Ein ausgebüxtes Bullenkalb…
…marschierte da vor uns in aller Seelenruhe über die Strasse. Dann blieb es geruhsam stehen und betrachtete uns sinnend. Es hatte anscheinend die Ruhe weg. Was tun, wenn es sich dort, wo es stand nicht weg bewegen wollte? Wie bekamen wir dann das Mistviech von der Strasse oder besser dorthin, wo es hergekommen war? Wo war es überhaupt hergekommen? Keine schadhafte Stelle im Zaun war zu entdecken, dort wo die übrigen Kälber mit ihren Mamas standen. Keine der muhenden Kameraden schien beunruhigt zu sein über den Ausreißer und grasten in aller Ruhe weiter. Plötzlich, warum auch immer, kam Leben in das Tier. Es setzte sich in eilig in Gang. Stand kurze Zeit vor dem Stacheldrahtzaun, bückte sich schob den Draht ein wenig auseinander und zwängte sich mit aller Macht durch den schmalen Spalt auf die andere Seite. Dort angekommen stellte es sich zu seiner Kuh-Mama als sei nichts geschehen und blickte wie triumphierend in unsere Richtung.
Nun soll noch mal einer sagen, Rinder seien nicht besonders schlau!


