Seelische und körperliche Probleme lassen sich nicht einfach wegdrücken

Durch Zufall stieß ich im Frühsommer 2002 auf eine Methode sich selbst zu heilen und seine Energien zu aktivieren. Ich suchte schon seit geraumer Zeit etwas über die Homöopathie hinaus, das ich bei und mit mir selbst anwenden konnte.

Ich besorgte mir also Literatur und fand zunächst das Buch “Heilende Berührung”, von Alice Burmeister und Tom Monte verfasst. Es handelte von Jin Shin Juitsu, einer japanischen Methode, die so ähnlich, wie auch die Akupunktur auf Energieströmen basierte, die in Bahnen durch den Körper laufen und die es gilt zu aktivieren. Ich las zunächst skeptisch und dann immer interessierter.
Zunächst erst mal, probierte ich aus, was ich da gelesen hatte, nämlich meine Handinnenflächen zu aktivieren zu strömen. Erstaunlicherweise spürte ich fast sofort ein angenehm warmes Gefühl um meinen Nabel herum, dem Solar Plexus-Gebiet. Es funktionierte also. Ganz traute ich der Sache aber noch nicht. Ich brauchte fast ein Jahr, um mich etwas tiefer in die Materie einzuarbeiten. Dann aber spürte ich endlich, wie sich nach täglicher Anwendung mein Allgemeinzustand endlich besserte. Ein Jahr später besorgte ich mir noch ein weiteres Buch über dieses Thema, von Ilse-Maria Fahrnow, die sich weitaus intensiver mit dem seelisch-geistigen Aspekt des Jin Shin Jyutsu beschäftigte. Ich versuchte durch Strömen (Handauflegen) meine Angst, meine Unruhe in den Griff zu bekommen. Es klappte, zwar nicht sofort, aber wie gesagt, bei täglicher Anwendung und mit viel, viel Geduld.
Ich hatte zwar etwas gesucht, um meine Schweißattacken loszuwerden, hatte jedoch etwas gefunden, dass meiner Seele half mit meinen Problemen besser fertig zu werden. Mit dieser etwas größeren Ausgeglichenheit halfen dann auch die homöopathischen Mittel wieder besser. Meine Leistungsfähigkeit steigerte sich ganz, ganz langsam und auch das Schwitzen wurde durch die allgemein größere Ruhe auf ein etwas erträglichereres Maß heruntergeschraubt.
Ich hatte das Gefühl durch Jin Shin Jyutsu ein großen Schritt zu mir selbst gemacht zu haben.
Trotz allem versuchte ich meine Schweißausbrüche ganz in den Griff zu bekommen oder besser, zu beseitigen. Ich war mal wieder an einem absoluten Tiefpunkt angekommen und suchte mir eine Heilpraktikerin, denn ich hatte endgültig die Schnauze voll, so schrecklich energielos und durch das Schwitzen so stark in meiner Mobilität eingeschränkt zu sein. Ich wollte mit aller Gewalt diesen ganzen Mist loswerden und ich sah die Akupunktur als letzten Versuch an.

Ich wurde also zu Hause von dieser Heilpraktikerin, die sich als Spezialistin für Wechseljahresbeschwerden entpuppte, zunächst zweimal, später dann einmal pro Woche an verschiedenen Stellen mit Nadeln behandelt.
Was ich nicht realisierte, bei all dem großen Verlangen aus meiner Misere herauszukommen, ich setzte mich selbst unter Druck, zu sehr unter Druck. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ich glaubte von meiner Umwelt unter Druck gesetzt zu werden. Es war kein offener, aber ein subtiler. Ich fühlte mich so grenzenlos verlassen, so unglücklich, so traurig, dass ich daran dachte Schluss zu machen, mir das Leben zu nehmen.
Mit Akupunktur setzte ich alles auf eine Karte, was natürlich schief gehen musste. Die Schweißausbrüche ließen zwar nach, aber die Trauer und Verzweiflung blieben. Statt der Schweißausbrüche setzte nun zu hoher Blutdruck ein.
Heute verstehe ich, dass man seelische und körperliche Probleme nicht einfach “wegdrücken“ sollte.

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