Mein neues Buch „Auf einen Schlag“ (ISBN: 978-3748167563) ist ab jetzt im Buchhandel erhältlich, z.B. bei Amazon.

15 Juli, 2019 @ 14:07
Auf einen Schlag | Bisher keine Kommentare

Dies Buch ist, wenn Mann oder Frau so
will, eine Fortsetzung meines Buches
Tabuthema Wechseljahre. Da meine Wechseljahre
mit denen meines Mannes eng
zusammenhängen, habe ich einige Kapitel
aus meinem oben genannten Buch
entnommen, oder besser das neue Buch
mit ihnen beginnen lassen.

Es fällt mir auch heute, dreizehn
Jahre nachdem mein Mann die Gehirnblutung
hatte, nicht leicht über
die damaligen Ereignisse zu berichten,
denn es hat nicht nur mich,
sondern unsere gesamte Familie
schwer traumatisiert.
Ich schreibe dies alles vor allen Dingen
auch deswegen, damit andere, denen
Ähnliches widerfahren ist, sich von
negativen, ärztlichen Prognosen nicht
entmutigen lassen. Sich vor allem nicht
entmutigen lassen, die Dinge, sprich
Therapie, in die eigenen Hände zu nehmen.

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Auszug aus meinem neuen Buch ” Auf einen Schlag “

15 Juli, 2019 @ 05:55
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Auf der
Überholspur
Nicht gerade Friede war bei uns eingezogen, jedoch ein Zustand, den man am Besten mit Waffenstillstand bezeichnen könnte. Ich gewöhnte mich langsam an zwei Pubertierende in meiner Familie. Hatte ich noch vor einigen Monaten Auseinandersetzungen mit meinem Mann, weil er mauerte, nicht mit der Sprache raus wollte, stritten wir uns jetzt darüber, dass er sich, in meinen Augen, vor anderen Frauen zum Affen machte. Er trieb mich zum Wahnsinn, es machte mich eifersüchtig, was er trieb. Ich wollte nicht eifersüchtig sein, ich wollte endlich ein ruhiges Leben führen. Ich hatte schon genug zu tun mit dem Aufruhr in mir, der sich Wechseljahre nennt. Außerdem störte mich immer noch die Rastlosigkeit, die von meinem Mann ausging. Ein Termin jagte den nächsten, er hastete vom Psychotherapeuten zur Feldenkraislehrerin und von da aus zu unserer Homöopathin oder zur Arbeit. Er hatte angeblich Kraft ohne Ende, war fit wie ein ganzer Satz Turnschuhe. Aber Zeit für mich hatte er kaum noch. Das konnte nicht gesund sein, nicht für ihn und nicht für uns beide. Jedoch musste ich zusehen und so lange warten, bis er von selbst Ruhe gab. Mir schwante irgendwie nichts Gutes. Irgendetwas musste passieren, musste ihn stoppen, ihn, der dabei war sich noch selbst zu überholen.


Ich glaube, Männer fürchten die Wechseljahre der Frau und auch ihre eigene ungeheuer, weil es etwas Irrationales in sich birgt, etwas nicht Berechenbares. Dies Unberechenbare tun Männer gern als “zickig” ab, sie spielen es herunter, entwerten es, um damit umgehen zu können.

15 Juli, 2019 @ 04:46
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Nun ist es nicht so, daß Männer keine problematischen Wechseljahre durchmachen, die sich allerdings nicht so sehr körperlich, dafür aber um so mehr seelisch auswirken.
Wechseljahre sind scheinbar generell ein Reizthema für Männer, ob es sich nun um sie selbst handelt oder um ihre Frauen!
Für Männer scheint es sehr wichtig zu sein, reibungslos zu funktionieren, ihren Körper und ihre Seele als eine “gut geölte Maschine” zu begreifen.
Wenn Männer nun (mein Mann nicht ausgeschlossen) merken, es klappt nicht mehr so mit ihrer Kraft, sie spüren, ihre Energie lässt nach, verstärken sie ihre körperlichen Aktivitäten, reagieren rappelig, hysterisch, ja, werden tollkühn. Es treibt sie zu abenteuerlichen Aktivitäten.
Sie können es nicht ertragen körperlich nicht mehr so fit zu sein. Sie können sich nicht mit dem veränderten Zustand arrangieren. Sie begreifen nicht oder nur schwer, dass ihre Seele Zeit und Möglichkeit braucht sich den Veränderungen anzupassen.
Männer empfinden die Wechseljahre anscheinend ausschließlich als etwas Negatives – sie können die Chance nicht erkennen, die ihnen geboten wird.
Auch bei ihnen verändert sich der Hormoncocktail und der Zahn der Zeit beißt zu. Nicht so heftig wie bei Frauen, auch nicht in so rasanter Zeit, aber er beißt dennoch zu.
Männer werden meist nicht so dramatisch mit körperlichen Veränderungen konfrontiert wie wir Frauen. Meistens leiden sie auch nicht so massiv unter Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, unter Angstzuständen und Depressionen. Und wenn sie es tun, versuchen sie es “wegzudrücken” …ihr Körper darf eben nicht ungehorsam sein. Wenn doch, wird er mit stärkerer Aktivität bestraft!
“Mann” gibt nicht gern zu, dass sowohl männliche als auch weibliche Körper nicht ewig perfekt funktionieren.
Es hat mich harte Diskussionen mit meinem Mann gekostet. Er sollte akzeptieren, was mir da widerfahren war. Ich wollte Akzeptanz, Toleranz und bekam sie nicht.
Ich war in ständiger Verteidigungshaltung und zutiefst verzweifelt. Ich kapierte nicht, warum mein Mann diese für mich so schwierige Zeit nicht akzeptieren wollte.
Er kapselte und schottete sich immer mehr von mir ab. So stark, dass wir kaum noch miteinander sprachen.
Ich wollte Diskussionen – er nicht.
Mir wurde langsam klar, dass mein Mann ebenso wie ich in einer Krise steckte, nur nahm er diese Krise nicht zur Kenntnis. Er rannte weiter wie ein Huhn, dem der Kopf abgeschlagen worden war, nur um nicht an das unangenehme Thema heran zu müssen.
Männer nehmen ihre Krisen, wie gesagt, nicht gern zur Kenntnis und wenn, projizieren sie sie gern auf ihre nähere Umgebung anstatt sie bei sich selbst zu suchen!


