Allgemeines
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Greenwashing der perfiden Art: Wir leisten uns saubere Elektro-Autos mit niedriger Emission, während Afrika mit uralten Schrottkarren überschwemmt wird, die bei uns in Europa längst keine Zulassung mehr bekämen. Die Krux bei der Sache: Wir im Norden können so clean und klimaneutral werden, wie nur möglich, Afrika und der Rest der Welt wird es in absehbarer Zeit nicht. Und was den Klimaneutralforderern wohl noch nicht aufgegangen ist, wir leben auf einer Kugel, auf der alles mit allem verbunden ist. Das, was in Afrika vorgeht, betrifft auch den Norden, denn wir haben alle gemeinsam nur eine Atmosphäre…

Gebrauchtwagen Europas Schrott auf Afrikas Straßen
Antje Diekhans ARD-Studio Nairobi Stand: 17.11.2020 05:03 Uhr
Immer mehr ausrangierte Autos aus Industriestaaten werden in afrikanische Länder weiterverkauft. Dort werden sie zur Gefahr – für den Verkehr und für Klima und Umwelt, warnen die UN.
Eine Straßenkreuzung in Kenias Hauptstadt Nairobi. Hier warten Taxifahrer auf Kundschaft. Kaum ein Auto ist jünger als zehn Jahre – enigen sieht man an, dass sie aus unterschiedlichen Teilen zusammengeschweißt sind. Fast alle Fahrer haben schon Unfälle oder Fast-Unfälle gehabt.
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Spinnenzeit
- Interview
USA beenden Einsatz “Es ging nie um Afghanistan”
Stand: 31.08.2021 05:27 Uhr
Der Afghanistan-Einsatz der USA scheiterte, auch weil es Washington nie um das Land ging, sagt der Experte Conrad Schetter im Interview mit tagesschau.de. Aber auch die Bundespolitik habe jahrelang ihren Zielen keine Taten folgen lassen.
tagesschau.de: Die Amerikaner beenden nach 20 Jahren ihren Einsatz in Afghanistan und sind selbst entsetzt über ihr Scheitern: Was war der entscheidende Fehler bei diesem Einsatz?
Conrad Schetter: Es sind viele Fehler gemacht worden. Der erste Fehler, wie bei vielen Interventionen: Es ging nie um das Land selbst, es ging nie um Afghanistan. Die westliche Welt hat sich immer sehr um ihre eigenen Interessen gedreht. Das heißt: Man hat nie versucht, Afghanistan zu verstehen und einen Weg aus der afghanischen Perspektive heraus zu entwickeln. Das hat sich durch die gesamte Intervention hindurch gezogen. Das politische Modell für das Land wurde am Reißbrett in Brüssel und Washington entworfen. Afghanistan hat 40 Jahre Krieg erlebt, ist gesellschaftlich sehr traditionell geprägt – und das, was die Afghanen selbst wollten, ist nicht richtig zur Sprache gebracht worden.
Zur PersonConrad Schetter ist Director for Research am Internationalen Konversionszentrum Bonn (BICC) und lehrt Friedens- und Konfliktforschung am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie in Bonn. Er beschäftigt sich seit 30 Jahren wissenschaftlich mit Afghanistan und hat verschiedene Publikationen und Bücher zum Land und seinen Konflikten veröffentlicht
Doppelte Standards – die ganze Zeit
tagesschau.de: 2001 ging zunächst darum, die Taliban zu besiegen, Al Kaida zu vertreiben – wenn ich Sie richtig verstehe, gab es darüber hinaus keine Vorstellung davon, was man in Afghanistan wollte und wie man es anstellen sollte?
Schetter: Es gab immer Widersprüche – militärisch und politisch. Auf der einen Seite hat man im Land Krieg geführt und die Taliban gejagt, auf der anderen Seite hat man den Afghanen versprochen, für ihre Sicherheit zu sorgen. Das war für die Afghanen nicht nachzuvollziehen. In der Politik hat man Demokratie gepredigt, dann aber hinter verschlossenen Türen die Interessen des Westens durchgesetzt, etwa bei der Frage, wer Präsident wird. Da wurden demokratische Spielregeln außer Kraft gesetzt. Diese doppelten Standards haben die Afghanen die gesamten 20 Jahre über erlebt.
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Das E-Auto ist nicht nur nicht besonders umweltfreundlich, es ist auch asozial, denn es ist, so wie es aussieht nur als Zweitauto für die gedacht, die es sich leisten können und das ist nicht das Gro unserer Bevölkerung. Fahrzeuge, die nur eine derart kurze Reichweite haben, sind lediglich als Stadtautos und für Umzu zu gebrauchen und dafür sind sie für die Mehrheit zu teuer. Auch die langen Ladezeiten mit viel zu wenigen Ladestationen machen sie nicht praktischer und nicht unbedingt kaufenswert. Fazit: Autos sollen in Zukunft nur für einige wenige da sein und der Rest der Bevölkerung fährt mit Fahrrad Bus, Bahn ect. worauf allerdings unsere Infrastruktur bisher nicht ausgerichtet ist.
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Wurzeln, Wunderwerke der Natur! Wurzeln haben viele wichtige Funktionen. Sie sind Speicherorgane der Pflanzen für Nährstoffe und Wassertransport. Sie sorgen für Halt im Boden und können sogar kommunizieren.
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Nils Melzer/ UN Sonderberichterstatter über Folter
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Für viele sieht ein solcher Kiefernforst (links) aus wie ein typischer Wald. Doch mit einem echten, natürlichen Wald hat eine solche Plantage nach Ansicht von Peter Wohlleben wenig gemein. Naturbelassene Urwälder zeichnen sich durch eine hohe Artenvielfalt aus und dadurch, dass totes Holz verrotten darf

