{"id":7353,"date":"2011-06-17T17:32:08","date_gmt":"2011-06-17T16:32:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/?p=7353"},"modified":"2011-06-19T05:03:29","modified_gmt":"2011-06-19T04:03:29","slug":"eine-durchschnittene-kehle-ihre-konsequenzen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.kunstgalerie-barbara.de\/blog\/2011\/06\/eine-durchschnittene-kehle-ihre-konsequenzen\/","title":{"rendered":"Eine durchschnittene Kehle &#038; ihre Konsequenzen"},"content":{"rendered":"<p>Wenn meine T\u00e4tigkeit davor schon wenig anspruchsvoll gewesen war, diese jetzige\u00a0 war an \u00d6digkeit kaum noch zu \u00fcberbieten.<br \/>\nAbwechslung brachte Mario, ein Italiener, Vorarbeiter der Betriebsplissiererei der durch und durch von sich und seinem Tun\u00a0 \u00fcberzeugt, meiner Kollegin und mir lange und tiefe Einblicke\u00a0 in\u00a0 sein Liebesleben gew\u00e4hrte. Mario, ein Bruder Leichtfu\u00df und\u00a0 Casanova, liebte anscheinend komplizierte Beziehungen.<!--more--> Leichtsinnigerweise hatte er mit einer Kollegin in der Plissiererei angebandelt, die wiederum einen \u00e4u\u00dferst eifers\u00fcchtigen Freund hatte.<br \/>\nAls Mario nun alle Warnungen dieses Freundes seiner Liebsten in den Wind schlug und die Beziehung nicht beendete, machte der sich mit einem Rasiermesser bewaffnet auf, Mario seinem Nebenbuhler, den Garaus zu machen. Er hatte beschlossen seinen Nebenbuhler morgens iin der Werkskantine gar nicht erst zur Rede zu stellen, sondern der Einfachheit halber sofort die Kehle durch zu schneiden. Was ihm auch um ein Haar gegl\u00fcckt w\u00e4re, h\u00e4tte er nur ein  ganz klein wenig tiefer zugeschitten So aber kam Mario gerade noch mit dem Leben davon, da eine beherzte Kollegin ihm die Halsschlagader blockierte, bis die Ambulanz kam und ihn in letzter Minute mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus brachte.<br \/>\nGilla meine Kollegin und ich bekamen von diesen dramatischen Ereignissen nur \u00fcber Umwege, durch Kollegen, etwas mit. Den Schock noch nicht verarbeitet, beschlossen wir beide, etwas gegen den Dramatik liebenden Mario zu unternehmen.<br \/>\nEingedenk der Tatsache, dass unser durch eigenes Verschulden fast ins Jenseits geratener Kollege, sollte er in der Firma verbleiben auch in Zukunft das Mausen nicht lassen w\u00fcrde, wollten wir ihm in dieser Firma die Tour auf Dauer vermasseln.<br \/>\nIch verfasste\u00a0 also\u00a0 ein Schreiben , indem wir, die Kollegen, verlangten, Mario fristlos zu entlassen, da wir nicht gewillt seien, ein erneutes Drama \u00e4hnlicher Art mit ihm zu erleben. Dies Schreiben war an  die Firmenleitung gerichtet und wir lie\u00dfen es von soviel Kollegen-Innen wie nur m\u00f6glich unterschreiben.<br \/>\nDie Reaktion darauf lie\u00df nicht lange auf sich warten. Allerdings fiel sie nicht so aus, wie wir uns dies gew\u00fcnscht hatten.<br \/>\nEin paar Stunden sp\u00e4ter rauschte Karin H. unsere Chefin mit kerzengeradem R\u00fccken in unseren Zuschneideraum, besser gesagt, sie stampfte herein. Seltsamerweise fixierte sie nur mich mit ihren wasserblauen kalten Augen, als sie uns mitteilte, dass nicht ihr \u00fcber alles  gesch\u00e4tzter, t\u00fcchtiger Mario auf der Stelle entlassen sei, sondern ich und nur ich allein, die  Aufr\u00fchrerin und Anf\u00fchrerin dieses Komplotts und \u00fcberreichte mir mit triumphierendem   L\u00e4cheln mein Entlassungsschreiben.<br \/>\nNat\u00fcrlich fragte ich mich, wie sie speziell auf mich gekommen war, die ich doch nur eine der Unterzeichner war. Jedoch war es im Grunde klar, ich hatte  gewagt, mich mit der Firmenleitung anzulegen und hatte verloren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn meine T\u00e4tigkeit davor schon wenig anspruchsvoll gewesen war, diese jetzige\u00a0 war an \u00d6digkeit kaum noch zu \u00fcberbieten. Abwechslung brachte Mario, ein Italiener, Vorarbeiter der Betriebsplissiererei der durch und durch von sich und seinem Tun\u00a0 \u00fcberzeugt, meiner Kollegin und mir lange und tiefe Einblicke\u00a0 in\u00a0 sein Liebesleben gew\u00e4hrte. 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