{"id":7350,"date":"2011-02-20T05:36:42","date_gmt":"2011-02-20T04:36:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=7350"},"modified":"2011-02-20T05:37:14","modified_gmt":"2011-02-20T04:37:14","slug":"in-gummistiefeln-auf-die-toilette","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2011\/02\/in-gummistiefeln-auf-die-toilette\/","title":{"rendered":"In Gummistiefeln auf die Toilette"},"content":{"rendered":"<p>Alles was zu streichen und zu tapezieren war, war gestrichen und tapeziert. Wir waren eingezogen in die Wohnung von der ich nicht glaubte, dass wir in ihr oder mit ihr, egal wie, gl\u00fccklich werden w\u00fcrden. Die wenigen M\u00f6bel, die meisten nach wie vor von mir, waren an ihrem  Platz. Ich konnte nicht verhehlen, so \u00fcbel war die Wohnung alles in allem nicht. Der von unserem Vermieter \u00fcbernommene dunkelbraune Verlourteppichboden passte sehr gut zu meinen M\u00f6beln, und auch sp\u00e4ter zu den  gekauften braunen Stahlrohrsofas. Genauso die butterblumengelben \u00fcbernommenen Vorh\u00e4nge, die Gardinen, die bis zum Boden gingen, lie\u00df ich erst einmal noch h\u00e4ngen. Es sah nicht unelegant aus. <!--more--><br \/>\nSogar an das Untergescho\u00df mit Schlafzimmer und Bad konnte man sich auch  mit der Zeit gew\u00f6hnen, zumal es im Bad einen riesigen  Spiegel gab, der fast von Wand zu Wand reichte. Ich lie\u00df mich von den Vorz\u00fcgen einlullen.  Dem Loch unter dem Waschbecken im Boden, eine Art Abfluss ma\u00dfen wir keinerlei Bedeutung bei. Es wurde unter einer weichen, gelben Kunststoffauflage versteckt und vergessen. Unser Vermieter hatte ganz kurz erw\u00e4hnt, wenn es Hochwasser g\u00e4be, was er selbst noch nicht erlebt h\u00e4tte, w\u00fcrde es durch dieses Loch abflie\u00dfen. Warum sich \u00fcber etwas, das  wahrscheinlich nie passieren w\u00fcrde Gedanken machen&#8230;<br \/>\nSo verstrichen die Tage und wir begannen uns heimisch zu f\u00fchlen\u2026bis zu dem Tag im Fr\u00fchsommer als ich von einem Einkauf nach meiner Arbeit nach Hause kam. Ich war in einen heftigen l\u00e4ngeren Platzregen geraten und klatschnass geworden. Schnell stellte ich meine Eink\u00e4ufe ab, um nach unten ins Schlafzimmer zu laufen um mich umzuziehen. Als ich die gewundene Treppe schon fast unten war, erstarrte ich, im Untergescho\u00df stand Wasser bis zur untersten Stufe und es schien noch zu steigen. In meinem Kopf \u00fcberschlugen sich die Gedanken. Wie konnte das geschehen, woher kam das Wasser? Ich versuchte die Schafzimmert\u00fcr zu \u00f6ffnen. Auch dies Zimmer stand unter Wasser genauso s\u00e4mtliche M\u00f6bel, die Betten, der Schreibtisch und der Teppichboden und nicht zuletzt der von mir gen\u00e4hte Samtvorhang, der Kellerfenster und Kellert\u00fcr nach drau\u00dfen verdeckte.<br \/>\nHier konnte erst einmal f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit niemand schlafen. Auch wenn das Wasser abgeflossen sein sollte. Also schleppten wir Bettzeug und Matratzen nach oben ins Wohnzimmer um dort zu n\u00e4chtigen. Der Teppichboden kam auf die Teppichstange um zu trocknen.<br \/>\nDas Bad war nicht so schlimm dran, denn dort lag ja kein Teppichboden und konnte schnell trocknen. Von da an passierte es mindestens zweimal im Jahr, dass wir mit Gummistiefeln auf die Toilette gehen mussten und im Schafzimmer nicht schlafen konnten. Bis wir es leid waren im Aquarium zu schlafen und endg\u00fcltig unser Schafzimmer aufgaben und im Wohnzimmer schliefen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles was zu streichen und zu tapezieren war, war gestrichen und tapeziert. Wir waren eingezogen in die Wohnung von der ich nicht glaubte, dass wir in ihr oder mit ihr, egal wie, gl\u00fccklich werden w\u00fcrden. Die wenigen M\u00f6bel, die meisten nach wie vor von mir, waren an ihrem Platz. Ich konnte nicht verhehlen, so \u00fcbel war die Wohnung alles in allem nicht. Der von unserem Vermieter \u00fcbernommene dunkelbraune Verlourteppichboden passte sehr gut zu meinen M\u00f6beln, und auch sp\u00e4ter zu den gekauften braunen Stahlrohrsofas. Genauso die butterblumengelben \u00fcbernommenen Vorh\u00e4nge, die Gardinen, die bis zum Boden gingen, lie\u00df ich erst einmal noch h\u00e4ngen. Es sah nicht unelegant aus.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7350"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7350"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7350\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7440,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7350\/revisions\/7440"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}