Naturnaher Wald Wie unsere Wälder aussehen – und wie sie eigentlich aussehen müssten
Seit Jahren disktutieren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden über den Umbau der deutschen Forste im Angesicht des Klimawandels. Wie unsere Wälder aussehen müssten, um für die Zukunft gewappnet zu sein, erklärt Förster Peter Wohlleben in einem Beitrag aus dem Naturmagazin “Wohllebens Welt”Ursprünglich wuchsen in Mittel- und Westeuropa fast nur Buchen, durchsetzt mit einigen Dutzend weiteren Baumarten. Diese Wälder waren sehr stabil. Brach ein Riese zusammen, wuchs an seiner Stelle ein Jungbaum nach.
Auf großer Fläche änderte sich dieses Ökosystem über Jahrhunderte nicht. Kleinere Klimaschwankungen überlebten Europas Ur- wälder leicht, weil ihre Bäume ein eigenes Lokalklima formten und dabei Extreme abpufferten: Gegen große Kälte schirmten sie sich eben- so ab wie gegen starke Hitze.
Dies ermöglichte rund 10000 Tierarten, ihre Nischen zu besetzen. Manche Käfer verlernten sogar das Fliegen, da es in solch einem Waldozean nicht wichtig war, den Standort zu wechseln — die Bedingungen waren ja überall gleich.
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Sonnenblumen sehen nicht nur fantastisch aus, sie liefern uns nicht nur Öl sondern auch sehr schmackhafte und gesunde Kerne die vielseitig verwendbar sind. Vollkornbrotscheiben mit Hüttenkäse oder einfach nur mit Butter bestrichen und bestreut mit Sonnenblumenkernen dazu in Scheiben geschnittene Paprikaschoten. Wer kann da noch widerstehen…..
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Sonnenblumenzeit
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Ein Widerspruch in sich, denken jetzt nicht wenige. Aber gibt es Schädlinge überhaupt? In der Natur stellt sich diese Frage nicht. Jedes Lebewesen hat seinen Platz, seine Nische, seine Daseinsberechtigung. Nur wir Menschen kategorisieren in nützlich oder schädlich, oft ohne das Wissen um die Hintergründe und Zusammenhänge.
Nützliche Schädlinge




Ein Widerspruch in sich, denken jetzt nicht wenige. Aber gibt es Schädlinge überhaupt? In der Natur stellt sich diese Frage nicht. Jedes Lebewesen hat seinen Platz, seine Nische, seine Daseinsberechtigung. Nur wir Menschen kategorisieren in nützlich oder schädlich, oft ohne das Wissen um die Hintergründe und Zusammenhänge.




