{"id":2399,"date":"2009-07-24T06:29:22","date_gmt":"2009-07-24T04:29:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=2399"},"modified":"2020-02-14T06:58:17","modified_gmt":"2020-02-14T04:58:17","slug":"skovhuset","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2009\/07\/skovhuset\/","title":{"rendered":"Skovhuset"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2407\" title=\"p7250096\" src=\"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/p7250096.jpg\" alt=\"p7250096\" width=\"267\" height=\"355\" \/><\/p>\n<p>Heftiges Rascheln, Scharren und Kratzen h\u00f6rten wir mitten in der Nacht hinter dem Kopfende unseres Bettes. Wer oder was war das? Waren es Einbrecher, die uns \u00fcberfallen und ausrauben wollten? Jetzt erschien\u00a0 uns die einsame Lage unseres d\u00e4nischen Ferienhauses nicht mehr so toll. Es bestand ganz romantisch vollkommen aus grauen unbehauenen Natursteinen, hatte ein grasbewachsenes Dach und stand ganz allein in der Kurve einer schmalen Landstrasse, weit ab von jeglicher menschlicher Behausung.\u00a0 <!--more--> Anfangs fanden wir diesen Umstand noch sehr angenehm, denn wir hatten wirklich keinen Bock auf touristisches Get\u00fcmmel. Endlich mal weit und breit keine menschliche Seele. Der Besitzer des urigen Hauses, ein Mann mit Hintersinn, hatte uns verschmitzt mitgeteilt, der Name des Hauses sei Skovhused. Er zeigte uns alle R\u00e4ume, es waren nicht viele, erkl\u00e4rte uns den Gebrauch der Propangasflaschen, die f\u00fcr Herd und Warmwasser zust\u00e4ndig waren und verschwand. Kurz hatte Naphtalie, so hiess unser Vermieter erw\u00e4hnt, wir sollten uns mit der Dusche vorsehen und nicht erschrecken. Was es tats\u00e4chlich damit auf sich hatte, merkten wir am n\u00e4chsten Morgen beim Duschen beziehungsweise kurz bevor das Wasser den Duschkopf verliess. Es knallte in dem langen schmalen Raum dermassen m\u00f6rderisch, dass wir erwarteten, das Haus w\u00fcrde \u00fcber uns zusammenst\u00fcrzen. Ein Erlebnis f\u00fcr sich war auch, dass es in diesem Bad keine abgetrennte Dusche gab und der Duschschlauch dicht neben dem Klo aus der Wand ragte. Nach jedem Duschen stand deshalb das gesamte Bad samt Toilette unter Wasser und bevor wir dasselbe benutzen konnten, mussten wir geraume Zeit warten oder eben nasse F\u00fcsse in Kauf nehmen. Das wirkliche Abenteuer allerdings begann jedoch einige Tage nach unserer Ankunft mitten in der Nacht. Wir hatten schon ein paar Stunden geschlafen, als wir durch besagtes merkw\u00fcrdiges Ger\u00e4usch geweckt wurden. Erstarrt sassen wir beide auf unseren stark durchgelegenen Matratzen. Jetzt h\u00e4tten wir einiges f\u00fcr Nachbarn ganz in unserer N\u00e4he gegeben. Aber das einzige was sich in akzeptabler N\u00c3\u00e4he befand, war ein Teich mit friedlich quakenden Fr\u00f6schen. Nicht ein einziges bl\u00f6des Auto fuhr vorbei. Es w\u00e4re in diesem Moment so tr\u00f6stlich gewesen! Nein, stattdessen h\u00f6rten wir nur dieses gemeine Scharren und Kratzen. Es verging wohl eine \u00e4usserst angstvolle Stunde, bis uns d\u00e4mmerte, das konnten keine Menschen sein, die diese Ger\u00e4usche erzeugten, denn sie waren wohl kaum so d\u00e4mlich laut und zweitens m\u00fcssten sie eigentlich schon l\u00e4ngst im Haus drin gewesen sein. Nachdem wir uns ein Herz gefasst hatten, durchsuchten wir das gesamte Haus. Kein Anhaltspunkt f\u00fcr einen Einbruch, nicht mal f\u00fcr einen versuchten. Einige N\u00e4chte darauf ging das Kratzen erneut los. Es war nervig, aber es \u00e4ngstigte uns nicht mehr so wie beim ersten Mal. Wir fragten uns nur, was oder wer glaubte mitten in der Nacht einen derartigen L\u00e4rm machen zu m\u00fcssen. In diesem Urlaub fanden wir nicht des R\u00e4tsels L\u00f6sung. Wohl aber sechzehn Jahre sp\u00e4ter. Wieder hatten wir ein Ferienhaus in D\u00e4nemark gemietet. Diesmal waren unsere Kinder dabei. Mitten in der Nacht h\u00f6rte ich \u00fcber uns auf dem Dachboden ein Kratzen und Trappeln. Es artete zu einem ungeheuren Getobe aus. Der Spuk dauerte etwa eine halbe Stunde, dann war pl\u00f6tzlich Ruhe im Karton. Die Ger\u00e4usche konnten beim besten Willen nicht von Menschen stammen, denn der Dachboden war nur etwa einen Meter hoch. Es konnten also nur irgendwelche Tiere sein. Welche Tiere ausser Marder waren in der Lage solch einen L\u00e4rm zu erzeugen? Konnte es sein, dass es auch seinerzeit Marder waren, die uns zu Tode erschreckt hatten?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heftiges Rascheln, Scharren und Kratzen h\u00f6rten wir mitten in der Nacht hinter dem Kopfende unseres Bettes. Wer oder was war das? Waren es Einbrecher, die uns \u00fcberfallen und ausrauben wollten? 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