerInnen einen Migrationshintergrund haben. Sie erkl\u00e4rt: \u201eAls ich junge Lehrerin war, gab es noch keinen politischen Islam an den Schulen.\u201c Seitdem ist viel passiert. Islamisten agitieren seit Jahrzehnten in den muslimischen Communities. Das hat Folgen in den Klassenzimmern, und zwar schon bei den j\u00fcngsten Sch\u00fclerInnen. \u201eWenn wir etwas \u00fcber Darwin machen oder die Kinder im Museum griechische Statuen sehen, drehen sich viele um und halten sich die Ohren zu\u201c, erz\u00e4hlt Busse. \u201eDas war vor zehn Jahren noch nicht so.\u201c Ihr Schule besteht dennoch darauf, Darwin und Sexualkunde im Unterricht zu behandeln, doch der Druck auf die LehrerInnen w\u00e4chst. \u201eDem Verfassungsschutzbericht kann man ja entnehmen, dass die Zahl der gewaltbereiten Islamisten steigt. Und uns Lehrer kann ja niemand sch\u00fctzen. Ich selbst w\u00fcrde solche Karikaturen auch nicht zeigen\u201c, erkl\u00e4rt die Schulleiterin resigniert und f\u00fcgt hinzu: \u201eIch h\u00e4tte nie gedacht, dass es einmal so weit kommt.\u201c Islamisten agitieren seit Jahrzehnten erfolgreich an den Schulen\u00a0 LehrerInnen beklagen Einsch\u00fcchterung und Sprechverbote seit Jahren. Im Schwerpunkt \u201eProblem Schule\u201c machte EMMA schon 2017 darauf aufmerksam, \u201ewie schwierig es f\u00fcr so mancheN Lehrerin geworden ist, bestimmte Lerninhalte zu vermitteln, wenn in einer Klasse eine gewisse Menge islamistisch indoktrinierter Sch\u00fclerInnen vor ihnen sitzt\u201c. F\u00fcr das Dossier hatte EMMA mit zahlreichen Lehrerinnen gesprochen, von denen einige berichteten, dass Filme \u00fcber Darwin und die Evolutionstheorie von Sch\u00fclerInnen \u201eregelrecht ausgebuht\u201c wurden. Eine Stunde \u00fcber die Beschneidung der Menschenrechte in der T\u00fcrkei endete mit einem Beschwerdebrief der Sch\u00fclerInnen (die ganz offensichtlich von rhetorisch geschulten Kr\u00e4ften unterst\u00fctzt wurden) und einer R\u00fcge der Schulleitung: Die Lehrerin habe \u201edie religi\u00f6sen Gef\u00fchle der Sch\u00fcler verletzt\u201c. Dass die Lehrerin von ihren Vorgesetzten in vorauseilendem Gehorsam in die Schranken gewiesen wurde, scheint kein Einzelfall, sondern die Regel. \u201eDie Schulaufsicht unterst\u00fctzt uns nicht\u201c, bedauert Harald Willert. \u201eStattdessen hei\u00dft es dann: L\u00f6st das p\u00e4dagogisch!\u201c Die Schulbeh\u00f6rden ducken sich weg und sagen: L\u00f6sen Sie das p\u00e4dagogisch! \u201eEs kann aber nicht sein, dass das Problem an der einzelnen Schule h\u00e4ngenbleibt\u201c, sagt Astrid-Sabine Busse. Deshalb setzt sich ihr Berliner Schulleitungsverband in einem Appell f\u00fcr den Erhalt des Neutralit\u00e4tsgesetzes ein. Das Gesetz ist seit 2005 in Kraft und besagt, dass LehrerInnen im Unterricht keinerlei weltanschauliche oder religi\u00f6se Symbole tragen d\u00fcrfen. Seitdem d\u00fcrfen Lehrerinnen an Berliner Schulen kein Kopftuch tragen. K\u00fcrzlich hat eine Lehrerin vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt gegen das Gesetz geklagt und Recht bekommen. Die RichterInnen entschieden: Es m\u00fcsse in jedem Einzelfall geschaut werden, ob das Kopftuch tats\u00e4chlich \u201eden Schulfrieden gef\u00e4hrde\u201c. Die Berliner Gr\u00fcnen, allen voran Justizsenator Dirk Behrendt, wollen das Urteil zum Anlass nehmen, das Neutralit\u00e4tsgesetz ganz abzuschaffen. Eine v\u00f6llig falsche Strategie, warnen die Berliner SchulleiterInnen. \u201eIrgendwann ist der Prozess unumkehrbar\u201c, f\u00fcrchtet die stellvertretende Vorsitzende des Berliner Schulleitungsverbandes, Karina Jehniche. \u201eGro\u00dfe Teile meiner Sch\u00fcler leben in einer Parallelgesellschaft, die wir jetzt schon nicht mehr erreichen. Und f\u00fcr diese Jungs ist klar, dass sie sp\u00e4ter ein gutes, sauberes M\u00e4dchen mit Kopftuch heiraten wollen. Und dass unsere offene, demokratische Lebensweise nicht die ist, die sie in ihrem Leben wollen.\u201c Fazit der Schulleiterin einer Brennpunktschule in Spandau: \u201eWir k\u00f6nnen so nicht weitermachen.\u201c Das sieht auch der Deutsche Lehrerverband so. \u201eUnterricht und demokratische Werteerziehung d\u00fcrfen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte nicht zur Mutprobe werden! Wir sagen: Wehret den Anf\u00e4ngen!\u201c Und was sagt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, ihres Zeichens gr\u00f6\u00dfte LehrerInnen-Gewerkschaft? Auf ihrer Startseite: nichts. Wer in tieferen Ebenen sucht, findet schlie\u00dflich eine Acht-Zeilen-Meldung. Das Wort Islamismus kommt darin nicht vor. 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