Warum den Atomausstieg nicht selber…
…bewerkstelligen, wenn schon unsere Regierung dazu nicht in der Lage ist! Jeder einzelne von uns ist es! Sozusagen ein Atomausstieg von der Basis aus. Auch wenn uns eingeredet werden soll, ohne Atomstrom ginge gar nichts.
Wir alle könnten beweisen, dass es doch geht!
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Also los, nicht lange zögern!
| Majak-alles schon vorbei? als die Bundesregierung über längere Laufzeiten für Atomkraftwerke nachdachte, fiel eine andere Entscheidung gleich mit: Atommüll aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Rossendorf sollte in Russland entsorgt werden. 951 Brennelemente, die sich seit 2005 im niedersächsischen Zwischenlager Ahaus befanden und in Deutschland endgelagert werden sollten, sollten plötzlich zur Wiederaufarbeitung nach Majak geschickt werden – einer der meist verstrahlten Regionen der Welt. Tausende von Menschen leiden hier an den Folgen nuklearer Verseuchung. Nur ein Sturm der Entrüstung, ausgelöst durch massive Proteste deutscher und russischer Umweltschützer, verhinderte das Vorhaben – vorerst! Um Journalisten ein Bild von den Zuständen vor Ort zu geben, organisierte Greenpeace kürzlich eine Reise in die Region, die ich als Atom-Kampaigner begleitet habe.
Unsere Recherche führte uns in das Dorf Musljumowo, 30 Kilometer von Majak entfernt. Hier haben Einleitungen in die Tetscha vor allem Fluss und Flussufer verseucht. Jahrzehntelang haben die Dorfbewohner arglos in dem Fluss gebadet, ihr Vieh getränkt und mit dem Wasser ihr Gemüse gewässert. Jahrzehntelang wurden sie erhöhten Strahlendosen ausgesetzt. Viele Menschen sind krank oder früh verstorben. Irgendwann wurde der Fluss provisorisch mit Stacheldraht abgesperrt, das alte Dorf zerstört. 2005 wurden die Menschen umgesiedelt. Jetzt leben sie in Neu-Musljumowo, 3 km weiter – ein Ort, an den sie nie wollten. Wer keine Eigentumsrechte nachweisen konnte, erhielt keine Abfindung, keine Chance umzusiedeln. Einige Menschen leben immer noch im alten Dorf. Mit unseren Strahlenmessgeräten habe ich wiederholt erhöhte Strahlenwerte an der Tetscha gemessen. Seit Anfang der 50er Jahre leidet die Region Majak unter dem dortigen Atomzentrum. Von Anfang an wurde strahlender Müll direkt in Seen und Flüsse entsorgt. Bei der Atomwaffenproduktion musste es schnell gehen. 1957 explodierte ein Tank mit Atommüll. 1967 trocknete der verseuchte Karatschai-See aus. Winde verteilten seinen radioaktiven Staub auf 2700 Quadratkilometern. Bis zum Reaktorunglück von Tschernobyl galt die Havarie von Majak als weltweit größter Atomunfall. Mehr als 200 Ortschaften mussten aufgegeben werden.
Doch die radioaktive Verseuchung ist nicht nur Erbe der Vergangenheit. Immer noch werden mittel- und schwach-radioaktive Abfälle in offene Gewässer geleitet. Unfassbar, dass die deutsche Bundesregierung hier Atommüll entsorgen will. Weltweit ist die Frage der Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll ungelöst. Durch die von der Bundesregierung beschlossenen Laufzeitverlängerungen wird sich die Atommüll-Menge in Deutschland verdreifachen. Deutschen Atommülll nun nach Russland abzuschieben, wäre nicht nur unmoralisch, sondern auch ungesetzlich. Greenpeace fordert eine ergebnisoffene, vergleichende Standortsuche nach internationalen wissenschaftlichen Standards – deutschlandweit. Massiven Protesten ist es zu verdanken, dass Bundesumweltminister Röttgen den Transport vorerst abgesagt hat. Zeitungen und Fernsehen berichteten. Klagen drohten. Hamburg und Bremen lehnten die Verschiffung über ihre Häfen ab. Protest lohnt sich – immer wieder! Und immer wieder ist es notwendig, dass Greenpeace mit Spezialisten vor Ort ist, unabhängige Messungen und Laboranalysen durchführt. Nur so können wir Umweltskandale aufdecken. Greenpeace finanziert diese Arbeit ausschließlich durch Spenden von Privatpersonen. Darum habe ich eine Bitte: Werden Sie Fördermitglied und helfen Sie mit einer größeren oder kleineren regelmäßigen Spende, damit wir weiterhin für den Ausstieg aus der Atomkraft und andere Umweltthemen kämpfen können. Dafür danke ich ganz herzlich. |
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