In der Neurologie

16 April, 2019 @ 12:50
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…landete mein Mann, nachdem der Krankenwagen ihn abtransportiert hatte. Er rief mich etwa eine Stunde später an und teilte mir mit, er sei durch’s MRT gegangen und man hätte festgestellt, dass er keinen Schlaganfall, sondern eine Gehirnblutung hätte. Er würde jetzt auf’s Zimmer gebracht. Na ja, dachte ich, wenn er noch so gut beieinander ist, um mir dies alles mitzuteilen, kann’s ja so schlimm nicht sein. Da irrte ich allerdings gewaltig.
Als meine beiden Kinder und ich etwas später in der Neurologie des St. Jürgen Krankenhauses eintrafen, fanden wir meinen Mann in sich zusammengesunken, mit leerem Blick, sabbernd vor sich hin starrend, vor. Das konnte doch nicht wahr sein! Was war passiert!? Der behandelnde Arzt meinte lapidar, das sei eben so, wenn man eine Blutung von der Größe eines Fünfmarkstücks im Gehirn hätte. Wenn die Blutung nicht von selbst stoppen würde, müssten sie operieren und das Blut absaugen. Damit war die Unterredung beendet. Schon erstaunlich bei Privatpatienten der Postbeamtenkrankenkasse… Ich mochte mir gar nicht vorstellen, wie kurz die Unterhaltung bei Mitgliedern einer gesetzlichen Krankenkasse ausgefallen wäre! Weiterlesen »


Aus heiterem Himmel

16 April, 2019 @ 12:45
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Der Stopp kam so heftig und unerwartet, wie es sich niemand hätte vorstellen mögen. Eines Sonntagmorgens, in der Zeit, in der mein Mann und ich ganz unter uns, ganz ungestört sein wollten, und deshalb die Tür hinter uns verschlossen hatten, traf meinen Angetrauten das, was man landläufig den „Schlag“ nennt. Natürlich wusste ich nicht, was ich mit den Symptomen anfangen sollte, die sich bei ihm zeigten. Er sprach plötzlich etwas schwerfällig und das, was er sagte, wirkte nicht ganz logisch, besser gesagt etwas verwirrt. Noch stutziger machte mich, als er mich bat, ihm aus dem Bett zu helfen, denn er könne mit einmal sein linkes Bein und seinen linken Arm nicht bewegen. Zunächst glaubte ich, er hätte sich im Rücken etwas verrenkt, ein Nerv sei eingeklemmt. Nein, irgendwie konnte dies nicht sein. Irgendetwas war da faul. Langsam dämmerte mir, dass er etwas Gravierendes haben musste. Ich vermutete in Richtung Schlaganfall. Mein Herz schlug wie wahnsinnig, als ich zitternd, vor Angst und Entsetzen, die Ambulanz rief. Ich konnte nicht mehr klar denken, trotz allem gab ich meinem Mann noch eine Dosis des homöopathischen Mittels Arnika C 30, von dem ich gelesen hatte, dass dies bei Schlaganfällen das Mittel der Wahl sei.


