{"id":4167,"date":"2010-05-03T07:49:40","date_gmt":"2010-05-03T06:49:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=4167"},"modified":"2010-05-04T05:50:35","modified_gmt":"2010-05-04T04:50:35","slug":"geschirr-vor-der-tuer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2010\/05\/geschirr-vor-der-tuer\/","title":{"rendered":"Lindgr\u00fcnes Geschirr vor der T\u00fcr&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Wir hatten nicht vor zu \u00f6ffnen, wer es auch immer sein mochte, so entsetzlich fr\u00fch und drehten uns im Bett einfach verschlafen auf die andere Seite. Es klingelte hartn\u00e4ckig weiter. Wir beschlossen es zu ignorieren. Das Klingeln wollte und wollte nicht aufh\u00f6ren. Es wurde zum Stakkatoklingeln!  Auf Zehenspitzen schlichen wir zur Wohnungst\u00fcr und lugten neugierig durch das kleine runde Loch in Derselben. Wer konnte das sein, so fr\u00fch und unangemedet am Sonntagmorgen? <!--more-->Drau\u00dfen standen meine Eltern und  so, als h\u00e4tten sie sich darauf eingerichtet nicht kampflos das Feld zu r\u00e4umen. Wir schlichen zur\u00fcck ins Bett und beschlossen nichts zu tun, uns einfach tot zustellen.  Auf gar keinen Fall zu \u00f6ffnen! Inzwischen hatten meine beiden Erzeuger allerdings beschlossen Dampf in die Sache zu bringen und begannen nicht nur Sturm zu klingeln, sondern auch, heftigst zu klopfen. Die Beiden wollten anscheinend tats\u00e4chlich nicht unverrichteter Dinge abziehen.  Nun klopften sie nicht nur, nein, sie riefen auch noch und das nicht nur besonders leise und diskret.  Sie lie\u00dfen nicht locker. Inzwischen war es auch zu sp\u00e4t, um noch die ganze Sache r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. Es begann ins Absurde zu kippen und l\u00e4ngst nicht mehr komisch zu sein. Inzwischen war bestimmt  schon das ganze Haus \u00fcber den Vorgang informiert vom Erdgescho\u00df bis in den f\u00fcnften Stock . Was sollte geschehen, wenn die beiden Hartn\u00e4ckigen nicht aufh\u00f6rten an einem Sonntagmorgen diesen m\u00f6rderischen L\u00e4rm zu veranstalten? Wir, mein Nochl\u00e4ngstnichtangetrauter und ich berieten uns hektisch, fl\u00fcsternd, kurz davor nachzugeben.<br \/>\nGanz abrupt  h\u00f6rte das Sturmklingeln pl\u00f6tzlich auf. Es herrschte Stille, eine phantastische Ruhe. Wir stutzen, hatten sie  etwa aufgegeben? Konnte das wirklich sein? Ich konnte es kaum glauben und was folgte daraus? Meine Eltern w\u00fcrden diesen Affront doch ganz gewiss nicht einfach so hinnehmen. Wir lie\u00dfen ein paar Minuten verstreichen und schlichen erneut zur Wohnungst\u00fcr, um durch den Spion zu lugen. Sie waren tats\u00e4chlich weg. Ganz vorsichtig \u00f6ffneten wir die T\u00fcr um uns zu vergewissern, denn wir trauten dem Braten nicht so ganz. Vielleicht war dies ja auch nur eine List, um uns zum Aufmachen zu bewegen.<br \/>\n Nein, der Flur war tats\u00e4chlich leer bis auf  einem Karton, der einsam vor der T\u00fcr auf dem Boden stand. Wir \u00f6ffneten ihn. Drinnen befand sich ein  lindgr\u00fcnes Essservice.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir hatten nicht vor zu \u00f6ffnen, wer es auch immer sein mochte, so entsetzlich fr\u00fch und drehten uns im Bett einfach verschlafen auf die andere Seite. Es klingelte hartn\u00e4ckig weiter. Wir beschlossen es zu ignorieren. Das Klingeln wollte und wollte nicht aufh\u00f6ren. Es wurde zum Stakkatoklingeln! Auf Zehenspitzen schlichen wir zur Wohnungst\u00fcr und lugten neugierig durch das kleine runde Loch in Derselben. 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