Betrachten wir das am Thema Schmetterlinge. Gartenbewohner, über die sich jeder freut, die jeder gern betrachtet und die in uns die Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Leichtigkeit wecken. Bevor der Schmetterling dies aber tun kann (als Nützling) ist er lange Zeit als Raupe (Schädling) und Puppe unterwegs. Als Raupe ist er eine wichtige Eiweißquelle und unverzichtbar für viele Singvögel (Nützling), die damit ihren Nachwuchs füttern. Außerdem ist er als Raupe ein ständiges Ärgernis für nicht wenige Gartenbesitzer, die sie akribisch absammeln und vernichten oder irgendwo anders hinsetzen, was für die meisten Raupen allerdings auch einem Todesurteil gleichkommt. Die abgefressenen Pflanzen kennen dies im übrigen seit Urzeiten und treiben nach dem Raupenfraß einfach wieder neu aus. -keine Raupe- kein Schmetterling




Oder die Blattlaus. Wollen wir die vielgeliebten Glücksbringer Marienkäfer bei uns beheimaten, müssen wir auch die Blattläuse dulden. An Pflanzen mit Blattläusen werden nämlich die Marienkäfereier abgelegt und die geschlüpften Larven ernähren sich ausschließlich von Blattläusen. -keine Blattläuse-keine Marienkäfer




Engerlinge: Besonders kontrovers diskutiert, es gibt sogar Merkblätter, auf denen die Unterschiede erklärt werden, damit man herausfinden kann, ob es sich bei den gefundenen Engerlingen um Nützlinge handelt, die man wieder einbuddelt oder um Schädlinge, die man dann natürlich mit gutem Gewissen vernichten kann. Aus Engerlingen werden Großkäfer, diese dienen z.B. unseren Igeln als wertvolle Futterquelle. Im Panzer der Laufkäfer findet sich Chitin, bei der Verdauung dieser chitinhaltigen Panzer bildet sich im Magen der Igel Blausäure, diese wiederum tötet die Larven der parasitären Würmer, unter denen Igel häufig leiden. -keine Engerlinge- keine Maikäfer, Rosenkäfer, Nashornkäfer, Junikäfer, Hirschkäfer




Oder die ollen Borkenkäfer, die in natürlichen Mischwäldern kein Problem sind, in Monokulturen allerdings ganze Wälder plattmachen können. Die Borkenkäfer und andere im Baum wohnende werden z.B. vom Specht aus den Bäumen herausgeklopft. Die dabei entstehenden Höhlen sind nun wieder wertvolle Brut- und Schlafplätze für Vögel, Fledermäuse, Siebenschläfer u.s.w. – Kein Borkenkäfer-kein Specht- keine Höhlen für Höhlenbewohner




Solche Beispiele gibt es in der Tierwelt zu abertausenden- ob es Füchse sind, die uns vor Mäuseplagen bewahren, an die Hauswand kackende Schwalben, die Unmengen an Mücken vertilgen oder Maulwürfe, die den Boden lockern.




Problematisch wird es im Grunde immer erst, wenn wir Menschen eingreifen, um ,,das Problem“ zu lösen. Wenn wir z.B. die Blattläuse einsprühen, töten wir sie oder überdecken ihren Eigengeruch. Marienkäfer finden keinen Eiablageplatz oder die Larven finden nichts zu fressen- also keine neue Generation Marienkäfer, die die nächsten Blattläuse fressen könnten, die natürlich auch wieder kommen.




Wir fangen gerade erst an, die komplizierten Zusammenhänge und Kreisläufe in der Natur zu verstehen. Wenn wir dem Leben um uns herum die Daseinsberechtigung zugestehen, die ihm gebührt, werden sich auch unsere Kinder noch an flatternden Sommerboten, kleinen Glücksbringern und schnaufenden Igeln erfreuen können.Wir haben es in der Hand……


























