Dorfimpressionen
-
Wenn wirklich allen klar wäre, wie nützlich unsere Gartenvögel sind, weil sie unsere Pflanzen äußerst emsig und effektiv von lästigen Insekten befreien, würden sie viel sorgsamer und respektvoller mit ihnen umgehen…
-
Es es wichtig für Vögel, Igel & Co wenn wir unsere Gärten nicht allzu steril und aufgeräumt halten. Das sieht nicht nur langweilig aus, in solchen Gärten haben beispielsweise Igel es schwer ein Eckchen zu finden, in dem sie sich verstecken können. Auch Erdhummeln, die jedes Jahr ein neues Nest bauen, brauchen um dies tun zu können, ungestörte Ecken und Winkel, desgleichen Hornissen. Wer Vielfalt möchte muß sich zurück nehmen und zulassen, muß scheinbare Unordnung geschehen lassen….
-
Sperrmüll gibt’s aus den unterschiedlichsten Gründen. Wenn einem die alte Einrichtung auf den Keks geht und man unserer Wegwerfgesellschaft meint frönen zu müssen und neue Möbel anschafft, die dann auch nach ein paar Jahren unweigerlich wieder auf dem Müll landen. Von dem, was da auf der Strasse landet, will kaum jemand etwas abstauben, denn diese Spanplatteneinrichtungen taugen leider nur noch dazu, die MVA zu beiheizen. Da ist kaum etwas dabei, was sich lohnt aufzuarbeiten wie seinerzeit unsere beiden Massivholz-Kommoden, die Mitte der Achziger ein paar Wege entfernt auf der Strasse herumstanden. Sehen und abschleppen war eins. Natürliche mußten die abgebeizt werden, damit die wunderschöne Fichte oder Kiefer darunter zum Vorschein kam. Diese beiden Kommoden sind heute noch Teil unserer Einrichtung und werden weitervererbt an unsere Sprößlinge, so sie Gefallen daran finden. Hinter dieser Entrümpelung auf dem Foto steckt vermutlich ein Todesfall. Es ist unendlich schade, dass nichts von dem, was so an Inventar von einem Leben übrig bleibt, anscheinend nicht wert ist, es an die Nachkommenschaft weiter zu geben.
-
Schneespirale
-
Strassenparties bei 0 Grad…
…sind nicht unbedingt meine Sache, aber anscheinend eine neue Leidenschaft einiger Dorfmitglieder. Bibbernd stehen sie ein Glas Hoch oder auch weniger Hochprozentigem in den unterkühlten Händen. Diese Parties steigen meist erst nach Sonnenuntergang, aber das ist ja im Dezember schon am spätnachmittaglichen 17°° und können auch schon mal bis nach Mitternacht dauern. Auch Eisregen scheint niemanden der Anwesenden wirklich zu stören,
. Richtig laut kann’s hergehen bei spärlicher Laternenbeleuchtung, denn der Glühwein machts, daß man die Minusgrade und den Regen nicht mehr spürt und der Humor zu perlen beginnt. Dann kann es sein, dass aus einem ausgesprochenen Sauertopf ein redseeliger vor sich hin gackernder Zeitgenosse wird. -
Statt nem Weihnachtsmann, ne Laterne….
-
Laub fegen ist so ne Sache und eigentlich hätte jeder vor seiner eigenen Haustür zu kehren aber es gibt eben auch solche, die sich gerne um die Angelegenheiten der anderen kümmern. Nicht, dass sie Dir helfen wollen, bei der manchmal mühsamen Arbeit, nein, sie wollen eben nur, dass Du das Fegen fixer bewerkstellist. So auch ein Nachbar, der sich gerne als Blockwart betätigt. Vor ein paar Jahren fragte er mich mit der harmlosesten Miene, ob ich Probleme mit dem Fegen hätte? Nein, nicht dass ich wüßte, antwortete ich, ob er denn meine Arbeit übernehmen wolle. Statt einer Antwort drehte er sich abrupt um und begann weiter die Strasse vor seinem Haus von Staub zu befreien….
-
Bei uns in Bremen sind Spatzen wohl noch nicht rückgängig, denn das Umfeld muß stimmen, damit sie sich vermehren können und das bedeutet nicht füttern sondern Hecken, Sträucher und Bäume, Efeuhausbewuchs in denen sie nisten können und Nahrung finden, nämlich Insekten…..
-
Einen Katzenfreund braucht jeder, auch unser Kater Bisi. Wir dachten die Klappohrkatze sei ein Weibchen, ist sie aber nicht. Es ist ein Katzenmann und sie verstehen sich trotzdem so gut,dass unser Kampfkater es zuläßt , dass sein Freind neben ihm sitzt während er futtert und danach seine Reste vertilgt! Was ist es nun, wahre Freundschaft oder einfach nur Altersweisheit….
-
Dicker Max, wir wissen nicht wie er wirklich heißt, ist ein seit kurzem ausgesetzter, ein von seiner Familie verlassener Kater. Aber es scheint ihm trotz allem wenigstens körperlich nicht schlecht zu gehen. So, wie bei uns, wird er wohl noch von diversen anderen mitfühlenden Zweibeinern gefüttert. Da unser Kater Bisi, das Kampfaas,sich mit seinem sanften moppeligen Doppelgänger nicht gut versteht, müssen wir ihn stets heimlich füttern, das bedeutet, Bisi darf auf keinen Fall Wind davon bekommen und schön hinter der geschlossenen Küchentür bleiben, wenn dicker Max um Fütterung bittet. Früher blieb er noch ein Weilchen nach seiner Sättigung bei uns zum Schmusen, jetzt aber verschwindet er, gehetzt um sich blickend so schnell, wie möglich. Das verschwinden seiner Familie scheint seelisch an ihm nicht spurlos vorbei gegangen zu sein!






















