Un-regel-mäßigkeiten

Wenn ich mal gehofft haben sollte, meine Periode würde sang und klanglos verschwinden, sozusagen von einem Tag auf den anderen oder besser von einer Periode zur anderen, so sollte ich eines Besseren belehrt werden.
So simpel geht die Natur scheinbar nicht vor.
Nachdem Mitte Vierzig meine Monatsblutungen eine wirklich beunruhigende Stärke entwickelt und sich darauf wieder normalisiert hatten, glaubte ich aufatmen zu können. Zunächst kamen sie noch relativ regelmässig, wirklich alle achtundzwanzig Tage. Dabei blieb es jedoch nicht. Als ich mich an die beruhigende Normalität gewöhnt hatte beschloß sie plötzlich seltener zu werden. Meine Periode kam nicht mehr jeden Monat, nicht jeden zweiten, nein sie erschien nur jeden dritten und dann wieder jeden zweiten um wieder auf vier Monate überzugehen. Sie wurde nicht nur seltener, nein sie wurde auch immer schwächer. Von Blutung konnte irgendwie kaum noch die Rede sein.
Jetzt, dachte ich könnten sie doch endlich ganz verschwinden, nein, so einfach machten sie es mir nicht.
Ich hatte die Fünfzig schon ein paar Jahre überschritten, ihre Auftritte waren zwar selten, aber unregelmäßig und so schwach, dass man von Blutung kaum noch reden konnte. Hartnäckig traten sie immer mal wieder auf, halbe und ganze Jahre konnten dazwischen liegen, schließlich auch mehrere.
Nun dachte ich, hätte ich es hinter mir, als sie zwei Jahre im Stück ausgeblieben waren. Wieder hatte ich mich gründlich geirrt.
Im Juli dieses Jahres, inzwischen Ende Fünfzig, bekam ich plötzlich merkwürdige Schmerzen in den unteren Regionen meines Körpers, mit denen ich wirklich nicht mehr gerechnet hatte. Ich glaubte zunächst diese Beschwerden meinem Darm zuordnen zu müssen, was sich als falsch herausstellte. Es verwirrte mich völlig, aber es schienen Periodenschmerzen zu sein und nicht zu geringe. Die Blutung, die danach eintrat, kann man als solche kaum bezeichnen, weil es nicht mehr als ein Tropfen war.
Natürlich machte ich sofort einen Termim bei meiner Frauenärztin, weil mir dieser erneute Blutungs- Auftritt doch etwas dubios erschien. Das konnte doch nicht normal sein!!! Es stellte sich jedoch nach einer gründlichen Untersuchung heraus, dass es doch normal war, ein Glück.

Also scheint das Kapitel Periode bei mir noch nicht beendet zu sein. Vor ein paar Jahren hörte ich von meiner Frauenärztin, nach zwei Jahren Periodenabwesenheit könne man sicher sein, die Monatsblutungen final hinter sich zu haben. Dies hat sich, jedenfalls bei mir nicht als richtig erwiesen.

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