Ruhe vor dem Sturm

16 April, 2019 @ 12:41
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Nicht im Geringsten hätte ich vermutet, was das Leben, einige würden das große Wort „Schicksal“ bemühen, noch so alles für mich bereithielt. Ich glaubte, das Schlimmste, was die Überschrift Wechseljahre verdient, überstanden zu haben. Für mich war endlich etwas Ruhe eingekehrt, ich konnte ein klein bisschen durchatmen. Sah schon wieder Licht am Ende des, für mich arg langen, Tunnels. Diese fiesen Hitzewallungen mit anschließenden Schweißausbrüchen plagten mich nicht mehr ganz so stark, vielleicht hatte ich mich auch schon ein ganz klein wenig an sie gewöhnt. Ich war zum Glück durch sie nicht mehr ans Haus gefesselt! Mein Leben begann sich wieder ganz langsam zu normalisieren. Auch die Beziehung zu meinem Mann hatte nicht mehr ganz den Charakter des Ausnahmezustands. Wir näherten uns wieder vorsichtig, wie zwei Igel, einander an. Natürlich gab es nach wie vor mehr oder weniger harte Diskussionen, denn ganz die alte war ich nicht mehr, wollte es auch nicht mehr sein.


Ein pubertierender Ehemann

2 April, 2019 @ 07:16
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Einesteils hatte die folgende Zeit etwas Tröstliches, weil ich große Hoffnung in die Therapie setzte, andererseits jedoch stellte sich bald heraus, daß ich mit einem neuen Problem konfrontiert wurde und das hieß Pubertät. Nicht die Pubertät meines vierzehnjährigen Sohns, sondern die meines Mannes. Er durchlebte seine seinerzeit Schiefgelaufene ein zweites Mal mithilfe seines Therapeuten und wurde erneut zum Pubertierenden in Punkto Weiblichkeit und Sexualität. Das hatte nur einen gewaltigen Haken, jedenfalls für mich, denn ich empfand mich als das, was ich war, eine Frau Mitte Fünfzig. Mein Mann war jedoch plötzlich in die Zeit als Heranwachsender zurückkatapultiert worden, er besuchte die Kletter Onlineshop jederzeit. Weiterlesen »


Leistungs- gesellschaft

22 März, 2019 @ 08:14
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In unserer Leistungsgesellschaft haben Krankheit, Alter und Behinderung keinen Stellenwert, somit haben auch die Wechseljahre, sowohl die der Frau als auch die des Mannes, einen außerordentlich schlechten Stand. Dies hat, so meine ich, viel mit männlichem Verhalten zu tun. Wir leben in einer fast ausschließlich männlich dominierten Gesellschaft, in der Gefühle, Emotionen und Intuition nicht viel wert sind, dafür aber um so mehr das gut geölte Funktionieren!


Ein winziges Knötchen in der Nähe der Brustwarze spürte ich eines Tages vor ein paar Jahren beim Abtasten…

26 Oktober, 2018 @ 07:33
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und war sofort auf hundertundachzig. Es war wie eine kleine runde Perle in der Größe eines Glasstecknadelkopfes. Ich wollte sofort zur Mammographie, was aber nur über meine Frauenärztin ging, nicht so wie früher in den Dreißigern und Vierzigern als ich mich alle paar Jahre mammogrphieren ließ.  Ich bekam trotzdem schnell einen Termin im Mammagraphiezentrum in Bremen. Vorher informierte ich mich noch per Google, was denn hinter dieser kleinen Perle stecken könnte, um mich ruhig zu stellen. Da diese Perle eben rund und von ihrer Umgebung abgeschlossen war, konnte es eigentlich nur eine Zyste, ein mit Gewebswasser gefülltes Gebilde sein. Trotzdem ging ich ich mit schlotterden Knien zur Mammographie, man weiß ja nie. Ich wurde zunächst geultraschallt und dies kleine Gebilde war sehr gut sichtbar und wie ich schon vermutet hatte, es war ne Zyste. Zur Sicherheit wurde ich noch mammographiert, auch zum Glück ohne negativen Befund. Die kleine Zyste wurde mit einer sehr dünnen Nadel aufgestochen, was kaum weh tat. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen, was sich denken läßt. Auch die feingewebliche Untersuchung der Zystenflüssigkeit stellte sich als harmlos heraus.
Man ist vor Überraschungen nie sicher, aber nicht immer stellen sich zum Glück diese Überraschungen als bösartig heraus.


Schleimhauttrockenheit übrigens unseres gesamten Körpers ist ein Thema auf das ich schon öfter eingegangen bin. Es kann sowohl Jucken aber meistens Brennen hervorrufen, mitunter ist die Scheidenschleimhaut so dünn und gereizt, dass sie blutet auch ohne irgendwelchen Kontakt von außen, was mich sehr in Angst versetzt hat. Meine Frauenärztin meinte, ich solle Gynomunal-Gel benutzen, was zwar kurzfristig Linderung verschafft, aber die Vaginalschleimhaut nicht dicker macht. Auch meine Nasen und Mundschleimhaut sind betroffen. Meine Nasenschleimhaut blutet leicht, bildet Krusten auch ohne Schnupfen und meine Mundschleimhaut, Rachenschleimhaut entzündet sich öfter mal. Ich werde damit leben müssen, nur finde ich überhaupt nicht ok, dass weder Ärzte auf diese Sympthome hinweisen, noch sich einschlägige Literatur damit befasst.

5 Februar, 2018 @ 11:45
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